Das letzte Weekend

Originaltitel: Desyat negrityat
Alternativtitel: Desjat negretjat
Agatha Christie - Das letzte Weekend
Ten little Indians
Des jat negretjat
Herstellungsland: SowjetunionSowjetunion
Erscheinungsjahr:  1987
Regie: Stanislav Govorukhin

Darsteller

Figur

Vladimir Zeldin   Richter Lawrence John Wargrave
Tatyana Drubich   Vera Elizabeth Claythorne
Aleksandr Kaydanovskiy   Captain Philip Lombard
Aleksey Zharkov   William Henry Blore
Anatoliy Romashin   Dr. Edward George Armstrong
Lyudmila Maksakova   Emily Caroline Brent
Mikhail Gluzskiy   General John Gordon MacArthur
Aleksey Zolotnitskiy   Thomas Rogers
Irina Tereshchenko   Ethel Rogers
Aleksandr Abdulov   Anthony James Marston
Vyacheslav Zharikov  
Fyodor Odinokov  
  
Genre: Thriller, Grusel
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Inhalt

Unter verschiedensten Vorwänden hat der mysteriöse Mr. Owen zehn Menschen in seine Villa auf der unzugänglichen "Negerinsel" gelockt. Zehn ganz unterschiedliche Charaktere, denen er vorwirft, direkt oder indirekt den Tod eines oder mehrerer Menschen verursacht zu haben, und die er ihrer gerechten Strafe zuführen will. Schon am ersten Abend wird einer der Gäste vergiftet, da waren es nur noch neun ...

Kommentar

1939 veröffentlichte Agatha Christie ihren 26. Kriminalroman "Ten little Niggers", in dem ein Mörder seine Opfer analog dem gleichnamigen Kinderreim / -lied ins Jenseits befördert; in USA wurde der Titel in "And then there were none" geändert. Seit Mitte der 80er Jahre wird das Buch auch in Großbritanien nicht mehr unter dem Originaltitel verlegt, zudem wurde im Text das Wort "Nigger" durch "Indian" ersetzt (basierend auf der ursprünglichen Fassung des Gedichtes, in dem von Indianern die Rede war). In Deutschland erschien der Roman zunächst als "Letztes Weekend", später als "Zehn kleine Negerlein" und mittlerweile als "Und dann gab's keines mehr". 1943 adaptierte Mrs. Christie die Geschichte als Bühnenstück und änderte den Schluss ab. Im Laufe der Jahre wurde das Buch (bzw. die Theaterfassung) mehrmals verfilmt, wobei es natürlich immer Modernisierungen, Veränderungen an den Charakteren, den Schauplätzen (Tödliche Safari) und den Todesarten (basierend auf den vielen unterschiedlichen Versionen des Abzählreims) gab.

Bei dieser russischen Version setzt man, wie die meisten anderen Verfilmungen ebenfalls, auf eine prominente Besetzung, bei der renommierte Charakterdarsteller und angesagte Stars vor der Kamera vereint werden. Hierzulande sind die Gesichter natürlich unbekannt, aber obwohl sich die Darsteller von Lombard & Blore recht ähnlich sehen und Miss Brent etwas zu jung für ihre Rolle wirkt, agieren sämtliche Protagonisten überzeugend.

Der Schauplatz, eine unwirtliche Insel, die kahl aus dem Meer ragt, unterstreicht die vorherrschende, trostlose Stimmung. Es gibt keine humoristischen Brechungen, sondern eine durchgehend düstere Atmosphäre des Misstrauens. Dazu passend hält man sich hier auch an das konsequent gnadenlose Ende des Romans und nicht, wie praktisch alle anderen Adaptionen, die positivere Auflösung des Theaterstücks.

Das Problem bei einer so bekannten Geschichte ist, noch dazu, wenn sie derart dicht an der Vorlage bleibt, dass schnell die Spannung auf der Strecke bleibt. Für Krimifans trotzdem sehenswert, sofern sie sich mit der dialoglastigen Inszenierung ohne vordergründige Effekte anfreunden können.

Noch kurz ein paar Worte zur deutschen Fassung. Der Film lief 1989, von der DEFA synchronisiert, in der DDR im Kino und wurde danach weder auf Video veröffentlicht, noch lief er im Fernsehen. Bei der 2015 erschienenen DVD sind einige Szenen enthalten, die seinerzeit nicht synchronisiert wurden oder (bei einer kurzen Sequenz) die deutsche Tonspur verloren gegangen ist. Es ist nicht bekannt, ob die Szenen damals geschnitten wurden oder das Material zu einer längeren Fernsehfassung gehört; in der damaligen UDSSR lief der Streifen im TV als Zweiteiler.

Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film erschien bei Pidax Film / Ascot Elite auf DVD. Die Szenen für die es keinen deutschen Ton gibt wurden mit optionalen Untertiteln versehen.

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