Im Angesicht des Todes

Originaltitel: A View to a Kill
Alternativtitel: From a View to a Kill
Im Angesicht des Todes
James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
Herstellungsland: GroßbritannienGroßbritannien, USAUSA
Erscheinungsjahr:  1985
Regie: John Glen

Darsteller

Figur

Roger Moore   James Bond
Christopher Walken   Max Zorin
Tanya Roberts   Stacey Sutton
Grace Jones   May Day
Patrick Macnee   Sir Godfrey Tibbett
Patrick Bauchau   Scarpine
David Yip   Chuck Lee
Fiona Fullerton   Pola Ivanova
Manning Redwood   Bob Conley
Alison Doody   Jenny Flex
Willoughby Gray   Dr. Carl Mortner / Hans Glaub
Desmond Llewelyn   Q
Robert Brown   M
Lois Maxwell   Miss Moneypenny
Walter Gotell   General Anatol Gogol
  
Genre: Action, Klassiker, Thriller
Sequels: James Bond 007 jagt Dr. No (1962)
Liebesgrüße aus Moskau (1963)
Goldfinger (1964)
Feuerball (1965)
Man lebt nur zweimal (1967)
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Inhalt

Roger Moore in seinem letzten Bond Abenteuer, und noch einmal wird alles von ihm gefordert, um die Welt von üblen Machenschaften und skrupellosen Gangstern zu befreien. Denn nachdem James Bond feststellt, daß jemand den Russen spezielle Microchips zuspielt, sind genauere Nachforschungen unabdingbar. Dabei kommt er furchtbaren Machenschaften auf die Spur, eine Verschwörung, in die Nazis verstrickt sind. Die Uhr tickt, und ganz Kalifornien ist vom Untergang bedroht, sollte es Bond nicht gelingen die Verbrecher aufzuhalten...

Kommentar

Gerade mit seinen letzten Filmen war Roger Moore auf dem Höhepunkt seiner James Bond Karriere angelangt, da kommt mit diesem Film auch bereits seine Abschiedsvorstellung. Man kann es auch nicht leugnen, die Altersfältchen sind hier nicht mehr zu übersehen. Nicht, daß Moore hier nun schlecht spielen würde, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man das Feld einem Jüngeren überläßt, und das hat Moore nach diesem Film getan. Eigentlich hatte er schon mit Octopussy aufhören wollen, aber die Produzenten überredeten ihn noch einen weiteren Film zu machen, worüber ich auch sehr froh bin. Ich empfinde diesen Film insgesamt als gelungene Abschiedsvorstellung, in der Moore noch einmal sein ganzes Können demonstriert, auch wenn es Stimmen gibt, die das anders sehen. Ich jedoch nicht, obwohl es leider auch ganz klare Schwachpunkte gibt, und somit mal zu den Filmdetails, wie sie sich mir hier stellen.
Licht und Schatten. Das kann ich schon mal vorwegnehmen, Licht und Schatten zeichnen diese Abschiedsgala von Roger Moore, die ich dennoch insgesamt als Erfolg werte, da die positiven Aspekte überwiegen. Doch zunächst mal die Dinge, die mir persönlich nicht behagt haben. Das fängt mit der deutschen Synchronisation an, die wie so oft ein Problem damit hatte, daß hier Nazi Aktivitäten im Gange waren. Daher verfälschte man Elemente des Films und machte aus einem Nazi Arzt einen polnischen Wissenschaftler. Und ich finde es eine Schande, daß der deutsche Staat auch nach so langer Zeit noch immer nicht zu seiner Vergangenheit stehen kann und Filme fälschen muß, als ob man ein schlechtes Gewissen hat, ein Unding. Vielmehr gehört das eben dazu zu unserer Geschichte, und um so deutlicher und abschreckender kann sich so auch mit dieser Vergangenheit - und mit den heute noch ewig Unbelehrbaren auseinandergesetzt werden. Zumal der Bösewicht hier, gespielt von Christopher Walken (Batmans Rückkehr), hier wirklich eindrucksvoll genau das spielt, was die echten Nazis früher zu erreichen suchten, die "arischen Übermenschen", und so etwas ähnliches verkörpert Walken hier. Denn er ging aus genetischen Experimenten des Nazi Arztes hervor, ein Wunderkind, das nun versucht ein finanzielles Weltmonopol zu schaffen. Doch dazu steht die deutsche Version des Films nicht, ein klarer Minuspunkt für mich.
Ein weiterer Schwachpunkt ist das neue Bond Model, Tanya Roberts (Beastmaster - Der Befreier). nicht wegen ihrer Schauspielkunst, sondern als absolute Fehlbesetzung als Geliebte von Bond, was für mich persönlich am Ende einfach nur noch peinlich ist. Fast dreißig Jahre Altersunterschied liegen zwischen Roger Moore und Tanya Roberts, er könnte gut und gerne ihr Vater sein. Das mag im realen Leben inzwischen nicht mehr als unnormal gelten, aber im Film stößt mir so was unangenehm auf. Der Charme von Bond läßt ihm sogar junge Frauen um den Hals fallen, hier hätte eine etwas reifere Frau einfach deutlich besser funktioniert. Man will es dieser Frau einfach nicht abnehmen, daß selbst sie mit Bond ins Bett steigt, für mich wird hier die Grenze des guten Geschmacks überschritten. Daneben nimmt Roberts auch wieder die klassische Rolle einer Frau ein. Sie versucht zwar hier und da auch ein wenig "mitzumischen", ist letztlich aber letztlich auch nur wieder mal ein blasses Anhängsel von Bond, dem er gleich drei mal das Leben retten muß. Aber genau das braucht der große Bond Held wohl, etwas Schwaches neben sich, damit er um so stärker dasteht. Mir hat das hier jedoch nur noch ein müdes gähnen entlockt.
Schade, verschenktes Potential, das den Gesamteindruck etwas trübt. Und der war durchaus gut, nimmt man die restlichen Elemente des Films, wo wieder einmal aus dem Vollen geschöpft werden konnte, wenn auch dieses mal ein wenig der Glanz sonstiger exotischer Orte fehlte. Man setzte statt dessen noch mehr aus Realismus - und Härte. Was in vorherigen Filmen schon angedeutet wurde erfährt hier einen neuen Höhepunkt, einige Szenen sind wirklich brutal, zum Beispiel wenn ein Mann in einen Ventilator geworfen und zerfetzt wird, oder wenn Zorin seine ganzen Arbeiter ersäuft und erschießt. Der Humor in diesem Film tritt deutlich nach hinten.
Effekte und Action sind wieder sehr gelungen. So die Verfolgung auf dem Feuerwehrauto oder die Sequenzen in der Mine. Wobei letzteres und der Brand im Rathaus sogar ein wenig Katastrophenkinoflair einbringen, gerade die Fahrstuhlszene im Feuer hat es da wirklich in sich. Das ist alles gut gemacht, aber der eigentliche Höhepunkt des Filmes ist etwas anderes, und hat einen Namen.
Grace Jones (Boomerang). Sie ist zwar nicht das offizielle Bond Girl, für mich aber das inoffizielle. Sie agiert erst als Gegenspielerin von Bond, und das mehr als eindrucksvoll. Um nicht zu sagen, sie stiehlt in diesem Film allen die Schau. Das hat sie ebenso beeindruckend kurz vorher schon mal getan, im Film Conan - Der Zerstörer mit Arnold Schwarzenegger, wo sie sogar diesem die Stirn bot. Und auch hier ist sie die heimliche Hauptrolle neben Bond, und darf sogar mit ihm ins Bett steigen. Das war in den 80er Jahren durchaus noch nicht das Normale, Schwarz und Weiß als Liebespaar, doch hier ging man einen mutigen Weg. Nur zur Nazi Geschichte paßt das nicht, wobei man es hier mit der braunen "Rassenethik" nicht so genau genommen hat.
Für mich rettet vor allem Grace Jones diesen Film vor dem Absturz. Daneben hat auch noch Patrick Macnee (Mit Schirm, Charme und Melone) eine Gastrolle und absolviert diese auf gelungene Weise.

Fazit: Eigentlich eine gelungene Abschiedsvorstellung von Roger Moore, die jedoch an einigen Schwachpunkten leidet. Doch hier wurde bereits ein neuer Grundstein für den neuen Bond Darsteller gelegt, mit weniger Exotik, mehr Realismus, mehr Action und mehr Brutalität, wobei vor allem letzteres dann deutlich stärker hervortreten sollte. Für mich sind das hier noch gute vier Punkte, zur Höchstwertung reicht es durch die Minuspunkte dieses mal nicht. Dennoch insgesamt noch ein gelungener Bond, und allein als finaler Film für Roger Moore als Bond empfehlenswert.

Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei MGM in verschiedenen Editionen auf VHS und DVD erschienen.

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Filmtitel: James Bond 007 - Im Angesicht des Todes
Zustand: Akzeptabel | Medium: Soundtrack

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Weitere Kommentare zum Film

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Rumpelstielzchen, 06.03.10
Ja Gandalf und ich sollten zusammen Bond-Filme gucken, da wir wirklich scheinbar den selben Geschmack haben. Auch ich finde, dass dieser Film starke Licht und Schattenseiten hat. Schatten vor allem in Punkto Action, die hier meiner Meinung nach so unspektakulär wie in kaum einem anderen Bond-Film ist. Außerdem ist es natürlich lustig Opa Bond bei der Arbeit zuzusehen. Andererseits gewinnt der Film in diesem Punkt an Glaubwürdigkeit, da "Good-Old-Roger" eben nicht in ein Raumschiff oder dergleichen einsteigt. Dennoch wirkt er in den Actionszenen zu alt. Wechselbad der Meinung... Das Bondgirl ist wirklich eine DER Fehlbesetzungen mit Maud Adams aus Octopussy. Einfach nur blass. Worüber ich mich auch immer köstlich amüsieren kann ist, dass "Silicon" mit "Silikon" (statt "Silizium") übersetzt wird. Q sagt allen ernstes, dass Microchips aus Silikon bestehen. Schon drollig irgendwie. Was den Film aber rettet ist einerseits die Story und andererseits die geilen Bösewichter. Die Story finde ich mal wieder etwas "globaler", da hier ganz Silicon Valley platt gemacht werden soll. Grace Jones und Christopher Walken ist mit das beste, was die Bond-Reihe an Fieslingen zu bieten hat. Allein der Spruch, dass Mayday dem ungebetenen Gast eine Erfrischung spendieren soll und ihm dann aus dem Zeppelin schmeißt (man merkte als Zuschauer erst dort, dass die Konferenz in einem Zeppelin spielt), ist teuflisch gut. Insgesamt schlägt der Film auch mal wieder ernstere Töne an. Drei oder vier Jahre früher und etwas mehr Action oder bereits mit Timothy Dalton und der Film wäre ein echtes Highlight geworden. Ich gebe dem Film 3 1/2 Köpfe. Da es diese nicht gibt, erscheinen drei. Vier wäre zu viel des Guten.
 
Wollo, 08.03.10
Glücklicherweise ging es hier tatsächlich wieder etwas aufwärts mit der Serie, auch wenn ich finden muss, dass "uns Roge" hier wirklich nun eindeutig zu alt für die Rolle wirkt. Ansonsten halten sich in diesem letzten Moore-Bond Licht und Schatten in etwa die Waage "Bondgirl" Tanya Roberts ist nicht nur eine gänzlich talentfreie Zone, sie wirkt tatsächlich viel zu jung für Moore, der hier zwar insgesamt wieder ein wenig überzeugender agiert als in "Octopussy", aber eben, wie gesagt, inzwischen einfach viel zu betagt wirkt. Dafür ist der Plot diesmal wieder etwas gelungener und halbwegs auf der Höhe der Zeit, und mit Grace Jones und Christopher Walken gibt es zwei der hinreißendsten Bond-Schurken überhaupt zu bestaunen. Die Actionszenen sind alles in allem als gelungen zu betrachten und Glen gelang es anders als im Vorgängerfilm Moore in den selben so in Szene zu setzen, dass man den Umstand nicht ständig bemerkt, hier einen schwer auf die sechzig zugehenden Mann den Superhelden geben zu sehen. In den Szenen mit Roberts hingegen können Moore und Glen alerdings keineswegs hierüber hinweg täuschen. Der Humor kommt diesmal wieder etwas reduzierter und feiner zum tragen, was aber nicht zwangsläufig für sämtliche Gags gilt. Nach diesem Film machte Moore endgültig und nicht zuletzt auch endlich Schluss mit dem britischen Geheimdienst und überließ die Lizenz zum Töten einem Jüngeren, der leider zu unrecht etwas glücklos bleiben sollte. Aber das ist ein anderes Kapitel!
 
Staudenmaier007, 08.03.10
Nun zu dem "anderen" Kapitel kann ich nur sagen - - auch ein Bond verändert sich mit der Zeit und das ist auch gut so. Fand ich damals mit 10 Jahren Connery und Moore als Bond einfach nur cool kann ich den flachen Witz und die Blümchensexerotik Heute nicht mehr ertragen. Dalton war als Darsteller wesentlich härter ohne den Spur der "bondschen" Gelacktheit. Leider nur kurze Zeit. Dann wurde mit Brosnan wieder der alte Kurs gesteuert. Erst Craig durfte den Weg von "geschüttelt nicht gerührt" zu "geprügelt und geschlagen" gehen. Hart und ohne Kompromisse. Für mich der beste Bond-Darsteller und die lange ersehnte Veränderung der Reihe.
 
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