Die Rückkehr der Untoten

Originaltitel: Night of the Living Dead
Alternativtitel: Night of the Living Dead - Die Rückkehr der Untoten
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1990
Regie: Tom Savini

Darsteller

Figur

Tony Todd   Ben
Patricia Tallman   Barbara
Tom Towles   Harry Cooper
McKee Anderson   Helen Cooper
William Butler   Tom
Katie Finneran   Judy Rose
Bill Moseley   Johnnie
Heather Mazur   Sarah Cooper
David W. Butler   Hondo
Zachary Mott   Bulldog
  
Genre: Zombies, Grusel
Sequels: Die Nacht der lebenden Toten (1968)
Zombie (1978)
Zombie 2 - Das letzte Kapitel (1985)
Die Rückkehr der Untoten (1990)
Dawn of the Dead (2004)
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Inhalt

Die Geschwister Barbara und Johnny wollen auf einem abgelegenen Friedhof das Grab ihrer Mutter besuchen. Plötzlich greift sie wie aus dem Nichts, eine zombieartige Kreatur an. Barbara kann fliehen, doch ihrem Bruder kann nicht mehr geholfen werden. Die schockierte Frau findet ein abgelegenes, scheinbar verlassenes Farmhaus wo sie sich versteckt. Kurz darauf kommt Ben in das Haus, ein Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist vor den Untoten, die nun immer zahlreicher werden. Während Ben versucht, die Fenster und Türen notdürftig zu verbarrikadieren, tauchen plötzlich vier weitere Überlebende auf, die sich die ganze Zeit im Keller versteckt hatten. Die kleine Tochter von einem der beiden Pärchen, liegt unterdessen im Sterben weil das Mädchen vorher von einem der Zombies gebissen wurde. Während sich draußen in der mittlerweile dunklen Nacht, immer mehr Monster um das Haus scharen und versuchen, rein zu kommen, gibt’s drinnen heftige Konflikte und Spannungen zwischen Harry und Ben. Der unberechenbare Harry, der sich immer mehr zum herrschsüchtigen Tyrannen aufspielt und fast schon den Verstand verliert, bringt alle nur noch mehr in Gefahr. Die einzige die einen kühlen Kopf bewahrt ist Barbara. Sie versucht die beiden Streithähne zu schlichten und hat die einzig rettende Idee, nämlich…

Kommentar

22 Jahre nach dem Riesen Erfolg Die Nacht der lebenden Toten von Kultregisseur George A. Romero, wagte sich dessen Freund und Kollege Tom Savini an ein Remake des uralten Schwarz Weiß Klassikers. Savini, der auch schon bei Romeros Filmen DAWN OF THE DEAD und DAY OF THE DEAD für die Special Make Up Effects verantwortlich war, schuf mit seinem eigenen Regiedebüt einen wirklich klasse Horrorfilm, der sich meiner Meinung nach ohne Probleme an dem großen Vorbild messen kann. Anders als im Original spielt hier nicht Ben, sondern Barbara die tragende Rolle des starken Helden und ist auch anders als bisher, die einzig Überlebende. Auch andere Kleinigkeiten wurden umgeändert, wie z.B. wird hier das Grab der Mutter und nicht des Vaters besucht, oder der junge Mann, der sich im Keller versteckt, ist nicht irgendein Fremder, sondern der Neffe des Hausherrn, der sich oben das Leben nahm (Was ich übrigens als einen super Einfall fand, weil es gute Erklärung dazu gibt.). Das Mädel ermordet ihre Mutter nicht so spektakulär mit der Schaufel, sondern beißt ihr einfach nur in den Hals (DAS wiederum sieht wieder geil aus, weil sie den Mund dabei so aufreißt, dass sie richtig gruselig rüber kommt) Auch die Untoten sehen aufgrund des weitaus größeren Budgets viel besser aus. Auch wenn sie richtig klassisch mit langsamen, steifem Gang herum wandeln, die Hände nach vorne gestreckt und starrem Blick, wie man sich eben einen Zombie halt so vorstellt, wirken sie trotzdem gefährlicher aufgrund der aufwendigeren Kostüme, Masken und dem tollen Make up und sorgen so für Spannung. Was mir ein kleines bisschen gefehlt hat waren die Splatterszenen, die hier auch noch das Pünktchen auf dem I gewesen wären. Mit der super passenden Hintergrundmusik, den guten Schauspielern (unter anderem Tony Todd in seiner ersten Rolle, der 3x den „Candyman“ verkörperte) und dem fragwürdigen Schluss muss ich sagen, dass mir diese Version auf jeden Fall besser gefallen hat als das Original. George A. Romero, der auch an der Überarbeitung des Drehbuchs mitgewirkt hat, war von dem Werk übrigens nicht so begeistert, weshalb er sich auch bei der Vermarktung heraus hielt. Viele Fans des Originals sahen das genauso, trotzdem ist der Verkauf von Video und DVD sehr erfolgreich. Eine der härtesten Szenen ist wohl gegen Ende, als die Bürgerwehr mit den Dingern am Baum Zielschießen spielt und man sich dann doch wieder fragt, wer hier wohl wirklich die Monster sind. Diese Lynchszene hat übrigens ursprünglich auch im Drehbuch des Originalklassikers gestanden, wurde jedoch wegen der rassistischen Spannungen, die zu der Zeit in den Vereinigten Staaten auftraten, geschnitten. Richtig gut fand ich auf jeden Fall den überraschenden und coolen Schluss und das Gesicht von Barbara, als sie wieder ins Haus geht, voller Hoffnung – und dann hat ausgerechnet DER überlebt- PENG! "Noch einer fürs Feuer." Echt genial!

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Starlight Video auf VHS und bei Astro auf Laserdisc erschienen. Die DVDs von Graveyard Films sind laut OFDb Bootlegs.

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Weitere Kommentare zum Film

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Wollo, 28.08.08
Der Film als solcher ist prima, handwerklich souverän, spannend, unheimlich atmosphärisch, finster, sogar einstweilen richtig schaurig. Aus dramaturgischer Sicht war es auch durchaus ein cleverer Schachzug, das Ende des Films anders zu interpretieren und die Geschichte der Barbara völlig neu und anders zu erzählen, als es in Romeros Vorlage der Fall war. Wie gesagt, aus rein dramaturgischer Sicht! Andererseits aber ist es im Prinzip auch genau das, was man hier kritisieren muss, nämlich genau jene Änderungen an der Originalgeschichte, denn diese nehmen dem Film eindeutig die politische Brisanz, die den 1968'er Streifen auszeichnete. Im Original war Ben der unbestrittene Held des Filmes, ein Schwarzer, der dann tragischerweise den Kugeln einer Bürgerwehr zum Opfer fiel, der es wahrscheinlich ohnehin egal war, ob die "Zielscheibe" nun untot oder schwarz ist. Das hat auf jeden Fall eine Aussage. Hier teilt sich Ben die Hauptrolle mit Barbara, im Original zwischen Hysterie und Katatonie hin und her pendelnd, agiert sie im Remake genau so heroisch und analytisch wie Ben und bleibt am Ende die einzige Überlebende, die nun zu einer Art Flintenweib und Racheengel mutiert ist, was eher an das übliche Actionvideo-Niveau jener Jahre denken lässt als an sozialkritische Messages. Die kluge Gesellschaftsschelte, die Romero sonst immer gern auf sein Publikum loslässt, fehlt hier somit weitestgehend. Einzig die Darstellung der hinterwäldlerischen sadistischen Bürgerwehrtypen kann ein wenig in die Richtung interpretiert werden, aber andererseits, das muss man auf jeden Fall so sagen, wurde hier auch nicht an Klischees gespart. Man möge mich jetzt nicht falsch verstehen, denn Savini hat schon einen verdammt guten Film abgeliefert, der, würde man das Original vielleicht nicht kennen bzw. es würde gar nicht existieren, schon ziemlich nahe an eine Höchstwertung herankäme, denn aus filmischer Sicht ist der Streifen durchaus gelungen.
 
Gandalf01, 18.10.11
Mit direkten Remakes ist das ja so eine Sache. Mehr als selten reichen sie an das jeweilige Original heran, oft sogar kann man Remakes schlicht in die Tonne treten. Und in diesem Fall hat das Original von 1968, Die Nacht der lebenden Toten, ja nicht weniger als ein ganzes Subgenre im Horrorbereich ausgelöst, den modernen Zombiefilm. Zwar war das Original noch vergleichsweise harmlos, was nun Brutalität bzw. Splatter betrifft, der Film war noch ab 16 Jahren freigegeben. Richtig derb zur Sache ging es dann in der 1978er Version, Zombie, das wie schon der 68er Film vom "Urvater" der Zombies, George A. Romero, erschaffen wurde. Mehr braucht man zu diesen Filmen auch nicht mehr zu sagen, außer, daß die ungekürzte Fassung der 78er Version bis zum heutigen Tag in Deutschland beschlagnahmt ist. Was wiederum typisch Deutschland ist, so viele Indizierungen und Beschlagnahmungen gibt es nur hier, und gerade im Bereich der Zombies wurde sich da ja wahrlich extrem ausgetobt seitens unserer sogenannten Moralapostel, die uns vor uns selbst schützen müssen. Denn wir Erwachsenen sind ja auch so unmündig selbst zu entscheiden, was für uns gut ist, und in jedem von uns steckt ein potentieller Amokläufer, wie die schlauen Politiker ja schon oft genug festgestellt haben. So, das mußte einfach mal sein. Aber zurück zum Thema. Zombiefilme waren schon immer ein Reizthema. Besonders für unsere Zensoren, die sich wohl stets die Hände rieben, daß sie wieder zuschlagen durften. Das war auch 1990 wieder ein Thema, in der ungeschnittenen Fassung von Starlight, die ungeschnitten war, wurde der Film ein Jahr nach der Veröffentlichung indiziert, was wohl auch der Grund dafür ist, daß der Film bis heute brachliegt und keine DVD davon erscheint. Aber ich muß sagen, nach meinem Empfinden ist das mal wieder schlicht übertrieben, außer den vielen Zombie-Tötungsszenen passiert nicht viel derbes, Ausweidungsszenen wie noch 1978 sind hier völlig Fehlanzeige. Die Tötungsszenen der menschlichen Opfer sind da vergleichsweise harmlos. Ich hatte da doch irgendwie mehr erwartet. Aber man kann wohl sagen, wenn die Zombies fressen werden sie beschlagnahmt, wenn nicht, dann bleiben sie harmlos. Genau wie mit heutigen Zombiefilmen, die oft mit Zombies, wie sie noch in den 80er Jahren gewütet haben, nichts mehr zu tun haben. Das mag wohl ein Zeichen der Zeit sein. Die ganz derben Zombies gab es ab 1978 und durch die 80er Jahre, dann hatte sich das Publikum wohl sattgesehen und die Zombies wurden des Fressens müde. Oder so ähnlich, auf jeden Fall gehört diese Fassung von 1990 schon zu den harmloseren Versionen, die sich mehr wieder am Original orientiert und dieses sogar ziemlich genau kopiert. Eine eigenständige Handlung bleibt Fehlanzeige, dafür hat man an anderer Stelle angesetzt. Das Original war ja doch auch sehr gesellschaftskritisch, denn letztlich handelten die Zombies nur instinktiv, um zu fressen, während das eigentlich Böse von den Menschen ausging. Die wenigen Überlebenden, die sich noch gegenseitig attackierten und sich praktisch am Ende selbst vernichtet haben. Es gab auch keine Überlebenden unter den Protagonisten. Diese internen Konflikte wurden hier noch weiter verstärkt - und nach meinem Empfinden übertrieben. Das fängt schon in der Friedhofsszene an, beim Beginn, als sich der Bruder von Barbara gebärdet wie ein Idiot. Bis er stirbt ärgert er nur seine Schwester, bis man ihm den Tod an den Hals wünscht. Aber als Einführung finde ich das völlig daneben, während es andererseits zeigt, was hier zu erwarten ist. Auch Barbara, im ersten Film noch völlig schüchtern, tritt hier als Emanze auf und entwickelt kaum Sympathie. Um ehrlich zu sein, keiner der Akteure kann irgendwie etwas Positives vermitteln, und die Dauerkonflikte beginnen irgendwann schlicht zu nerven. Wie gesagt, 1968 war das Ganze noch innovativ, aber auch dezenter. Hier nervt das alles mit der Zeit, und am ende setzt Barbara dem Ganzen noch die Krone auf. Nicht nur, daß sie hier als Einzige überleben darf, am ende erschießt sie noch den eigentlich zweiten Überlebenden und rechtfertigt Selbstjustiz über einen zugegeben unsympathischen Charakter, der aber auch nur einfach überleben wollte. Und überhaupt, die Sache mit den Zombies. wurden sie auch 1968 schon Haufenweise abgeknallt, so blieb es hier nicht dabei. Jetzt zeigte der Mensch sein wahres Gesicht und nimmt sich Zombies auch, um sadistisch, perverse Spiele mit ihnen zu machen, was wiederum auch in unsere Zeit paßt. Wozu der Mensch fähig ist, was wissen wir ja nur allzu gut, das sehen wir jeden Tag in den Nachrichten. Da paßt so etwas wunderbar dazu. Und das ist mein Problem mit diesem Film, einerseits das Original kopieren, aber dann wieder völlig übertreiben. Für Genre Fans ist der Film auf jeden Fall empfehlenswert. Die Zombies splattern hier zwar nur dezent im Vergleich zu den 80er Jahren, trotzdem kommen Fans durchaus auf ihre Kosten. Und das, was mich stört, wird viele andere nicht jucken, von daher wäre eine Veröffentlichung des Films sicher keine Fehlinvestition. Aber ob der Indizierung wird das wohl genauso unwahrscheinlich bleiben wie bei anderen Zombiefilmen die Aufhebung der Beschlagnahmung...
 
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