Totenchor der Knochenmänner
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Inhalt
Serge Chekov erbt ein altes Schloss in einem abgelegenen Bergdorf, doch schon bei seiner Anreise verhalten sich die Dorfbewohner mehr als merkwürdig. Auf dem Friedhof sieht er eine erhängte Frau, doch keiner will ihm helfen, alle haben Angst in der Dunkelheit vor die Tür zu gehen. Kaum ist er im Schloss, ereignen sich weitere mysteriöse Todesfälle und er gerät unter Mordverdacht. Erst zu spät erkennt er, wer der wahre Mörder ist, doch da sind die Toten schon aus ihren Gräbern entstiegen und ...
Kommentar
Wer bei den beiden herrlichen reißerischen Titeln "Totenchor der Knochenmänner" und "Die Bestie aus dem Totenreich" einen trashigen Horrorshocker erwartet liegt falsch, geboten wird uns ein wahrlich düsterer Gruselfilm. Die spanisch-italienische Produktion setzt seinen Schwerpunkt auf eine düstere Atmosphäre, das abgelegne Bergdorf mit dem alten Friedhof, dem Schloss mit versteckten Geheimgängen und den unterirdischen Katakomben liefert hierzu die perfekte Kulisse. Der Film beginnt direkt mit einer dunklen, sehr melancholischen Musik (einem Totenchor), die eine Gänsehaut verursacht und mir noch Tage lang im Ohr lag, besser kann so ein Film nicht anfangen. Regie führte hierbei der Spanier José Luis Merino (Das Geheimnis von Schloss Monte Christo), in der deutschen Kinofassung wurde aus ihm jedoch Leon Klimosky, wahrscheinlich wollte man auf Grund der höheren Popularität León Klimovsky (Nacht der Vampire) machen, hat sich aber verschrieben. Der Film ist durchwegs spannend und wartet mit einigen Überraschungen auf, so entwickelt sich der Film recht spät noch zu einem Zombiefilm, aber ich will da nicht zu viel vorwegnehmen. Die Zombies selbst kommen auf jeden Fall sehr gut rüber und wirken furcheinflößend. Auch die Charaktere im Film sind sehr gut gewählt, so wohnt der junge Schlosserbe zusammen mit einem dubiosen Wissenschaftler und zwei jungen Frauen, die für etwas dezente Erotik sorgen, zusammen. Daneben gibt es noch einen verschrobenen, nekrophiler Totengräber, der sehr gut durch Jacinto Molina Álvarez alias Paul Naschy (Die Nacht der blutigen Wölfe) verkörpert wird. Der Film hat alles, was ein nostalgischer Gruselfilm braucht. Der Film wurde 1982 in Deutschland indiziert. Die Indizierung ist aber aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar, da gibt es sehr viel härtere Filme mit einer FSK 16 Freigabe, so dass die Indizierung dann auch am 30.11.2007 gestrichen wurde. Wer düstere Gruselfilme mag, wird hier bestens bedient.


Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist in etlichen Auflagen bei VMP (Glasbox und einleger), ITT (Pappschuber), CMV Audiovision (Pappbox und Großbox), Action Video (Einleger), Royal Video (Glasbox) und VTD Dressler (Glasbox) erschienen. Die Veröffentlichungen unter dem Titel "Totenchor der Knochenmänner" haben hierbei ein sehr viel besseres Bild als die Veröffentlichungen unter "Die Bestie aus dem Totenreich", da hier ein anderes Master vorlag. Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Bootleg-DVD, das Bild soll aber angeblich nur ein VHS-Rip sein. In Amerika ist er als Special Edition bei Troma auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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