Die Bande des Captain Clegg
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Inhalt
1776: Ein Mulatte hat die Frau des Piraten Captain Nathaniel Clegg angegriffen. Dafür wird ihm die Zunge herausgeschnitten und er wird auf einer einsamen Südseeinsel ausgesetzt. 16 Jahre später kommen die Truppen des Königs unter der Führung von Captain Collier in das britische Küstendorf Dymchurch in den Sümpfen von Romney, wo einer Sage nach Moorgespenster ihr Unwesen treiben. Mit dabei ist der stumme Mulatte, der damals ausgesetzt und von Collier aufgenommen wurde. Es wurde gemeldet, dass in Dymchurch eine Schmugglerbande ansässig ist. Doch zunächst finden die Soldaten keine Hinweise, das Dorf wurde gewarnt. Unter der Leitung des ansässigen Vikars Dr. Blyss wurden alle Hinweise gut versteckt. Er hat alle Dorfbewohner angewiesen, den Soldaten keine Unterkunft zu gewähren. Doch als der Mulatte den Vikar im Gasthaus sieht, geht er auf ihn los. Die Soldaten bleiben und übernachten in einer Scheune. Da in der Nacht eine größere Menge Schnaps aus der Stadt gebracht werden muss, lockt der Vikar die Soldaten mit der Geistersage ins Moor, aber Captain Collier durchschaut das Spiel. Er zwingt den einheimischen Führer, die Soldaten zum Versteck der Schmuggler zu bringen. Diese konnten zwar in letzter Sekunde entkommen, aber Collier ist dem Geheimnis dicht auf der Spur. In der Stadt verhaftet er Harry Cobtree, der wegen eines Streites um Imogene, der Tochter des Captain Clegg, verraten wurde. Doch als der Gefangene durchs Moor zum Schiff gebracht werden soll, tauchen die Moorgespenster auf und befreien ihn. Nun weiß Collier, wer dahinter steckt und wer der Vikar wirklich ist. Er ...
Kommentar
Die Hammer Studios, die durch atmosphärische Gothic-Horrorfilme bekannt wurden, versuchten auch in anderen Bereichen Fuß zu fassen. So war dies nach "Die Piraten am Todesfluss" der zweite von drei Piratenfilmen. Die Geschichte fängt direkt mit der Bestrafung des Mulatten an. Danach geht es sofort mit der Gruselgeschichte um die Moorgeister weiter, um dann mehr und mehr zu einem Krimi zu werden. "Die Bande des Captain Clegg" ist also ein fröhlicher Genre-Mix, der mit etlichen Charakterdarstellern glänz. Die Rolle des Vikars ist Peter Cushing (Asylum) wie auf den Leib geschrieben, er ist wie immer brillant. Mit dabei ist auch der junge Oliver Reed (Avanaida - Todesbiß der Satansviper) und der aus unzähligen Hammer-Filmen bekannte Michael Ripper (Das schwarze Reptil). Für den Regisseur Peter Graham Scott war dies die einzige Auftragsarbeit, die er für Hammer machte. Der Film selbst ist sehr atmosphärisch gefilmt, die Moorgespenster sind schwarz gekleidete Reiter, denen mit reflektierender Farbe ein Skelett aufgemalt wurden. Diese wurden dann im dichten Nebel nachts mit Strahlern angeleuchtet und fertig ist die Gruselshow. Das ganze wirkt heute natürlich etwas altbacken, hat aber Charme. Die Geschichte selbst wird unterhaltsam vorangetrieben. Auch wenn Story leicht vorhersehbar ist, wartet sie mit ein paar kleine Überraschungen auf. Leider ist der gute Film hierzulande nahezu unbekannt, er ist in Deutschland nur auf VHS bei Atlanta Video unter dem Titel "Fluch der Verdammten" erschienen. Das verwendete Covermotiv hat allerdings nichts mit dem Film zu tun. Eine vernünftige Veröffentlichung wäre wünschenswert.


Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
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Veröffentlichungen
Der Film ist am 10.7.2009 bei Koch Media in der Hammer Collection mit der Nr. 09 auf DVD erschienen, auf VHS wurde er bei Atlanta Video unter dem Titel "Fluch der Verdammten" veröffentlicht, die Auflage ist aber recht selten. Bei Intervision ist er unter dem Titel "Die Verfluchten" mit zwei verschiedenen Covermotiven auf VHS erschienen. Er lief hierzulande auch bereits einige male im Fernsehen.
Filmbewertung
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