Die purpurnen Flüsse
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Inhalt
Der legendäre Polizeiinspektor Pierre Niémans und der hitzköpfige Oberkommissar Max Kerkerian untersuchen an zwei verschiedenen Orten unterschiedliche Verbrechen, die auf geheimnisvolle Weise miteinander verknüpft sind. Während einer von beiden eine Grabschändung mit scheinbar neonazistischem Hintergrund untersucht, wird der andere in eine abgelegene Universitätsstadt hoch in den Alpen gerufen. Bei der Friedhofsschändung wurde das Grab eines Mädchens, das vor Jahren auf mysteriöse Weise ums Leben kam, mit Hakenkreuzen beschmiert. Als der Polizist in der Grundschule die Akten des Mädchens anschauen möchte, sind diese plötzlich alle verschwunden. Auch der grausige Mord in den Alpen beim anderen Kommissar ist absolut mysteriös. Die schwer misshandelte und brutal verstümmelte Leiche stellt die Polizei vor Ort vor ein nahezu unlösbares Rätsel. Als sich die beiden Kommissare bei den Ermittlungen über den Weg laufen und erkennen, dass ihre zwei Fälle miteinander in Verbindung stehen, tun sie sich widerwillig zusammen. Unfreiwillig machen die beiden sich nun gemeinsam auf die Suche nach dem eiskalten Mörder. Es dauert nicht lange, da tauchen weitere bizarre, grausam ermordete Leichen auf, die alle auf denselben Täter hinweisen. Ihre Nachforschungen führen sie in eine abgeschiedene Eliteuniversität, da alle Opfer Mitarbeiter des Lehrinstituts waren. Dort stößt das gegensätzliche Ermittler-Duo auf ungeheuerliches: Kinder und Babys wurden dort aufgrund Inzests Opfer genetischer Experimente. Mit diesem Wissen bringen sich die beiden Kriminalbeamten nun in höchste Lebensgefahr. Bei einem Kampf auf Leben und Tod enthüllen sie im ewigen Eis der Gletscher das Geheimnis der purpurnen Flüsse.
Kommentar
Die purpurnen Flüsse ist ein französischer, atemlos inszenierter Psycho-Thriller aus dem Jahre 2000 von Mathieu Kassovitz. Das Drehbuch zu diesem großen Publikumserfolg stammt von Jean-Christophe Grangé nach seinem gleichnamigen Roman. Ausgezeichnet mit insgesamt neun Nominierungen, u. a. fünf für den „César“, überzeugt er nicht nur durch eine super mysteriös-gruselige Story, tollen Spezialeffekten, eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen, sondern auch mit den fantastischen Darstellern. Der französischer Schauspieler Jean Reno, der in seinem Heimatland bereits ein Star war, wurde 1994 erst mit „Léon – Der Profi“ auch international bekannt. Im November 1999 wurde er für seine Verdienste um den französischen Film von Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Für den französischen Schauspieler, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Synchronsprecher Vincent Cassel ist es nicht die erste Zusammenarbeit mit dem befreundeten Regisseur Mathieu Kassovitz. Unter seiner Regie kennt man ihn bereits aus Filmen wie „Hass“, „Jefferson in Paris“ oder „Liebe und Lügen“. Für seine Darstellung des unkonventionellen Kriminalkommissars Max Kerkerian wird er für den europäischen Filmpreis nominiert. Auch wenn der erste Teil – in dem sich Vincent Cassel in einer Kampfszene sogar die Nase brach, äußerst erfolgreich in den Europäischen Kinos lief, verzichtete er 2004 jedoch in der Fortsetzung „Die Engel der Apokalypse“ mitzuwirken und wurde durch Benoît Magimel ersetzt. Sein Vater, Jean-Pierre Cassel, in der Rolle des Dr. Bernard Chernezé, starb nach langer Krankheit am 19. April 2007 in Paris. (Sein letzter Film - Asterix bei den Olympischen Spielen, in dem er den Miraculix verkörperte - kam Anfang 2008 in die deutschen Kinos) Auch wenn mir das Buch wesentlich besser gefallen hat, weil hier vieles besser und detaillierter erklärt wird, was im Film einfach weggenommen wurde, hat der Film trotzdem alles, was ein guter Thriller braucht, Atmosphäre, Spannung, er ist blutrünstig und mysteriös. Gut, der überraschende Schluss ist ein bisschen komisch und so mancher, der das Buch nicht kennt, wird sich hier ein bisschen überfordert fühlen.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist in mehreren Auflagen bei BMG Video / UFA und Universum Film / UFA auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse
Stand: 09.02.2010 13:10:14
Das Imperium der Wölfe (Einzel-DVD)
Stand: 09.02.2010 13:10:21
Léon - Der Profi - Ultimate Edition [Blu-ray]
Stand: 09.02.2010 13:09:23
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Weitere Kommentare zum Film
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| Mc-T, 09.03.09 |
| Die purpurnen Flüsse ist ein atemraubender Thriller. Der vom Franzöischen Regiesuer Mathieu Kassovitz Spanndend von auch Actionreich vorgetragen wird . aber auch die darsteller muss man hier ins Licht rücken. Jean Reno und Vincent Cassel haben Ihre parts in diesem Thriller hervorragend gespielt. meine wertung 5 von 5 möglichen Punkten. |
| Ruthven, 16.12.09 |
| Ich will unserer Berti, der guten Seele dieser Seiten, bestimmt nicht vor’s Schienbein treten, doch in diesem Fall muß ich ein ebenso klares wie subjektives Veto einlegen: „Die purpurnen Flüsse“ ist einer der schlechtesten Filme die ich je auf der großen Leinwand gesehen habe. Die Story ist hanebüchen, der Plot absolut abgedroschen (eine böseböse Nazi-Verschwörung, uiiuiiuii), die Auflösung lächerlich, und ob man nun das Buch gelesen hat oder nicht: Überfordert wird hier bestimmt niemand, außer vielleicht der gesunde Menschenverstand. Eine allenfalls solide Ausgangsposition wird gnadenlos verschenkt. Optisch bietet der Film sicher manche schöne Einstellung, aber er folgt keinem inszenatorischen Konzept – einer hübschen Kamerafahrt folgt eine hysterisch geschnittene Kampfszene, die in ihrer Möchtegern-Coolness einfach nur lachhaft wirkt. Der Film fällt bei allem Stilisierungswillen einzig durch seine in jeder Einstellung epigonale Stillosigkeit auf. Gewiß ist Jean Reno ein feiner Darsteller, doch er gehört offensichtlich zu den Akteuren, die einen Regisseur brauchen, der sich auf Schauspielführung versteht, und hier suchte Reno einen solchen vergeblich. Seine pure Präsenz reißt zwar manches heraus und ist noch das Beste an diesem klischeebeladenen Thrillerchen, doch wird selbst er angesichts des denkbar platten Drehbuchs und der planlosen Regie fast zur Karikatur seiner selbst: Man möchte kaum glauben, daß dieser Mann mal Leon war. Dieser Film gehört leider zum Bodensatz des an Perlen gewiß reichen französischen Mainstream-Kinos der letzten fünfzehn Jahre. Das war zwar böse, mußte aber mal gesagt sein.... |
| Berti, 20.12.09 |
| Tja wenn ich den Film nochmal genauer betrachte und ihn mit dem genialen Buch vergleiche, muss ich ehrlich gesagt doch einen Punkt abziehen weil er doch stellenweise - vor allem zum Schluss etwas unlogisch ist und sehr verwirrend. Aber ansonsten find ich ihn nach wie vor echt spannend umgesetzt mit fabelhaften Darstellern (ich find den Reno einfach cool. Ob das jetzt gutes Schauspielern ist oder nicht, mir gefällt seine arrogante Art einfach), gutem Score und einer interessanten Story. Die "böseböse Nazi-Verschwörung" fand ich doch recht gut erzählt und etwas gruselig bei näherem darüber nachdenken. Also wie gesagt- mir gefällt der Film, ich find ihn spannend bis auf die Logiklöcher und den Schluss. Aber ansonsten doch recht solide. Ein Punkt ist doch schon etwas übertrieben. Das hat er meiner Meinung nach nicht verdient. Aber Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden. |
| schnuff, 23.12.09 |
| Danke Ruthven, Du hast die Sache auf den Punkt gebracht. Es gibt kaum einen Film der letzten Jahre, bei dem ich dermßen enttäuscht wurde. Für mich ist dieser Film so überflüßig wie ein Kropf. Leider gab es ja auch noch einen zweiten Teil, den ich mir aber bisher geschenkt habe. |
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