Die Hand an der Wiege
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Inhalt
Michael, die kleine Tochter Emma und die schwangere Claire sind eine Bilderbuchfamilie. Als Claire bei einer Routineuntersuchung von dem neuen Frauenarzt sexuell belästigt wird, erstattet sie Anzeige, worauf sich auch noch weitere Frauen melden, die von dem Arzt begrapscht worden sind. Der berühmte Arzt nimmt sich darauf das Leben, indem er sich erschießt. Für seine schwangere Witwe bricht die Welt zusammen: Ihr Mann ist tot, das Leben im Wohlstand beendet, da er sie mittellos zurück lässt, und durch den Schock verliert sie ihr Kind durch eine Fehlgeburt. Die schwer traumatisierte Peyton macht nun Clair dafür verantwortlich, die in der Zwischenzeit das Baby bekam und die Sache mit dem Arzt schon vergessen hat. Unter einem falschen Namen bewirbt sich Peyton bei der jungen Familie als Kindermädchen, die sie aufgrund ihrer Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit auch prompt einstellt. Sie ahnen nicht, dass es sich bei dem scheinbar perfekten Babysitter um die Witwe ihres ehemaligen Gynäkologen handelt! Mit Tricks, Intrigen, Drohungen und sogar Mord versucht sie Schritt für Schritt Claire zunächst das Baby und schließlich auch ihren Mann Michael abspenstig zu machen. Nur der geistig behinderte Salomon spürt, dass mit Peyton irgendwas nicht stimmt. Als er und auch Clairs beste Freundin durch Zufall Peytons Geheimnis herausfinden, werden beide aus dem Weg geräumt! Als sich nun auch Michael auf die Seite seiner Frau stellt, beginnt ein mörderischer Zweikampf....
Kommentar
"Die Hand an der Wiege" ist ein raffiniert-meisterhaft inszenierter, atemberaubender Psychotriller mit Spannungsgarantie bis zum Schluss. Regisseur Curtis Hanson ("Das Schlafzimmerfenster", "L.A. Confidential", "8 Mile") gelang ein Thriller, dessen Spannung sich bis zum gewalttätigen und explosiven Finale sogar noch ständig steigert. Der Schauspielerin (auch Regisseurin und Filmproduzentin) Rebecca De Mornay brachte er 1992 den internationalen Durchbruch. Für die Rolle des kühl berechnenden, vor Hass und Rache schreienden Racheengels wurde sie mit dem "MTV Movie Award" als bester Filmbösewicht und in der Kategorie beste Schauspielerin für denselben Preis nominiert. Rebecca de Mornay spielte das blonde Kindermädchen derart beklemmend und überzeugend, dass sie in den USA nach diesem Kinohit Probleme mit Bewerbungen hatte! Neben dem Super-Bösewicht gibt es noch andere hochkarätige Schauspieler wie die kleine Madeline Zima, dessen Filmdebut 1993 für den "Young Artist Award" nominiert wurde. Ebenso Graeme Revell. Er gewann für die Rolle des dunkelhäutigen, geistig behinderten Arbeiter den "ASCAP Award", weil er so sympathisch und authentisch wirkte. Das Besondere an diesem Film ist unter anderem die fesselnde und beklemmende Atmosphäre, weil man weiß, was Peyton vorhat. Man erkennt mit Entsetzen, dass niemand ihr falsches Spiel durchschaut und beobacht fasziniert ihre diabolisch-genialen Tricks und Intrigen. Als Peyton richtig loslegt (Szene in der Toilettenkabine!!), stockte mir manchmal der Atem, denn sie beherrscht ihre Mimik so gut, dass man richtig Angst vor ihr bekommt. Der Film ist nichts für schwache Nerven, er wurde nicht umsonst 1993 als Bester Horrorfilm für den Saturn Award nominiert. Kleine Infos noch am Rande: Julianne Moore hat im Gegensatz zu sonst hier nur eine kleine Nebenrolle. Für die Rolle des Michael Bartell war zu Beginn eigentlich Kevin Spacey vorgesehen und Rebecca De Mornay wollte eigentlich die Rolle der Tinkerbell in Hook haben, die aber dann Julia Roberts bekam, und sie sich dann (Gott sei Dank) mit der blonden, bösen Furie begnügte.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film iust bei Buena Vista Home Entertainment / Hollywood Pictures Home Video / Warner Home Video auf DVD erschienen.
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