Das Schlafzimmerfenster
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Inhalt
Terry hat ein Verhältnis mit der Frau seines Chefs. Während einer gemeinsamen Nacht, als sie im Bett liegen, hören sie gegen 2 Uhr früh von draußen die Schreie einer Frau. Während Terry noch im Bett liegt, beobachtet sie von seinem Schlafzimmerfenster aus, wie ein Mann auf der Straße brutal über eine junge Frau herfällt. Als Sylvia versucht das Fenster zu öffnen, wird der Vergewaltiger auf sie aufmerksam und lässt in letzter Sekunde noch von der Frau ab. Am nächsten Tag lesen Sylvia und Terry in der Zeitung, dass eine halbe Stunde nach dem Überfall ganz in der Nähe eine andere junge Frau vergewaltigt und ermordet wurde. War es derselbe Täter? Der, den Sylvia deutlich gesehen hat? Um ihr heimliches Verhältnis nicht auffliegen zu lassen und um sie vor kompromittierenden Enthüllungen zu schützen, lässt sich Terry den Täter von Sylvia beschreiben und geht an ihrer Stelle als Tatzeuge zur Polizei. Dort verstrickt er sich aber in Widersprüche und den Polizisten wird klar, dass er nicht Zeuge gewesen sein kann und gerät bald selbst unter Mordverdacht. Als zwei weitere Mädchen gefunden werden und Terry sich immer verdächtiger macht, taucht er unter und beschließt mit Denise, dem ersten Opfer, das Dank seiner Geliebten entkommen konnte, den Täter auf eigene Faust zu finden. Da Sylvia ihn zwar entlasten könnte, sie ihn aber nicht unterstützen möchte, weil sie Angst hat, dass ihr Mann so von der Affäre erfahren könnte, bleibt ihm nur eine Chance seine Unschuld zu beweisen: Er will mit Hilfe von Denise, die den Lockvogel spielen soll, dem Vergewaltiger eine Falle stellen. Doch der Plan geht schief...
Kommentar
"Das Schlafzimmerfenster" ist ein intelligenter und ansprechender Serienkiller-Thriller im Hitchcock-Stil. Nicht zu verwechseln mit dem Richtigen Hitchcock Klassiker "Das Fenster zum Hof", was mit diesem Film aber fast nichts gemeinsam hat bis auf die Spanner am Fenster. Der geschickt konstruierte Thriller von Curtis Hanson (Meisterwerk "L. A. Confidential") bietet nicht nur unglaubliche Spannung und Zitate aus Orson-Welles-Filmen, sondern auch hervorragende Besetzung. Die schöne Isabelle Huppert (die Klavierspielerin) ist eine bereits mehrfach ausgezeichnete, französische Schauspielerin, Elizabeth McGovern kennt man z.B. aus "Johnny Handsome – Der schöne Johnny", "Die Geschichte der Dienerin" oder "She's Having a Baby", und der US-amerikanischer Schauspieler Steve Guttenberg dürfte mit weltbekannten Filmhits wie "Police Academy", "Cocoon" oder "The Day After", mittlerweile sowieso jedem bekannt sein. Eine meiner Lieblingspassagen aus dem Film ist die spannende Gerichtsverhandlung. (Terrys Geliebte, die inkognito in den Zuschauerreihen sitzt, versucht ihm von dort aus Zeichen zu geben, die er ohne Brille aber nicht sieht, vom Killer selbst aber nicht unbemerkt bleibt...) Für manchen könnte dieser Film etwas langweilig wirken, weil er im Gegensatz zu anderen originellen Psychothrillern keine Schockeffekte oder sonstige großartige Überraschungen vorkommen, außerdem kennt man den Mörder hier von Anfang an, weshalb die Szenen aber immer besonders düster und spannend rüber kommen, wenn er wieder ein neues Opfer im Visier hat. Da ich Serienkiller-Thriller liebe, ist auch dieser einer meiner Favoriten. Der charismatische Killer ist richtig perfekt für die Rolle und die super spannende Jagd zum Schluss sowieso.Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Kinowelt Home Entertainment auf DVD erschienen.
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