Stigmata

Originaltitel: Stigmata
Alternativtitel: Toby's Story
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1999
Regie: Rupert Wainwright

Darsteller

Figur

Patricia Arquette  Frankie Paige
Gabriel Byrne  Pater Andrew Kiernan
Jonathan Pryce  Kardinal Daniel Houseman
Nia Long  Donna Chadway
Thomas Kopache  Pater Durning
Rade Serbedzija  Marion Petrocelli
Enrico Colantoni  Pater Dario
Dick Latessa  Pater Gianni Delmonico
Portia de Rossi  Jennifer Kelliho
Patrick Muldoon  Steven
Jack Donner  Pater Alameida
  
Genre: Okkult, Thriller
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Inhalt

Der Wissenschaftler und Priester Pater Kiernan untersucht für die Kirche Phänomene, die die Menschen als Wunder bezeichnen. In der brasilianischen Kleinstadt Belo Quinto untersucht er bei der Beerdigung von Pater Alameida eine Blut weinende Statue, wo er jedoch keinen Hinweis auf menschliches Zutun finden konnte. Doch anstatt weitere Untersuchungen anzustellen, wird er von der Kongregation nach Pittsburgh gesendet, wo Frankie Paige unter Stigmata ähnliche Wunden leidet. Da Frankie jedoch eine erklärte Atheistin ist, schließt Pater Kiernan Stigmata aus, da diese bisher nur von sehr frommen Menschen empfangen wurden. Doch nachdem Frankie weitere Stigmata empfängt, wird Pater Kiernan Zeuge, wie sie in einer fremden Sprache spricht. Am nächsten Tag hat sie wie von einem Geist besessen ihre Wände in einer fremden Sprache beschrieben. Kiernan fotografiert dies und sendet einem befreundeten Übersetzer im Vatikan Fotos davon. Dieser erkennt, dass es sich um das Thomasevangelium handelt, woran er einst an der Übersetzung gearbeitet hat. Er warnt Kiernan, da dies die Evangelien-Kommission unter der Leitung von Kardinal Houseman um jeden Preis geheim halten will. Es handelt sich hier um das älteste Evangelium, welches angeblich in den Worten von Jesus selbst geschrieben ist. Das Evangelium würde die katholische Kirche in den Grundfesten erschüttern. Doch Kardinal Houseman hat bereits mitbekommen, auf was Kiernan gestoßen ist. Er reist selbst nach Pittsburgh, um sich der Sache anzunehmen. Zu spät erkennt Kiernan, zu welch teuflischen Mitteln Kardinal Houseman greift, um die Kirche zu schützen. Er ...

Kommentar

Mit Stigmata gelang es Regisseur Rupert Wainwright einen wirklich spannenden und interessanten Mystery-Thriller über die finsteren Machenschaften der Kirche in Szene zu setzen. Der Film übt eine offenkundige Kritik an die katholische Kirche aus, die hier Wahrheiten vertuscht, um ihre eigenen Interessen zu wahren und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Ein Film, den die Kirche sicherlich nicht gerne sieht. Im Film geht es um das 1945 gefundene Thomasevangelium, welches eines der ältesten und ursprünglichsten Evangelien ist, von der Kirche aber nicht anerkannt wird. Zwar gibt es hier ein paar Fehler, so ist das Evangelium nicht in aramäisch geschrieben und es wird auch nicht von der Kirche geheim gehalten, es wird in Kairo aufbewahrt und der Text ist frei zugänglich. Wie der Titel bereits verrät geht es im Film auch um Stigmata, die hier eine Atheistin ungewollt empfängt. Stigmata sind von selbst auftretende Wundmale, wie sie Jesus bei der Kreuzigung zugefügt wurden. So erhält Frankie Löcher durch ihre Unterarme und Füße, wird am Rücken ausgepeitscht und die Stirn wird wie von einer Dornenkrone zerstochen. Das letzte Stigmata wäre ein Speer, der in die Seite gestochen wurde. Optisch wurden die Szenen, wo die Stigmata auftreten, sehr imposant ausgearbeitet. Generell ist der Film sehr gut umgesetzt, sowohl optisch als auch von den Effekten her. Die Auswahl der Darsteller ist hier optimal gelungen, Frankie wird von Patricia Arquette (Nightmare 3 - Freddy Krueger lebt) genial verkörpert, sie spielt eine punkige Frisöse, die aber auch weich und empfindlich ist. Sie wird vom Geist von Pater Alameida besessen, um das verschollene Evangelium zu verkünden. Gabriel Byrne (End of Days - Nacht ohne Morgen) spiel den Pater Kiernan, der zwar Priester ist, aber auch Wissenschaftler. Er untersucht und widerlegt sogenannte Wunder. Und als er dann an Frankie selbst miterlebt, wie sie stigmatisiert wird und von einer fremden Macht besessen ist, versucht Kardinal Houseman, der von Jonathan Pryce (Brazil) wirklich sehr teuflisch dargestellt wird, die Interessen der Kirche zu schützen, indem er sie tötet. Am Ende im Part ist im Hintergrund eine Statue von Franz von Assisi zu sehen. Dieser wurde als erster im 13. Jahrhundert stigmatisiert. Der Film schafft es, den Zuschauer über die volle Länge zu fesseln und regt zum Nachdenken an. Er zählt für mich zusammen mit "Der Exorzist" zu den besten Mystery-Thrillern mit religiösem Hintergrund.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist in mehreren Auflagen bei MGM auf DVD erschienen.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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Berti, 03.02.08
Besser hätte man dieses Review nicht schreiben können, denn hier wurde alles gesagt was diesen fantastischen Film ausmacht. Die Schauspieler sind wirklich hervorragend und sehr charismatisch. Die Musik in dem Film passt super dazu und die Effekte sind auch großartig. Ich habe diesen Film schon sehr oft gesehen, und kann ihn mir immer wieder anschauen, denn langweilig wird er mit Sicherheit nicht. Spannend, gruselig und regt zum Nachdenken an. Eine gute Mischung.
 
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