Nächte des Grauens
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Inhalt
Cornwall, Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf häufen sich seit einigen Monaten unerklärliche Todesfälle, der ansässige Arzt Dr. Peter Tompson ist ratlos. Er bittet seinen alten Professor, Sir James Forbes, um Hilfe. Dieser reist sofort mit seiner Tochter Sylvia, einer alten Schulfreundin von Tompsons Frau, an. Dr. Tompsons Arbeit wird durch den Gutsherrn Clive Hamilton erschwert, so dass ihm immer eine Autopsie untersagt wurde. Gemeinsam mit Sir Forbes will er die letzte Leiche ausgraben und untersuchen, sie finden jedoch nur ein leeres Grab vor. Als dann Tompsons Frau ermordet wird, wird das letzte Opfer als wandelnde Leiche gesehen. Die Spuren führen zu Hamilton, der ...
Kommentar
Mit "Nächte des Grauens", der im Original "The Plague of the Zombies" heißt, liefern die britischen Hammer-Studios ihren ersten und einzigen Zombiefilm ab. Als Vorlage diente die Geschichte "The Zombie" von Peter Bryan. Die Regie wurde John Gilling (Die Letzten von Fort Kandahar, Das schwarze Reptil), der zuvor bereits einige Male für Hammer arbeitete, übertragen. Der Film wurde in den gleichen Kulissen in den Bray Studios wie Das schwarze Reptil gedreht, diese wurden jedoch stark umdekoriert, damit dies nicht auffiel.Der Film spielt in einem kleinen Dorf in Cornwall, wo sich seit einigen Monaten seltsame Todesfälle häufen. Der ansässige Arzt weiß keinen Rat und bittet den Professor Sir James Forbes, der mit André Morell (Herrscherin der Wüste) wirklich perfekt besetzt ist, um Rat. Sie entdecken, dass die Gräber leer sind. WI sich herausstellt, ist ein Voodoo-Priester auf die Idee gekommen, seine Zinnmiene mit Zombie-Sklaven, die mit der Peitsche zur Arbeit angetrieben werden, zu betreiben.
Der Film kommt ohne die beiden Hammer-Stars Christopher Lee und Peter Cushing aus, was ihm aber keinen Abbruch tut. Die Hauptdarsteller André Morell, Diane Clare, Brook Williams und John Carson können allesamt überzeugen, und dann wären da noch die Zombies, die durch ihre modrige Haut richtig gespenstisch und furchteinflößend wirken. Diese sind hier nicht wie bei Romero menschenfressende Ungeheuer, sondern per Voodoo wiederbelebte und ihrem Meister gehorsame Sklaven. Die Kulissen sind allesamt sehr stimmungsvoll und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt, dazu noch ein paar exotische Voodoo-Rituale, einfach traumhaft.
Für mich mit einer der besten Hammer-Filme, der seinerzeit als Double-Feature mit Blut für Dracula ins Kino kam und sehr erfolgreich lief.
Fazit: Eine stimmungsvolle Grusel-Granate, die auch heute noch auf der ganzen Linie überzeugt.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist ungekürzt bei Anolis Entertainment / e-m-s mit tollem Bild in der Hammer Edition auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| Alfie, 01.05.10 |
| Mit dem 1966 gedrehten „The Plague of the Zombies“ nahmen sich die Hammer Studios, schon 2 Jahre früher als George A. Romero dem Thema Zombies an. Erst 1968 schuf Romero mit „Night of the Living Dead“ sein Meisterwerk und der Film wird immer wieder als der Ur-Zombie Film genannt, der den Zombie Film in ein neues Zeitalter führte. Doch eigentlich müsste Hammer´s „Nächte des Grauens“ diesen Titel zugesprochen bekommen. Man merkt schon das Romero sich bei Hammer zumindestens inspirieren ließ für seinen Film, was vor allem in der Traumsequenz im Film deutlich zu merken ist. Der Film kann von der ersten bis zur letzten Minute voll überzeugen. Die Masken der Zombies wissen zu gefallen, die Location vom Film sind wie so oft bei Hammer grandios, vor allem die Szenen im Bergwerk kommen stimmungsvoll herüber oder auch die nebelverhangenen Wälder und die Friedhofsszenen lassen eine Gruselstimmung aufkommen. Auch die Schauspielcrew wurde mit bedacht gewählt und macht ihre Sache hervorragend. Mit Brooke Williams, Diane Clare und allem voran Andre Morell als Professor Forbes können überzeugen. Nicht zu vergessen als Polizist der sympatische Michael Ripper, der in vielen anderen Hammer Filmen zu sehen ist. Regisseur John Gilling liefert hier ein Gruselfilm der Extraklasse ab. Halt ein Filmjuwel aus dem Hause Hammer, was ein wenig in Vergessenheit geraten ist, aber es wurde halt nicht nur von Romero ein Zombiefilm in den 60er Jahren gedreht, auch Hammer bediente sich des Themas und das schon früher und mit erheblich mehr Aufwand. Klar kann man beide Filme von der Story her nicht miteinander vergleichen, aber es gab halt nicht nur ein Meisterwerk des Zombiegenres. |
| schnuff, 01.05.10 |
| Dieser Film ist mit seinen tollen Kulissen und Kostümen ein wirklich gelungener Gothic Horror der Hammer Schmiede. Doch gilt Romero für mich nach wie vor als Urvater der Zombiefilme, denn er hat die Zombies als erstes als menschenfressende Untote gezeigt. In allen Filmen zuvor - wie aunh in diesem - sind Zombies Tote, die von einem Hexenmeister zurück ins Leben gerufen wurden und auf dessen Befehle gehorchen. Sie sind so zu sagen die Sklaven oder auch 1Euro-Jobber der Untotenwelt. Roemeros Zombies gehorchen keinem Herren, sie sind einfach da und haben Hunger auf lebendes Fleisch. Daher hat Romero in der Tat ein neues Genre geschaffen. Beide Formen des Zombiefilmes haben ihren Reiz wie ich finde, daher schaue ich mir auch dieses Meisterwerk immer wieder gerne an. |
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