Der Kreuzmörder
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Inhalt
Victor wurde als Kind von seiner Mutter streng katholisch erzogen, während er vom Pfarrer, in dessen Obhut sie ihn anvertraute, missbraucht wurde. Heute ist er von einem Dämon besessen, der ihn zwingt, junge Frauen brutal zu ermorden und zu schänden. Seine Opfer kennzeichnet er mit einem Kreuz, welches er auf den Rücken in die Haut schneidet. Die Polizei tappt nach 11 Morden noch komplett im Dunkeln, während Victor bereits seinem nächsten Opfer nachstellt und ...
Kommentar
Mit seinem zweiten Spielfilm zeigt Regisseur Rafael Lara (Guerrilla War - Gefangen in der Hölle), dass Mexiko als Filmland einiges zu bieten hat. Dieser religiöse Serienkiller-Thriller hebt er sich von anderen Werken deutlich ab.
Zunächst ist von Anfang an klar, dass Victor der Täter ist, der 11 junge Frauen bestialisch ermordet und geschändet hat. Dieser ist aber zugleich auch Opfer seiner Erziehung. Seine streng religiöse Mutter hat ihn regelmäßig zum Pfarrer geschickt, doch anstatt den Katechismus zu lernen, wurde er von ihm missbraucht. So fehlgeleitet entwickelte sich ein religiöser Fanatismus, der ihn zwingt, diese Gräueltaten durchzuführen. Hierbei steht der Trhiller-Aspekt oftmals im Hintergrund, so dass er als Thriller ehr lahm ist. Dafür punktet er ganz klar als Drama, wo die Beweggründe für Victors Handeln hinterleuchtet werden. So empfindet der Zuschauer trotz der abscheulichen Taten immer noch eine gewisse Sympathie für den Täter. Auch ist die Herangehensweise an das Opfer sehr gut umgesetzt. So bewundert er das junge Mädchen, stellt ihr nach, zeichnet sie, knüpft Freundschaft, um dann gnadenlos zuzuschlagen.
Wer auf Grund der 18er Freigabe viel Gewalt erwartet, wird enttäuscht. Es werden zwar brutale Szenen gezeigt, das Grausamste findet jedoch im Kopf statt. So wird auch in der Rückblende nur explizit angedeutet, dass Victor vom Pfarrer missbraucht wurde, was aber trotzdem wie ein Schlag in die Magengrube wirkt. Hier wurde alles richtig gemacht.
Fazit: Eine gelungene Mischung aus Drama und Thriller mit fanatisch-religiösem Hintergrund, der sich positiv von der Masse abhebt.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Ascot Elite Home Entertainment auf DVD und Blu-ray erschienen.
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