Das Haus der lachenden Fenster
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Inhalt
Der junge Restaurator Stefano reist in ein kleines Dorf, um dort das Fresko "Martyrium des Heiligen Sebastian" des Malers Buono Legnani, der im Ort unter dem Namen Maler des Todes bekannt war, zu restaurieren. Kaum hat er seine Arbeit aufgenommen, bekommt er seltsame Anrufe, die ihn überzeugen wollen, seine Arbeit niederzulegen. Sein Freund Antonio, der ihm den Job verschaffte, offerierte ihm, dass er eine absurde Geschichte im Dorf aufgedeckt hat. Gerade, als er ihm alles erklären will, wird Antonio jedoch vor seinen Augen ermordet. Doch Stefano lässt sich hiervon nicht abhalten, er geht der Geschichte nach, ohne zu wissen, in welche Gefahr er sich und seine neue Freundin bringt. Er erfährt, dass die beiden Schwestern des verstorbenen Malers einst Menschen geopfert haben, damit dieser sie im Augenblick des Todes malen konnte. Doch auch heute noch stimmt etwas mit dem Dorf nicht, alle verhalten sich merkwürdig und verschlossen, doch ...
Kommentar
Lange hat es gedauert, bis diese Filmperle des italienischen Horrorfilms nach Deutschland kam. Der 1976 in Italien gedrehte Streifen wurde erst 2012 eingedeutscht und auf DVD ausgewertet. Zum Glück wurde genug in die Synchro investiert, so dass diese durchwegs authentisch wirkt und zur Entstehungszeit passt.
Regisseur und Autor Pupi Avati (Neun Leichen hat die Woche) beginnt ganz unverfänglich in einem friedlichen Dorf, wo ein Restaurator ein Fresko instand setzen soll. Er nimmt sich die Zeit, Handlung und Charaktere langsam zu entwickeln. Hierbei verdichtet die Atmosphäre zunehmends. Es wird offenbart, dass dieses Dorf ein Geheimnis pflegt - eines, wofür sie bereit sind zu morden. Was anfangs friedlich wirkte, erscheint nun beklemmend, die Spannung wird sukzessive gesteigert, um in einem furiosen Finale zu enden. Hierbei wartet Avati mit unvorhersehbaren Wendungen auf und überrascht die Zuschauer.
Der Horror entwickelt sich hierbei meist im Kopf des Zuschauers, erst zum Ende hin fließt mal Blut und es wird gezeigt, wie zugestochen wird. Die Darsteller sind gut gewählt und können alle überzeugen, ebenso wie die Drehorte. Für das namensgebende Haus mit den lachenden Fenstern wurde die verlassene Villa Boccaccini in Lido degli scacchi gewählt. Der Film wurde gut fotografiert und hat auch heute nichts an Charme und Spannung eingebüßt.
Fazit: Ein Hochgenuss für Genrefreunde, absolut sehenswert.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei cmv Laservision / '84 Entertainment auf DVD erschienen.
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