Madoka Magica

Originaltitel: Maho Shojo Madoka Magica
Alternativtitel: Mahô shôjo Madoka magica
Mahô shôjo Madoka magika
Puella Magi Madoka Magica
Herstellungsland: JapanJapan
Erscheinungsjahr:  2011
Regie: Akiyuki Shinbô
Yukihiro Miyamoto

Darsteller

Figur

Madoka Kaname  Lydia Morgenstern
Sayaka Miki  Esra Vural
Sakura Kyouko  Ilona Brokowski
Homura Akemi  Kaya Müller
Mami Tomoe  Julia Meynen
Kyubey  Rubina Kuraoka
Hitomi Shizuki  Josephine Schmidt
  
Genre: Fantasy, Okkult, Serien, Animation
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Inhalt

Madoka träumt davon, einmal ein ganz aufregendes Leben zu führen und macht sich allerlei Gedanken, was ihr die Zukunft wohl bringen wird. Doch ihr Schicksal ändert sich schlagartig, als sie zusammen mit ihrer besten Freundin Sayaka von einem mysteriösen Kätzchen aufgesucht werden, welches von einem schwarz gekleideten Mädchen gejagt wird. Plötzlich öffnet sich ein Tor in eine andere Welt und die beiden Mädchen werden mit der Katze, die sich später als Kyubey zu erkennen gibt, in eine Art Parallelwelt verschlingt, in dem merkwürdige Kreaturen um die Kraft des menschlichen Lebens zu kämpfen scheinen. Als Madoka plötzlich erwacht und die Erlebnisse als schlechten Alptraum abstempelt, macht sie große Augen, als das schwarz gekleidete Mädchen am nächsten Morgen ihre neue Mitschülerin wird ...

Die Ereignisse scheinen realer zu sein, als es den Mädchen lieb ist, den auch Kyubey erscheint darauf bald wieder und lockt die zwei Mädchen mit einem Angebot: Für die Erfüllung eines beliebigen Wunsches muss die Person auf immer einen Kampf gegen die Hexen führen. Unglaubliche Kräfte werden den Mädchen versprochen, doch Madoka wird es schon bald bereuen, ihre Freundin Sayaka nicht von dem Pakt abgehalten zu haben...

Kommentar

Als ich letztens in der Arbeit zum Thema „Produktinnovation“ diese Serie als Beispiel nannte und mich mit drei dicken, roten Fragezeichen und einem ernsten Gespräch zwischen meinem Lehrer auseinandersetzen musste, konnten wir uns zwar auf Null Punkte einigen, aber mir war's herzlich egal. Was ich damit eigentlich sagen möchte: „Madoka Magica“ scheint einer dieser ganz normalem, zuckersüßen Animes zu sein, denen es letztlich darum geht, Vorschulkinder den Merchandise aufzuzwingen. Gerade auch die Sailor-Moon geprägte Generation wird bei der Inhaltsangabe die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, mal ganz abgesehen davon, was die Eltern derer Kinder darüber jetzt denken möchten.

Die Serie beginnt wie ein typischer Ableger des Genres: Eine Gruppe von jungen Mädchen wird von einem niedlichen Tierchen dazu auserkoren, um gegen böse Hexen zu kämpfen, welche diesmal in einer Parallelwelt herrschen und das Gleichgewicht der Erde ins Schwanken bringen. Das Genre, kurzum auch “Magical-Girl“ genannt, erfreut sich in Japan großer Beliebtheit und zielte inhaltlich bislang immer auf ein jüngeres Publikum. Nun geht man aber einen entscheidenden Punkt anders. Das Fundament von „Madoka Magica“ ist zwar eines von vielen, scheint aber ganz anders zu sein. Bereits in der ersten Folge geht es deutlich düsterer als gewohnt zu.

Der Versuch zweigleisig zu fahren, geht meiner Meinung nach bestens auf. Zum einen hat man es geschafft, die Story zu modifizieren, darüber hinaus auch noch eine gute Atmosphäre geschaffen, die sich vor allem in Sachen opulenter Optik ein Meilenstein gesetzt hat. Surreale Welten vermischt mit vielen verschieden Farb- und Zeichenstilen, darunter auch echte Gemälde, gotische Standbilder, collagenartigen Zeitungsausschnitten, umherfliegenden Notenblättern, sogar ein komplett gezeichnetes Orchester bietet einen Hintergrund als Schauplatz.

Aber auch die Charaktere sind vielschichtig und überzeugen durch ihre ausgeprägte Persönlichkeit, leugnen lässt sich allerdings nicht, dass vor allem Madoka, die Hauptfigur, den Ruf als unschuldiges Mädchen bis zum Ende nicht loswird und mit ihrer gutgläubigen Art etwas nerven kann / wird. Der restliche Cast ist einfach nur Bombe, allen voran Sayaka ist eine der genialsten Zeichentrickfiguren die ich je genießen durfte. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Psyche man einer Zeichentrickfigur verleihen kann. Dem Lauf zu folgen, wie sie Stück für Stück immer mehr in ein schwarzes Loch rückt und von ihrer Depression zerfressen wird, ist ein unheimlich spannendes Unterfangen.

Und wie es der Zufall will, haben sich die Produzenten eine der besten Komponistinnen Japans an Bord geholt, nämlich Yuki Kajiura (The Garden of Sinners, .hack//SIGN). Sie ist für mich neben Akira Yamaoka (der Erfinder und Komponist der Silent Hilll-Reihe) die Beste wenn es darum geht, einen melodischen und einfühlsamen Soundtrack zu komponieren. Die Piano-Arrangements sind klasse, so wie der Gebrauch von Chorklängen und düsteren, synthesizer-ähnlichen Tönen, die zu jeder Zeit das Geschehen effektvoll unterstreichen.

Entgegen aller Begeisterung ist die Serie jedoch nicht jedermann zu empfehlen. Zum einen handelt es sich hier um einen äußerst düsteren Psycho-Trip, der selbst der FSK von 12 Jahren nicht gerecht wird, zum anderen wird dem Zuschauer auch einiges an Aufmerksamkeit und Denkvermögen abverlangt, sodass Interesse für Philosophie auf jeden Fall da sein sollte. Wer Animes mag, hat „Madoka Magica“ sowieso schon längst gesehen, wenn nicht, sollte man dies umgehend ändern (habe ich schon erwähnt, dass ich mit der deutschen Synchronisation absolut zufrieden bin?). Alle anderen werden werden dank Sailor Moon sowieso nie wagen sich eine Episode anzuschauen, wobei der Einstieg in dieses Genre mit diesem Titel auch nicht die beste Wahl wäre.

Fazit: Ich wiederhole es gerne wieder: Die Produzenten haben mit „Madoka Magica“ ein Kunstwerk geschaffen, wie ich es noch nie gesehen habe. Der Versuch zwei gegensätzliche Genres unter einen Hut zu bekommen ist geglückt und repräsentiert sich durch oben genannte Markenzeichen als einer der künstlerischen und besten Machenschaften in diesem Genre. Ich für meinen Teil bin einfach nur begeistert und werden mein bestes tun, den abgeneigten Freunden doch mal eine Folge unterzujubeln.

Filmreview von: Preytor / Alle Reviews von Preytor

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Erschienen ist die Serie hierzulande bei Universum Anime auf drei einzelnen Volumes.

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