Mörderisch
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Inhalt
Nachdem die hübsche Emily im Hotel Ventura unter dem Namen Miriam Webster ein Zimmer genommen hat, bietet sie dem Pagen 2.000 Dollar, wenn er sie am nächsten Tag heiratet, die Ehe selbst soll direkt wieder annulliert werden. Er stimmt zu, doch bei der nächtlichen Zeremonie ersticht sie den Friedensrichter und flieht.
Wieder zu Hause pflegt Emily Helga Swenson, die Mutter des Millionenerben Warren, die nach einem Schlaganfall stumm und am Rollstuhl gefesselt ist. Nachdem die Polizei bei Warrens Halbschwester Miriam Webster war, kommt ihr der Verdacht, dass Emily, die zuvor ihren Blumenladen verwüstet und ihren Freund Karl Anderson niedergeschlagen hat, evtl. die gesuchte Mörderin sein könnte, doch ...
Kommentar
Mit diesem Werk präsentiert uns Produzent und Regisseur William Castle (Schrei, wenn der Tingler kommt, Macabre) einen mörderisch guten Thriller über eine psychopathische Mörderin. William Castle, der seinen Namen zur Marke für Horror und Spannung aufbaute, gibt am Anfang eine kurze Einführung, bevor es losgeht.
Die Identität der Täterin ist sofort ersichtlich, so dass es hier kein Rätselraten gibt. Statt dessen fiebert der Zuschauer mit, wenn die sonst vornehmlich aus Serien bekannte Joan Marshall als psychopathische Mörderin ihr perfides Spiel treibt. Die Vorgehensweise erinnert fast schon an einen Alfred Hitchcock Film. Es wird ordentlich Spannung aufgebaut und durchgehend aufrecht erhalten. Kurz vor dem Höhepunkt gibt es dann eine Unterbrechung von 45 Sekunden. William Castles Markenzeichen waren immer besondere Gimmicks oder Werbeideen. Diesmal bot er eine Geld-zurück-Garantie, wer in der Pause den Kinosaal verließ, bekam den vollen Eintrittspreis zurück. Eine Idee, die den Verleihern erst gar nicht schmeckte, beim Publikum aber gut ankam.
Die Darsteller sind allesamt sehr gut gewählt und überzeugen auf ganzer Linie. Auch handwerklich ist alles solide umgesetzt. Die Morde selbst sind der Entstehungszeit entsprechend zwar eher unspektakulär, dafür ist er inhaltlich absolut überzeugend. Lustig fand ich die Szene, wo der Friedensrichter erstochen wurde, hier spritzt das Blut an einer ganz anderen Stelle aus dem Hemd, da hat Joan Marshall wohl etwas daneben gestochen. Das Finale selbst ist wirklich überraschend, damit ist William Castle ein echter Knüller gelungen.
Fazit: Eines der besten Filme von William Castle, der auch heute noch vor nostalgischem Charme sprüht und zu fesseln vermag.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Sony Pictures Home Entertainment auf DVD erschienen.
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