Star Trek: The Next Generation - Mission Farpoint
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Inhalt
Unterwegs zur Raumstation Farpoint erscheint ein scheinbar allmächtiges Wesen, das sich Q nennt, auf der Enterprise. Q stellt Captain Picard als Vertreter der Menschheit vor ein galaktisches Gericht. Picard soll beweisen, daß die Menschen keine unzivilisierte, rückständige Rasse sind, oder die Menschheit muß für immer in den Raum der Föderation zurückkehren ...
Kommentar
Es gibt ja schon ein Review zur gesamten ersten Staffel der Serie von mir, warum also noch mal einzelne Episoden gesondert vorstellen? Das hat seinen Grund. Denn was mir nicht mehr bewußt war, einige Jahre vor der Ausstrahlung der Serie im TV, als damals das ZDF für einen Teil der Serie und deren Synchronisation verantwortlich zeichnete, und später Sat1, wo der Rest synchronisiert wurde, teils aber mit neuen Sprechern, gab es die eigentliche Ur-Synchro, von Paramount selbst, wo man auf VHS die Erstveröffentlichung übernahm, im Jahr 1988, als reine Verleihfassungen in den Videotheken. An so manchem mag das daher vorbeigegangen sein, auch ich habe erst viel später registriert, daß das, was wir heute als die Serie in Deutschland kennen, nicht die Urfassung gewesen ist. Auch hier, wie bei "Erben des Fluchs" oder "Krieg der Welten" hat Paramount zunächst selbst für die Synchro verantwortlich gezeichnet, und hier sogar in chronologischer Reihenfolge, bis das Projekt nach 14 Episoden wieder eingestellt wurde, ohne irgendeine Begründung, bis Jahre später das Fernsehen in Form des ZDF die neue Synchronisation übernahm. Die Unterschiede waren allerdings mehr als gravierend.Was die inhaltliche Seite anbelangt, da brauche ich hier nicht mehr darauf einzugehen, über die gesamte erste Staffel habe ich im Serienreview dazu schon ausführlich geschrieben: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert - Staffel 1. Statt dessen geht es um einen anderen wichtigen Punkt, die qualitative Umsetzung der Serie, zumindest was den deutschen Sprachraum betrifft. Denn letztendlich ist diese Serie technisch gesehen nicht das, was sies eigentlich sein könnte, und die zusammengetragenen Fakten ergeben da ein doch eher trauriges Bild, stellt man den deutschen Heimkinomarkt dem selbigen in den USA gegenüber. Natürlich ist dieses Land ungleich größer, und die Muttergesellschaften der Major Labels sitzen zumeist dort, aber zahlen wir nicht das selbe Geld für unsere Leidenschaft und erwarten gleiche Ergebnisse? Dem ist aber oft genug nicht so, und die Serie "Star Trek - Next Generation" von Paramount ist da bis heute leider ein "Musterbeispiel" dafür. Und das zeigt sich auch mit an diesen damals unter dem Label CIC veröffentlichten VHS Bändern, die heute wohl vielen Trekkies nicht einmal mehr in Erinnerung sind.
Mir erging es ja genauso. Obwohl mir etwas dunkel in Erinnerung blieb, daß damals VHS Bänder in den Videotheken zu leihen waren, lange bevor das Fernsehen die Serie übernahm und ausstrahlte, geriet das doch in Vergessenheit, weil ich schlicht dachte, das sei einfach das selbe gewesen wie heute überall zu haben, im TV als Dauerbrenner und auf DVD, daß damals einige Episoden schon vorab auf VHS erschienen waren. Doch schaut man sich das nun heute genauer an, dann ist dem nicht so, die Veröffentlichungen damals auf VHS - die Erstauflage - und die Serie heute haben rein gar nichts gemeinsam, und darauf möchte ich hier nun mal genauer eingehen.
Was ist in unseren deutschen Breiten immer wieder ein Streitthema, ob Filme oder Serien? Die Vertonung bzw. Synchronisation. Das, was zuerst produziert wurde, insbesondere natürlich im Klassikerbereich, ist das Nonplusultra, und Neusynchronisationen sind zumeist ungefähr so beliebt wie Fußpilz. Aber ich denke, eher nur wenige wissen heute tatsächlich noch, daß bei dieser Star Trek Serie das, was wir heute kennen und lieben, eben nicht die erste Synchronisation war, denn bevor das ZDF auf den Plan trat, da hatte Paramount selbst schon Hand angelegt, auch wenn das heute beinahe vergessen ist. Aber die deutschen Sprecher, die wir heute so schätzen, stellen erst die Zweitsynchronisation, zuvor war ein anderes Team tätig, das wir auf den damals erschienenen VHS Bändern hören können, und das relativ kurz nachdem die Serie überhaupt erst auf dem internationalen Markt erschienen war.
Der Unterschied liegt aber nicht nur in einem völlig anderen Synchronteam, bei dem kein einziger der heutigen Sprecher dabeigewesen ist, sondern auch in der gesamten technischen Qualität. Denn der wohl markanteste Unterschied heute ist der, daß wir für diese in Stereo und später Surround gedrehten Serie vier Staffeln lang nur eine Mono Auswertung haben - was nun laut Paramount selbst auch nicht mehr zu ändern ist, auf Grundlage der ZDF Synchronisation. Dabei vergißt man aber, daß das nicht hätte sein müssen, weil Paramount zuvor selbst gezeigt hatte, daß etwas anderes möglich gewesen wäre - nämlich schon auf VHS die Serie in Hifi Stereo. Echtem Stereo, wohlgemerkt, was sich per Kopfhörer mit den VHS Bändern sehr gut testen läßt, alle 14 erschienenen Episoden liegen in diesem Tonformat vor und präsentieren nicht nur andere Sprecher, sondern auch eine ungleich räumlichere Atmosphäre, die unserer heutigen Version völlig abgeht.
Mag man nun also von den jeweiligen Sprechern halten, was man will, die offizielle Erstsynchronisation stammt von Paramount selbst und war technisch gesehen mit deutlich höherem Aufwand produziert, bis man das Projekt nach 14 Episoden einstellte und das ZDF später eine komplett neue Synchronisation erstellte. In der ersten, heute verschollenen Version, waren die Alster Studios in Hamburg für die Synchronisation zuständig. Hier sprach der inzwischen verstorbene Peter Aust noch Captain Picard, der z. B. in der Originalserie Kampfstern Galactica - Staffel 1 den Graf Baltar gesprochen hatte. Heidi Schaffrath hören wir hier als Counselor Deanna Troi, die mir noch bestens aus der Serie "Unsere kleine Farm" als Mutter der Ingalls Kinder bekannt war, und die Erzähler-Legende Hans Paetsch, ebenfalls verstorben, sprach den Vorspann vor jeder Episode, der Text unterschied sich dabei noch vom heutigen und lautete so:
Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiff Enterprise auf seiner Reise zu fremden Welten, um neues Leben und neue Zivilisationen zu erforschen, wo noch niemand zuvor gewesen ist.
Die weiteren Sprechrollen der Hauptcharaktere waren folgendermaßen aufgeteilt:
Wolfgang Jürgen als Commander William T. Riker
Michael Harck als Lt. Commander Data
Andreas von der Meden als Lt. Commander Geordi La Forge
Gerhard Marcel als Lieutenant Worf
Gabriele Libbach als Doktor Beverly Crusher
Jan-David Rönfeldt als Wesley Crusher
Bettina Schön als Doktor Pulaski
Claus Wilcke als Q
Anzumerken wäre auch noch Andreas von der Meden, der hier den Geordi La Forge spricht, und der dem Team gleichzeitig vorstand, in der Verantwortung für Dialogbuch und Dialogregie. Ihn kennen wir als Stimme für David Hasselhoff in der Serie "Knight Rider", "Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu" und "Baywatch Nights ". Hier waren also mitnichten irgendwelche 08/15 Sprecher am Werk. Dennoch war der "Ton" etwas anders als in der späteren Synchro, da es deutlich familiärer zuging, und teilweise sogar "geduzt" wurde. Ob das nur lasch oder gewollt war kann ich nicht sagen, auf jeden Fall ein deutlicher Unterschied zur späteren Synchro. Und für heutige Fans der Serie, welche diese Synchro nicht kennen, sicherlich gewöhnungsbedürftig, trotzdem war dies die erste und Originalsynchro von Paramount bzw. dem Label CIC.
Fazit: Ich hatte das Glück sämtliche Episoden von damals wieder auftreiben zu können, um den Vergleich zu ziehen, nachdem mir das auch lange gar nicht mehr bewußt war, daß es schon mal etwas anderes gegeben hat als die heutige Mono Synchro dieser Serie. Und mir ist es nicht schwergefallen, mich darauf einzulassen, nachdem ich schon immer die minderwertige Umsetzung der Serie aus technischer Sicht beklagt hatte. Es war mehr als interessant. Vor allem aber beweist es, daß für die Serie mehr möglich gewesen wäre als das, was wir heute haben, hätte man den Aufwand nicht gescheut bzw. wieder mal Geld gespart seitens des Fernsehens, denn warum mehr investieren für Stereo Klang, wenn es Mono auch tut. Und so bleiben diese 14 Episoden im Gedächtnis, als eine mögliche Alternative, was hätte sein können, wenn Paramount das Projekt selbst fortgeführt hätte. So aber haben wir heute die ZDF und Sat1 Synchros, wo auch Sprecher ausgetauscht wurden, als Sat1 übernahm, und jeder mag sich sein eigenes Urteil bilden, welche der drei Varianten die beste war...
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Veröffentlichungen
Der Pilotfilm zuer Serie ist bei CIC Video auf VHS und auf DVD als Teil der ersten Staffel erschienen.
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