Species II

Originaltitel: Species II
Alternativtitel: Species 2: Offspring
Species 2: Origins
La Mutante II
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1998
Regie: Peter Medak

Darsteller

Figur

Michael Madsen  Preston 'Press' Lennox
Natasha Henstridge  Eve
Marg Helgenberger  Dr. Laura Baker
Mykelti Williamson  Dennis Gamble
George Dzundza  Colonel Carter Burgess Jr
James Cromwell  Senator Judson Ross
Justin Lazard  Patrick Ross
Myriam Cyr  Anne Sampas
Sarah Wynter  Melissa Evans
Baxter Harris  Dr. Ralph Orinsky
Scott Morgan  Harry Sampas
Nancy La Scala  Lindsey
Raquel Gardner  Claudia
Henderson Forsythe  Pentagon Mitarbeiter
Robert Hogan  Pentagon Mitarbeiter
  
Genre: Science-Fiction, Monster, Splatter, Erotik
Sequels: Species (1995)
Species II (1998)
Species IV - Das Erwachen (2007)
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Inhalt

Nachdem das Experiment mit Sil, dem Ergebnis einer Kreuzung von menschlicher und außerirdischer DNS, misslang, züchtet ein Team von Wissenschaftlern, unter der Leitung von Dr. Laura Baker, eine weitere Mischlingsfrau. Sie bekommt den Namen Eve und dient bei zahlreichen Tests als Versuchsobjekt, sucht doch das Verteidigungsministerium nach einer wirksamen Waffe im Falle eines Angriffs durch Außerirdische. Da ihre Alien-Gene teilweise durch Medikamente unterdrückt werden, ist sich Eve ihrer Einsamkeit und Andersartigkeit sehr wohl bewusst und sie leidet unter ihrem Dasein als Versuchskaninchen.

Bei dem ersten bemannten Raumflug zum Mars, werden die Austronauten unbemerkt mit außerirdischem Genmaterial infiziert. Äußerlich unverändert dienen sie einem fremdartigen Wesen als Wirt, das sich schnellstmöglich vermehren will, um die Erde zu kolonisieren.

Nachdem die Infektion bemerkt wurde, findet Laura heraus, dass zwischen Eve und Patrick Ross, dem Anführer der Mars-Astronauten, eine telepathische Verbindung besteht. Gemeinsam mit Press Lennox, mit dem sie bereits im Kampf gegen die erste Killerbestie Sil zusammengearbeitet hatte, versucht sie Patrick über Eve zu lokalisieren. Doch Eve kann ihrem Fortpflanzungstrieb nicht wiederstehen und bricht aus dem Labor aus. Sie und Patrick wollen sich um jeden Preis vereinen und würden damit unaufhaltsame Nachkommen erzeugen.

Kommentar

1995 spielte der erste Species einen hübschen Gewinn ein, obwohl kaum ein Kritiker an dem Film etwas positives finden konnte. Ein auf Sex und Gewalt ausgerichtetes B-Movie im Mainstream-Gewand, dessen (für einen Film dieses Schlages recht prominente) Besetzung wohl nur des Geldes wegen mitgemacht hatte. Nun, ich selber hatte an Teil 1 nichts auszusetzen, abgesehen von den miesen CGIs am Ende.
Als drei Jahre später dann die Fortsetzung in die Kinos kam, war die Welle der Ablehnung um einiges höher. Noch weniger Handlung, dafür doppelt soviel nackte Haut und blutige Effektszenen, lautete der ziemlich einhellige Tenor. Zu meinem Bedauern muß ich feststellen, dass mich Teil 2 kaum weniger gut unterhalten hat als der Vorgänger.
Zugegeben, die Story selber ist hier deutlich simpler und schon garnicht originell, ganz abgesehen von zahlreichen, mehr oder weniger auffälligen Logiklöchern, doch langweilig wird der Streifen dabei nicht. Die Aufmerksamkeit des Publikums mitthilfe von freizügigen Sexszenen und blutrünstigen Spezialeffekten (teilweise direkt daraus folgend) hochzuhalten, würde ich einem Monster-Horrorfilm nicht zum Vorwurf machen, solange das ordentlich verarbeitet wurde. Diese Vorgabe erfüllt Species II für mich.
Die Darsteller sind OK, größter Schwachpunkt ist Justin Lazard (Universal Soldier - Die Rückkehr), wie Vorgängerin Natasha Henstridge (Last Impact) ein ehemaliges Model, der zwar gut aussieht, es aber an Charisma mangeln lässt.
Bei den Spezialeffekten wurde mehr mit "echten" Tricks gearbeitet, die dann teilweise am Computer aufgearbeitet wurden. Insgesamt funktioniert das gut, nur das Patrick-Monster am Ende bewegt sich zu sehr wie eine Marionette. Die reinen CGIs sind als solche zu erkennen, aber durchaus akzeptabel.
Mit der absolut fiesen Geburtsszene versucht man sich an Ridley Scotts Alien anzulehnen. Vom reinen Prinzip her ist die Sequenz deutlich dem aus John Hurts Brust platzenden Minimonster nachempfunden, zudem ähnelt der aufbrechende Bauch hier, den sich öffnenden Alieneiern aus dem Vorbild.

Wie oben schon erwähnt, liegen die größten Schwächen im Drehbuch begründet, das zwar zahlreiche Schauwerte aneinander reiht, diese aber nur unzureichend in Zusammenhang bringt. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Patrick und die im Labor gezüchtete Eve stehen in telepathischem Kontakt; warum zeigt sich dieser nur wenn Patrick Sex hat und warum hat die ebenfalls infizierte weibliche Astronautin nicht auch eine Verbindung zu Patrick und/oder Eve? Warum haben Patricks Nachkommen ein menschliches Erscheinungsbild, in der Astronautin wächst aber ein reines Tentakelmonster heran?

Ein weiterer kleiner Wermutstropfen ist, dass die Nebenhandlung um den unangenehmen Klischee-Colonel, von George Dzundza (Basic Instinct) schön wiederlich gespielt, wohl aus Zeitgründen keinen zufriedenstellenden Abschluß findet. Ursprünglich sollte er am Ende, bei dem Versuch Press und Laura aus dem Weg zu räumen um die ganze Geschichte zu vertuschen, von einem der Kokon-Kinder getötet werden.

Mehr noch als Teil 1 ist Species II anspruchsloses Popcornkino mit Exploitation-Anleihen und einem (kräftigen) Hauch von Frauenfeindlichkeit, das sich teurer verkaufen will als es ihm zusteht. Wie ich bereits zugegeben habe, bin ich mit dem Unterhaltungswert ganz zufrieden und ich war kurz davor eine 4 Schädel-Bewertung abzugeben, was aber dann doch unfair gegenüber den Filmen wäre, die auch ihrer Handlung etwas Aufmerksamkeit gewidmet haben.

Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film erschien bei MGM in mehreren Auflagen als VHS & DVD und ist (wie schon bei der Kinoauswertung) ungekürzt von der FSK ab 16 Jahren freigegeben.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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erik, 30.11.11
Diesen zweiten Teil fand ich noch besser als den Ersten! Die Story wird gradlinig vorgetragen und bietet keine Längen. Die Effekte sehen sehr gut aus und sind besonders für die FSK 16 blutig und brutal (die Selbstmordszene). Mit Michael Madsen ist auch wieder ein cooler Schauspieler an Bord.
 
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