Cold Prey III - The Beginning
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Inhalt
In den 80ern will einen Gruppe Teens im Wald campen gehen. Im Gegensatz zum informierten Horrorfan wissen sie aber nicht, dass sie das Wochenende nicht überleben werden, denn sie sind in das Revier eines irren Killers geraten, der als Kind schon seine Eltern umgebracht hat und sich seitdem durch die Wälder treibt. Das Dramatische: Der Killer hat fiese Fallen gestellt und einen Verbündeten, der ihm hilft ...
Kommentar
Die Cold Prey Filme wurden als die neue Slasher-Sensation aus Norwegen angepriesen, deshalb war meine Enttäuschung groß, als ich die ersten beiden Teile sah und feststellte, dass sie zwar anders als die meisten anderen Slasher waren, aber wenig Spannung und viel Leerlauf boten. Das größte Problem der ersten Beiden war, dass die Filme sich 40 Minuten Zeit nehmen, um die Charaktere einzuführen, die dem Zuschauer dann zwar sympathisch, aber letztendlich doch egal waren. Auf die erste Mordszene musste man dann natürlich auch die Hälfte des Films warten.Doch schon beim Sehen des zweiten Teils fiel auf, dass er besser war als der Erste, und irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass der Dritte dann auch einen Ticken besser ist als der Zweite und somit übers Mittelmaß hinausreicht.
Bevor ich nun über meine Meinung zu dem Film schreib, stelle ich mal die Frage, ob es wirklich klug war, den Film als Prequel und nicht als Sequel anzulegen, denn die Hintergrundgeschichte zu dem riesigen Killer aus den Bergen hat mich schon im ersten Teil gestört. Viel zu klischeehaft und uninspiriert kommt sie daher und lässt den Killer noch klischeehafter wirken als er es in Wirklichkeit schon ist. Zu meiner Überraschung wird hier zwar wieder auf die Lebensgeschichte (insbesondere die Kindheit) eingegangen, aber so richtig was Neues erfährt man nicht. Eigentlich ist der einzige Vorteil des Prequels, dass die Handlung nun in den 80er angesiedelt ist und sich der Streifen optisch von seinen Vorgängern unterscheidet. Durch den 80er Style (der hier aber auch nur leicht angedeutet wird) wirkt der Film nicht mehr ganz so wie einer dieser vielen „hippen“ Teenslasher, die seit dem Erscheinen von Scream - Schrei! die Kinos und Videotheken fluten. Auch spielt dieser Teil nicht mehr in den eisigen Bergen, sondern im recht schneefreien Wald.
Teens die in den 80ern im Wald campen gehen = Blutbad!!!
Der Film erinnerte mich oft an die Freitag der 13. und die Blutgericht in Texas Reihe. Das liegt daran, dass „Cold Prey 3“ ein Slasher im Wald ist und zeigt sich am deutlichsten in den Szenen, in denen der Redneck- Helfer des Killers handelt.
Weder die Stärken noch die Schwächen der Vorgänger sind in „Cold Prey 3“ zu verzeichnen. Es gibt keine überlange Einführung der Figuren und sie sind einem trotzdem sympathisch. Das liegt daran, dass man auf die typischen Stereotypen verzichtet hat und es nur nette und normale Protagonisten gibt. Das hat zur Folge, dass man nicht von Anfang an weiß, wer das Finalgirl ist oder wer zu erst stirbt. Mitleiden oder fiebern kann man aber auch nicht, da einem die Charaktere doch irgendwie egal sind, was wohl daran liegt, dass der Film keine Identifikationsfigur bieten und keiner der Protagonisten die erste Geige spielt.
Zu den ganz großen Pluspunkten der Vorgänger zählten die Attacken des Killers, diese waren zwar nie explizit und blutig ins Bild gesetzt, aber doch ungewöhnlich wuchtig: Wo die Spitzhacke rein knallte, bleiben nur noch Fetzen. Leider hat man die Angriffe hier bei weitem nicht so spektakulär inszeniert. So bleibt der Panikfaktor, der in den ersten beiden Filmen für Spaß beim Zuschauer gesorgt hat, fast vollkommen aus. Dafür hat man die Morde aber ein bisschen kreativer gestaltet und den Mörder mit verschiedenen Waffen ausgestattet. Für die Gorehounds gibt es wie von der Reihe gewohnt nichts Besonderes zu sehen. Wieder sind die Kills angenehm blutig aber nie splattrig oder übertrieben. Man merkt dem Filmen halt an, dass ihre Zielgruppe jugendlich ist.
Die mir vollkommen unbekannten Schauspieler machen einen guten Job und können überzeugen, nur wirken die Figuren, die sie verkörpern, manchmal mehr als dämlich. Da gibt es z.B. eine Szene, in der sich drei Teens in einem Keller vor dem Mörder verstecken. Aus purer Langeweile verlässt einer der Drei das Versteck und begibt sich völlig grundlos in große Gefahr. Oder immer wenn der Killer am Boden liegt, wird direkt davon ausgegangen, dass er endgültig tot ist, egal wie viel er vorher überlebt hat. Sprich eines der Mädchen hat eine Waffe in der Hand und anstatt mal auf Nummer sicher zu gehen und noch mal eine Kugel in den vermeintlich Toten zu ballern, wendet sie ihm langsam und seelenruhig den Rücken zu.
Fazit: Nach den mittelmäßigen ersten und zweiten Teil, schafft es der dritte Film in eine andere Richtung zu gehen und endlich übers Mittelmaß hinaus zu kommen: Es gibt keine überlange Einführung der Charaktere, die sich letztendlich als nutzlos entpuppt, die Morde sind wieder ganz in Ordnung und das Tempo ist diesmal um einiges straffer. Bravo, die Cold Prey Filme werden von Teil zu Teil besser. Auf einen Vierten will ich aber trotzdem nicht hoffen.
Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist ungeschnitten bei Planet Media / Ascot Elite Home Entertainment auf DVD und Blu-Ray erschienen.
Filmbewertung
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