Chucky 2 - Die Mörderpuppe ist zurück

Originaltitel: Child's Play 2
Alternativtitel: Child Play 2/Child's Play 2 - Chucky is terug/ Chucky 2
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1990
Regie: John Lafia

Darsteller

Figur

Alex Vincent  Andy Barclay
Jenny Agutter  Joanne Simpson
Gerrit Graham  Phil Simpson
Christine Elise  Kyle
Brad Dourif  Chucky
Grace Zabriskie  Grace Poole
Peter Haskell  Sullivan
Beth Grant  Miss Kettlewell
Greg Germann  Mattson
Raymond Singer  Sozialarbeiter
Charles Meshack  Van-Fahrer
  
Genre: Grusel, Komödie
Sequels: Die Mörderpuppe (1988)
Chucky 2 - Die Mörderpuppe ist zurück (1990)
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Inhalt

Nach den grausamen Ereignissen aus Teil 1 wird Andy von seiner Mutter getrennt und kommt in eine Pflegefamilie, die bereits ein Kind adoptiert hat und es nicht immer schafft, die Fassade der perfekten Familie aufrechtzuerhalten. Doch die merkwürdigen Adoptiveltern sind nicht das größte Problem von Andy, denn Chucky wurde wieder zum Leben erweckt und weiß genau, wo Andy sich grade befindet ...

Kommentar

Aufgrund einiger schlechter Kritiken und dem lustlos gewählten, deutschen Verleihtitel habe ich einen müden Abklatsch des Originals erwartet. Und anfangs wirkt es auch alles bekannt: Chucky wird wieder zum Leben erweckt und macht sich auf die Suche nach Andy, um in dessen Körper zu schlüpfen. Andy lebt aber nicht mehr bei seiner Mutter, sondern ist in ein Kinderheim gesteckt worden. Schon nach sehr kurzer Zeit kommt Andy dann in einer Pflegefamilie unter und ab da beginnt der Film anders zu wirken als der Vorgänger. Es wird mehr auf Andy eingegangen, der sich in einer für ihn vollkommen neuen Umgebung zurechtfinden muss.

Teilweise wirkt der Film wie ein Drama, wobei nie zu dick aufgetragen wurde. Obwohl die Pflegeeltern extrem nett zu Andy sind, wirken die Szenen mit ihnen nie kitschig, da sie dem Zuschauer von Anfang an suspekt vorkommen. Das sorgt dafür, dass die beiden den Zuschauer auf subtile Weise zum Schmunzeln bringen. Die punkige Keil, die mitten in der Pubertät steckt und auch ein Heimkind ist dass bei den Pflegeeltern unfreiwilligen Unterschlupf gefunden hat, wirkt schon etwas klischeehafter als die restlichen Figuren, ist aber ebenso sympathisch und lässt die ersten Erwartungen, sie als eines der ersten Opfer zu sehen, schon rasch verschwinden. Denn Keil wird hier zum, um es im Slasher-Jargon auszudrücken, „Finalgirl“, dass am Ende zusammen mit Andy den Kampf gegen Chucky aufnehmen muss.

Obwohl die Figuren sympathisch sind, möchte der Horrorfan doch eigentlich möglichst viel von der beliebten Mörderpuppe sehen. Und die ist im Gegensatz zum ersten Teil nicht erst nach gut 40 Minuten so richtig in Action zu sehen, sondern ist direkt am Anfang präsent und äußerst mordlustig.

Wenn sich Chucky dann mal austobt, ist das ganze Treiben ein bisschen blutiger ausgefallen als im Vorgänger. Für Splatterfans dürfte der Streifen aber trotzdem uninteressant seien, da auf wirklich explizites Material verzichtet wurde. Man hat hier wieder auf ausgefeilte Ideen gesetzt, wenn es darum ging, die Leute ins Jenseits zu befördern. Dies geschieht hier auch um einiges lustiger als im Vorgänger und passt somit perfekt zu der Grundstimmung des Streifens. Denn dass man eine mörderische Puppe nicht ganz ernst nehmen kann, haben die Macher beim ersten Teil schon verstanden und ein wenig Komik eingebaut, diese hat sich hier nun gesteigert, so dass man oft sogar lachen kann. Dass lockert den ganzen Film auf, lässt ihn aber nie wie eine Komödie wirken. Also keine Angst, lächerlich wird es nicht!

Die darstellerische Leistung ist genau wie beim ersten Teil gut und für so eine Art von Film vollkommen ausreichend. Mehr als nur gut sind wieder die Effekte geraten. Chucky, der sich schon sehr früh im Film zeigt, bewegt sich sehr flüssig und hat eine tolle Mimik drauf. Auch in Kombination mit menschlichen Darstellern sehen die Chucky-Attacken super aus. Sogar ein bisschen Spannung kommt auf und die Momente, in denen die Leute, die anfangs nicht ans Chuckys Eigenleben glaubten, auf mörderische Weise vom Gegenteil überzeugt werden, lassen beim Zuschauer wieder ein bisschen Schadenfreude aufkommen. Einzig und allein die deutsche Synchronstimme von Chucky ist mir negativ ausgefallen.

Fazit: Der Film ist sogar einen kleinen Tick besser als der Erste, was an mehr Puppenaction, Blut und Humor liegt. Für ganze 5 Schädel hat es aber nicht gereicht.

Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist in Deutschland bei Universal als limitiertes Steelbook auf DVD erschienen. Als günstigere Alternative gibt es die britische DVD, diese ist uncut und hat eine deutsche Tonspur, steckt allerdings nur im Amaray.

Filmbewertung

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