Choking Hazard
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Inhalt
Der blinde Professor Reinis veranstaltet übers Wochenende in einem verlassenen Waldhotel ein Seminar, um dem Sinn des Lebens auf die Spur zu kommen. Mechura, der eigentlich zu einem Porno-Dreh wollte, verirrt sich zu ihnen. Da er ein überzeugter Zeuge(nder) Jehova ist, interessiert ihn das Thema so sehr, dass er spontan bleibt. Ein schwerer Fehler, kurz darauf wird das Hotel von einer Horde menschenfressender Zombies überrannt. Zunächst versuchen die Überlebenden zu fliehen, doch ...
Kommentar
Mit tschechischen Filmen verbinde ich eigentlich immer irgendwelche fantasiereiche Kinderfilme und Serien wie Die Märchenbraut, Die Besucher oder Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, die ich als Kind gesehen und geliebt habe. Doch die Tschechen können auch anders, wie Regisseur Marek Dobes hier in seinem ersten Spielfilm unter Beweis stellt. Er inszenierte mit "Choking Hazard" eine durchaus originelle Zombie-Komödie mit vielen eigenen Ideen. So senieren hier ein paar Möchtegern-Philosophen über den Sinn des Lebens und werden dabei von einer Gruppe Zombies heimgesucht.Die Umsetzung ist für eine Low-Budget Produktion durchaus gelungen, es wird zwar viel improvisiert, die Zombies sind aber OK, der Blutgehalt für einen FSK 16 Film durchwegs hoch und die eher unbekannten Darsteller sind sichtlich mit Spaß bei der Sache. Die als Prinzessin Xenia aus Die Märchenbraut bekannte Dagmar Patrasová (Per Anhalter in den Tod) konnte für einen Gastauftritt am Anfang und Ende des Films gewonnen werden, wo sie als Zombiejägerin eine gute Figur macht und in ihrem Lederoutfit immer noch sexy rüberkommt.
Der Film punktet ganz klar durch sein krudes Sammelsurium an witzigen Ideen, so z.B. der Pornodarsteller, der sich in der Adresse vertan hat und erst mal für herrliche Missverständnisse sorgt, bis er sich als fanatischer Zeuge Jehovas entpuppt und komplett wandelt. Highlight des Films ist aber ganz klar die Discoszene, wo unter Strom gesetzte Zombies zu Bony M. abrocken und sich die Überlebenden dazu amüsieren. Das Philosophieren über den Sinn des Lebens ist zu Beginn noch recht unterhaltsam und soll dem Film vielleicht etwas Tiefe geben, aber es fängt auch irgendwann an, zu nerven.
Fazit: Trashig, blutig und verdammt witzig.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei MIG auf DVD erschienen.
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