Die Horror Party

Originaltitel: April Fool's Day
Alternativtitel: Week-end de terreur
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1986
Regie: Fred Walton

Darsteller

Figur

Jay Baker  Harvey
Pat Barlow  Clara
Lloyd Berry  Fährmann
Deborah Foreman  Muffy / Buffy
Deborah Goodrich  Nikki
Tom Heaton  Constable Potter / Onkel Frank
Mike Nomad  Buck
Ken Olandt  Rob
Griffin O'Neal  Skip
Leah Pinsent  Nan
Clayton Rohner  Chaz
Amy Steel  Kit
Thomas F. Wilson  Arch
  
Genre: Komödie, Thriller
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Inhalt

Es ist erster April und Muffy will mit ihren Freunden in einem abgeschiedenen Haus, das ihren Eltern gehört, eine Party feiern. Kurz vor der Ankunft auf der abgelegenen Insel, auf der das Haus steht, gibt es einen schrecklichen Unfall, der dazu führt, dass ein schwerverletzter Jugendlicher mit dem einzigen Boot, das auf der Insel vorhanden ist, ins Krankenhaus gefahren wird, während der Rest zum Feiern schon mal in das Haus geht. Ein Fehler, denn dort treibt sich ein Killer rum, der einen nach dem anderen dezimiert ...

Kommentar

Erst Weihnachten, dann Halloween, Freitag der 13., der Muttertag, der Geburtstag, der Valentinstag, ... Sämtliche Feiertage sind schon Stoff für die immer beliebter werdenden Slasherfilme geworden, so musste man sich den Kalender nochmal vornehmen und ist auf den „April Fools Day“ gestoßen, der hier als der erste April bekannt ist. Noch ein Feiertag, der für einen Slasher herhalten muss? Ist das wirklich eine so gute Idee? Meiner Meinung nach hätte da wirklich nichts schiefgehen dürfen, denn der erste April ist eigentlich das perfekte Szenario für einen Film, in dem ein Unbekannter das große Schlachten beginnt. Doch leider ist April Fools Day im Gegensatz zu den oben genannten Filmen um einiges schlechter.

Aber fangen wir mal ganz am Anfang an. Es geht direkt damit los, dass die Teens, die später die Hauptfiguren darstellen, sich auf einer Fähre treffen und dem Zuschauer dank ihrer extremen Klischeehaftigkeit schon mal negativ auffallen. Nur Amy Steel fällt positiv auf, da man sich durch sie an Freitag der 13. Teil 2 zurückerinnert füllt, indem sie genau wie hier das Finalgirl darstellt. Der Rest der Crew ist wie schon beschrieben sehr klischeehaft und ein klein wenig nervig.
Und wenn ich ganz ehrlich bin hat mich das Anfangs auch gar nicht gestört, denn von einem Slasher erwarte ich nie etwas anderes als ein extrem klischeehaftes Grundgerüst, das mit originellen Ideen gespickt ist und sich nur dank „Kleinigkeiten“ wie den Mordszenen und dem Killer von seinen Genrekollegen unterscheidet.

Die Ideen, die hier dargeboten werden, können anfangs sogar überzeugen: Zwei Teens fangen auf der Fähre einen Streit an, der konsequenterweise mit einem Messer im Bauch endet, doch zur großen Überraschung der geschockten anderen Teens war das Ganze nur ein super organisierter Aprilscherz (wer hätte das gedacht). Um die beiden Scherzbolde zu bestrafen, werden sie prompt von der Fähre ins Wasser geschubst, was dazu führt, dass einer der Zwei zwischen Bootssteg und Fähre gerät und nur noch mit zermatschtem Gesicht aus dem Nassen gezogen werden kann. Diese Szene lies mich schon auf ein blutiges, leicht trashiges Slasher-Spektakel hoffen, doch daraus wurde leider nichts. Denn die Teens wurden immer nerviger, andauernd kommt ein dummer Spruch oder ein schlechter Aprilscherz, der darüber hinwegtäuschen soll, dass der Film außer diesen pseudo lustigen Gags rein gar nichts Anderes zu bieten hat.

Da der Mörder in der ersten halben Stunde überhaupt keine Präsenz zeigt, gibt es auch keinen Spannungsbogen. Na gut, auch wenn der Killer dann endlich mal auftaucht, gibt es keine Spannung. Alles plätschert nur so vor sich hin und der blutgierige Slasherfan wartet nur darauf, endlich mal zu sehen, wie einer der mittlerweile extrem nervigen Teens auf spektakuläre Weise das Zeitliche segnet. Doch auch hier darf man nicht viel erwarten, denn eigentlich wird kein einziger Mord richtig gezeigt, es werden immer nur die Leichen gefunden, die irgendwo in der Ecke liegen oder hängen - langweilig!!! Dank der Tatsache, dass der ganze Schrott bis 2010 auch noch auf dem Index stand, könnte man ja davon ausgehen, dass wenigsten die Leichen übel zugerichtet werden. Aber nichts! Es gibt hier und da mal ein bisschen Blut und ganz wenige abgetrennte Körperteile (aus Pappe), die in der Ecke liegen, aber tolle Effekte darf man nicht erwarten.

Das Ende dürfte die Meinungen der Leute spalten. Falls du den Film noch nicht gesehen hast, lies bitte nicht weiter denn ich werde jetzt das Ende

SPOILERN !!!

Slashertypisch finden die letzten Überlebenden die Leichen ihrer Freunde und stehen dem Killer Auge zu Auge direkt gegenüber. Schockierenderweise (lach) ist Muffy (das Mädchen, das die Jugendlichen auf die Insel eingeladen hat) die Killerin. Nachdem der Film noch ein paar Minuten mit der Flucht verplempert, platzt unsere Hauptfigur (Amy Steel) in einen Raum rein, in dem alle, die im vorigen Verlauf des Films gestorben sind, quicklebendig auf einem Sofa sitzen und laut über sie lachen. Als Muffy dann mit einem blöd breiten Grinsen in das Zimmer tritt, wird die Situation aufgeklärt. Bis auf die Hauptfigur und ihren Freund waren alle eingeweiht und haben das Ganze nur gespielt. Dies ist nicht nur ein Aprilscherz, sondern auch der erste Test für ein „Wer ist der Täter?-Hotel“, das Muffy eröffnen möchte.
Tja, jetzt stellt sich der Zuschauer (der während des Films nicht ab und zu mal eingeschlafen ist) einige Fragen, zum Beispiel: Wie hat es der Typ, der den Kopf zwischen Fähre und Bootssteg zermatscht bekommt, so schnell (unter Wasser) geschafft, das Make-up anzubringen oder wo kommen die abgetrennten (Gummi-)Gliedmaßen her, die denen der echten Darsteller täuschend ähnlich aussehen. Solche Fragen werden mit peinlichen Erklärungen beantwortet. Kurz, nachdem der Schock verkraftet ist, können alle darüber lachen und fangen an sich mit Sekt zu bespritzen und eine Party zu feiern.
Oh man, ich hasse dieses Ende.

SPOILER ENDE

Fazit: Ich liebe Slasher und habe mich wirklich auf diesen Film gefreut. Aber was man hier geboten bekommt, ist echt schwach: Langeweile, keinen richtigen Gore und ein Ende, das hätte gut seien können, aber so bescheuert umgesetzt wurde, dass es den kompletten Film noch mal richtig runterzieht. Überraschenderweise gab es sogar ein Remake (das aber noch schlechter sein soll).

Leute, die den Film trotzdem sehen möchten, muss ich noch sagen, dass sie sich vorher auf keinen Fall die geniale Slasher-Doku „Going to Pieces“ ansehen sollten, da wird nämlich das Ende des hier besprochenen Films verraten.

Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist uncut bei Paramount auf DVD erschienen.

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