Hollywood Monster
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Inhalt
Warren und Fred sind zwei enthusiastische, aufstrebende Filmemacher in Hollywood, die es bisher allerdings nicht zu irgendwelchem Ruhm gebracht haben. Ihre Projekte erwiesen sich eher als Flops. Doch schließlich wendet sich das Schicksal, als Warren eines Tages eine alte Uhr erbt, die sich als wertvoller erweist, als es zunächst scheint. Denn aus ihr heraus tritt der Geist des Butlers von Warrens verstorbenem Urgroßvater und erzählt den Freunden von einem eingemauerten Schatz. Besagtes Haus dazu wird auch gefunden, doch leider stehen zwei Hindernisse im Weg. Zum einen der Geist des Urgroßvaters, welcher den Schatz bewacht, zum anderen ein Regisseur, der das Haus für seinen Film in die Luft sprengen will ...
Kommentar
Okay, der Name ist ja nun mehr als wohl bekannt, Roland Emmerich, der sparsame Deutsche, der in Hollywood Karriere gemacht hat. Das gelingt nun wahrlich nicht jedem Regisseur. Hier gehen wir zurück zu den Anfängen dieses sicherlich streitbaren Regisseurs. Nach "Das Arche Noah Projekt" und Joey war dies erst der dritte abendfüllende Spielfilm des Regisseurs, und sicherlich, zugegeben, nicht sein bester. Ein Blockbuster wurde daraus jedenfalls nicht, eher etwas Nettes für zwischendurch, ein humorvoller, harmloser Geisterspaß ohne großen Tiefgang. Auf jeden Fall aber gut gemacht, und man kann durchaus schon die Handschrift von Emmerich erkennen, und seine Leidenschaft für Hollywood und das phantastische Genre, was er mit den zwei Filmen zuvor ja auch schon bewiesen hatte. Insbesondere durch Joey war auch bereits seine Verbeugung für einen großen Regisseur wie Steven Spielberg mehr als deutlich geworden, in einer eigenen E.T. - Der Außerirdische Interpretation. Der Film wurde zwar auch eher kritisch aufgenommen, aber handwerklich hat Emmerich hier auf jeden Fall schon sein Talent bewiesen.Und so kam also "Hollywood Monster", als eine Mischung aus sehr dezentem Grusel und Humor, der wiederum kein finanzieller Erfolg wurde, was aber der Schaffenskraft eines Roland Emmerichs keinen Abbruch tat, wie wir wissen. Ein Schwabe, der nicht aufgab, und am Ende mehr als erfolgreich war. In diesem Fall passt es zu einem noch kleinen Film, dass auch keine großen Stars an Bord waren. Die Produktion war hier auch nicht mehr allein deutsch, wie zuvor, sondern erstmals eine deutsch-amerikanische Koproduktion. Es sollte aber noch bis zu Universal Soldier dauern, dass die erste rein amerikanische Produktion des deutschen Regisseurs stand. Ebenso bezeichnend war aber auch, dass für "Hollywood Monster" erstmals nur US-Schauspieler vor Emmerichs Kamera standen.
An dieser Stelle muss nun ein Blick auf die technischen Gegebenheiten folgen. Obwohl er schon beim letzten Film das "Dolby Stereo" Tonformat gewählt hatte, stieg Emmerich bei diesem Film auf die günstigere Variante von "Ultra Stereo" um. Nichtsdestotrotz ein Stereo Film, nicht Mono. Das Bildformat lag bei 1,85:1, auch hier ging Emmerich nach seinem 2,35:1 Bildformat bei Joey wieder einen Schritt zurück. Dennoch, dies waren die Gegebenheiten, ebenso wie eine Lauflänge von 107:15 Minuten. Was aber brachte uns die inzwischen endlich erschienene DVD von Kinowelt? Nichts als eine unglaubliche Frechheit. Das Bildformat wurde von 1,85:1 auf 1,66:1 gekappt. Die Lauflänge wurde auf 85:38 Minuten gekappt, es fehlen also sage und schreibe fast 22 Minuten (!!!), die auf der VHS-Version noch enthalten waren! Und der Ton wurde von Stereo auf Mono herabgeschraubt - ein Fall also, wo die VHS in allen Belangen überlegen war, hatte sie sogar außer dem Stereo Ton sogar auch noch das richtige Bildformat. Das ist eines von mittlerweile vielen Beispielen, das zeigt, dass die VHS nicht ausgedient hat - wohl dem, der sie hier zugunsten der DVD nicht blind aufgab. So etwas geht einfach überhaupt nicht. Was immer Kinowelt da geritten hat, Finger weg von dieser DVD, die den Film damit wahrlich in die Tonne tritt.
Fazit: Mir gefällt dieser Film. Aber egal, ob man ihn mag oder nicht, die DVD-Version ist eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für jeden Filmfan. So etwas muss angeprangert werden, eine Verschlechterung gegenüber der VHS in jeder Weise. Und das von einem eigentlich renommierten Label wie Kinowelt - verstehen kann man so was beim besten Willen nicht. Wer sich wirklich ernsthaft für diesen Film interessiert, bleibt auf die VHS angewiesen oder er muss sich mit einer völlig verstümmelten Filmversion herumärgern. Wer dafür noch Geld ausgibt, ist selber schuld, ich jedenfalls nicht.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei VCL Communications und bei Bild am Sonntag Video auf VHS und bei Kinowelt Home Entertainment auf DVD erschienen.
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