Puppet Master
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Inhalt
Andre Toulon hat ein Mittel erschaffen, mit dem er seine leblosen Puppen zum Leben erwecken kann. Damit die Puppen und das Mittel nicht in falsche Hände geraten, begeht Andre kurz nachdem er alles versteckt hat, Selbstmord in einem Hotel. Jahre später werden die Puppen von einem neuen Herrscher wieder zum Leben erweckt und für dessen teuflische Pläne missbraucht ...
Kommentar
Nicht allzu oft aber ab und zu kommt es vor, dass ein kleines Filmchen, von dem sich keiner viel verspricht, überraschenden Erfolg feiern kann, bei Fans zum Kult wird und im Laufe der Jahre einige Fortsetzungen nach sich zieht. Die Bekanntesten sind wohl Genregrößen wie Freitag der 13. oder Halloween, wobei diese Filme nur so erfolgreich waren, weil sie eine neue Idee hatten, denn richtige Slasher waren vorher nicht vorhanden.Bei „Puppet Master“ ist das Ganze aber ein bisschen anders als bei den zuvor genannten Werken, denn Filme mit Killerpuppen gab es zuvor auch schon (Dolls (1987), Chucky – die Mörderpuppe), also konnte Puppet Master nicht durch eine frische Idee so erfolgreich werden.
Die Story ist für so eine Art von Film zwar OK, lässt aber auch nicht drauf vermuten, dass sich da einige kluge Köpfe lange was einfallen lassen haben, eher wirkt die Geschichte um die mörderischen Marionetten, die in einem Hotel Besucher killen, nach dem üblichen 08/15 Gruselstoff, der er ja auch ist. Die Darsteller sind zwar nicht schlecht, stechen aber auch nicht sonderlich hervor, weshalb der Erfolg wohl auch nicht auf diese zurückzuführen ist. Insgesamt liegt das Kultige einzig und allein bei den Puppen, die im Verlauf der mittlerweile 10 Teilligen Reihe noch einige „knuffige“ Kollegen bekommen haben und sich in ihrem Design und ihren Fähigkeiten stark voneinander unterscheiden. Die Puppen bestehen im ersten Teil aus:
Blade, einem schwarzgekleideten Skelet mit Haken und Messer anstatt Händen, dem Tunneler, der auf dem Kopf einen Bohrer trägt, mit dem er sich ins Fleisch seiner Opfer gräbt, der Leech Woman, die Blutegel auskotzt, Pinhead, der gerne mit seinen,im Verhältnis zum Körper riesigen Händen zuschlägt und dem Joker der, ja, was kann der eigentlich?
Auf jeden Fall sehen die Puppen alle super aus und sind trotz ihrer Bluttaten irgendwie sympathisch.
Für mich als großen Fan des Old School Horrors war es eine angenehme Überraschung zu sehen, dass die Puppen mit der Stop-Motion Technik zum Leben erweckt wurden. Insgesamt sind die Stop-Motion Effekte ganz gut gelungen, wirken aber leider stellenweise noch etwas stockend. Andere Dinge wie die Riesenhände von Pinhead wurden mit Hilfe einer Kleinwüchsigen realisiert, was im Film einen täuschend echten Eindruck vermittelt.
Wie oben beschrieben haben die Puppen verschiedene Eigenschaften, die zu verschiedenen Kills führen. Hier im ersten Teil wird das allerdings nicht immer gezeigt, zwar sind ein paar nette Splattereffekte vorhanden (besonders gegen Ende), aber das ein oder andere Mal wird auch vorher abgeblendet oder es spritzt nur Blut an die Wand. Da ist dann auch zu spüren, dass das Budget nicht sehr hoch war.
Da der Film sehr vorhersehbar ist, kommt leider nur bedingt Spannung auf, dafür ist aber das Erzähltempo hochgehalten, so dass es nie langweilig wird.
Fazit: Der Film ist wirklich nicht perfekt, kann aber begeistern, wenn man auf leicht angestaubte Effekte steht und die wohl coolsten Killerpuppen der Filmgeschichte sehen will und sich auch mit dezentem Splatter zu Frieden gibt.
Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik

Veröffentlichungen
Der Film ist bei X-Rated, bei CMV Laservision und als Bootleg in der Unrated Version auf DVD erschienen.
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