Blast Heroes
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Inhalt
Kirk und sein kleiner Söldnertrupp werden von der thailändischen Regierung angeheuert, um dem immer größeren Opiumhandel Einhalt zu gebieten. Nach einem kleinen Shout-Out gelingt es dem Trupp den Kopf der Opiumbande, General Samton, in Gefangenschaft zu nehmen. Doch dessen Untergebene tun alles, um Samton zu befreien. Ein erbitterter Kampf beginnt ...
Kommentar
Damals als John Rambo die Kinos zu Klump schoss, bekamen einige große Augen, ein so derbes Gemetzel hätte man vielleicht von einem bösen Horrorfilm erwartet, aber dass eine solche „Matscherei“ in einem Actionfilm zu finden ist, hätte nicht jeder gedacht. Was den Rest der Welt schockiert (und die Gorehounds unterhalten) hat, dürfte bei den Chinesen wohl nur ein müdes Lächeln hervorgerufen haben. Denn bei denen scheint es so, als ob die Grenzen der graphischen Gewalt aufgehoben worden sind. Schon in den guten 80ern wurden dort Actionfilme produziert, die „John Rambo“ (2008) in punkto Gewalt kaum nachstehen.Ein ganz besonders übler Vertreter dieser Art ist John Woos hier besprochener „Blast Heroes“. Innerhalb der ersten 30 Sekunden wird (extrem) kurz erklärt, warum der Trupp einigen bösen Buben in den Allerwertesten tritt, direkt danach sieht man die dicken Knarren in Nahaufnahme: durchgeladen und feuerbereit! Schon am Anfang geht es voll zur Sache. Die Söldner machen eine kleine Armee innerhalb weniger Minuten fertig. So wird der Zuschauer schon früh auf das vorbereitet, was er innerhalb der nächsten 80 Minuten zu erwarten hat. Eine Actionszene folgt hier der anderen und dabei ist immer für Abwechslung gesorgt, denn der Söldnertrupp ist immer in Bewegung und so verändern sich die Schauplätze und auch die Gegner am laufenden Band. Zu Wasser und zu Land, im Dschungel und in kleinen Dörfern, egal wo, alles wird zusammengeballert und das so extrem brutal wie in kaum einem anderen Actionfilm.
Amerikanische Produktionen aus der gleichen Zeit sehen im Vergleich zu dieser Schlachtplatte wie Kinderprogramm aus! Hier wird sich nicht nur mit blutigen Einschusslöschern begnügt, es wird geschlitzt, aufgespießt, Gliedmaßen abgehakt und noch einiges mehr. Sogar eine Folterszene wurde eingebaut, die mehr an einen 80er Jahre Kannibalen-Schocker erinnert als an einen stumpfen Ballerfilm.
Leser, die nicht daran interessiert sind, sich über 80 Minuten pure extrem hohle Gewaltszenen anzusehen, brauchen gar nicht weiter lesen oder die Hoffnung haben, dass der Film außer Gewalt noch was anderes zu bieten hat, denn dass hat er nicht. Spannung kommt bei der puren Aneinanderreihung von Baller- und Metzelszenen nie auf. Lediglich für Freunde des Trashfilms könnte der Streifen noch interessant sein, denn hier wird so einiges an (unfreiwilliger?) Komik geboten. Die Charaktere haben eine dermaßen bescheuerte Mimik drauf, dass man sie teilweise überhaupt nicht mehr ernstnehmen kann, auch die ein oder andere Szene ist so sinnlos und unnütz, dass man sich fragt, warum diese überhaupt existiert. Beispiel gefällig:
Einer der Söldner läuft durch Dickicht und findet ein kleines Dorf, dessen Dorfbewohner in einer kleinen Hütte hocken und sich mit einem Würfelspiel vergnügen. Der Söldner ist von seinem Glück überzeugt und setzt ein wenig Geld, wie der Zufall es will, gewinnt er. Auch beim zweiten Mal ist das Glück auf seiner Seite und der Einsatz der Dorfbewohner wandert in seine Tasche. Das geht dann kurze Zeit so weiter, bis plötzlich der Dorfälteste mit einem Maschinengewehr vor dem Söldner sitzt und droht abzudrücken, falls der Söldner wieder gewinnen sollte. Als der Söldner wieder gewinnt, schmeißt er blitzschnell eine Handgranate in die Würfelschale und jagt die ganze Hütte in die Luft, danach geht er, so als wäre nie was gewesen, zu seinen Söldner-Kumpels zurück. Tja, da diese Szene überhaupt nichts mit dem vorherigen und dem weiteren Verlauf der Handlung zu tun hat, frage ich mich, wieso diese überhaupt in dem Film ist.
Dies ist natürlich nicht die einzige Szene die den Zuschauer mit fragendem Gesicht zurück lässt.
Fazit: Der Film bietet trashige ultra-brutale Daueraction.
Filmreview von: erik / Alle Reviews von erik

Veröffentlichungen
Der Film ist bei New Vision mit extremen Schnitten auf Video erschienen. Uncut ist der Film mit Wendecover bei HDMV auf DVD zu haben.
Filmbewertung
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