Der Killer im System
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Inhalt
Der unscheinbare Karl, der in einem Geschäft für Computer und entsprechendes Zubehör arbeitet, ist in Wirklichkeit ein gesuchter Serienmörder. Er stiehlt die Adressbücher von wildfremden Leuten und tötet jeden, der darin eingetragen ist.
Seine neueste Errungenschaft stammt von Terry Munroe, einer alleinerziehenden Mutter. Als er sich auf den Weg zu seiner nächsten Mordtour macht, wird er in einen Verkehrsunfall verwickelt und schwer verletzt. Im Krankenhaus wird er gerade in einem Computertomographen gescannt, als ein Blitzeinschlag diverse Kurzschlüsse und Stromausfälle verursacht. Karl stirbt, doch sein digitalisierter Geist bleibt im Computer des Krankenhauses zurück. Von dort gelangt Karl in das System eines Netzwerkbetreibers, wo er Zugriff auf Millionen von Daten hat. Ihn interessieren aber nur Informationen über eine bestimmte Person: Terry Munroe.
Terry und ihr pubertierender Sohn Josh merken schnell, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, besonders, da es in ihrem Bekannten- & Freundeskreis plötzlich zu schrecklichen Todesfällen im Umgang mit elektrischen Geräten kommt. Unterstützung bekommen sie nur von Bram Walker, einem ehemaligen Hacker, der für die Firma arbeitet, in deren Netzwerk sich Karls Geist herumtreibt.
Kommentar
Der Film erweitert den bekannten Plot (wahnsinniger Serienkiller mit übermenschlichen bzw. übernatürlichen Fähigkeiten) um das Element der Computer-Realität.
Hier findet der virtuelle Mörder über elektrische Leitungen Zugang zu seinen Opfern. Eine ähnliche Idee präsentierte auch schon der, vergleichsweise unbekannte, Horrorfilm "Pulse" aus dem Jahr 1987, mit dem Unterschied, dass dort kein Mensch hinter den Vorfällen steckte. Auch der 1990 entstandene "Shocker", in dem sich der Geist eines hingerichteten Mörders per Fernsehsignalen fortbewegt, hat möglicherweise als Inspiration gedient. Die sorgsam vorbereiteten Todesszenen, die dann zum Teil eine überraschende Wendung nehmen, erinnern in manchen Momenten an die aktuelle Final Destination-Serie, sind aber nicht ganz so explizit und insgesamt rar gesät.
Das führt uns nun zu den Effekten, die hier am besten funktionieren, wenn handgemachte und computeranimierte Tricks kombiniert werden (z.B. der Mord per Mikrowelle). Die Szene, in der Josh und sein Freund in einer Spielhalle in einem Cyberspace-Ballerspiel agieren, lässt zunächst befürchten, dass sich die technischen Möglichkeiten in den 11 Jahren seit Tron nicht verändert hätten. Zum Glück sind die anderen Szenen, die sich in einer virtuellen Realität bzw. dem Mikrokosmos innerhalb der Strom- & Datennetze abspielen, auf einem guten Niveau, auch wenn sie heutzutage veraltet wirken mögen.
Rachel Talalay gab ihr Regiedebüt 1991 mit Freddy's Finale, dem 6. Teil der Nightmare-Reihe; sie hatte aber schon an allen vorangegangenen Filmen der Serie mitgewirkt.
Obwohl weder Story noch handwerkliche Umsetzung aus der Masse herausragen, bietet der Film doch solide Unterhaltung mit durchweg guten darstellerischen Leistungen.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Fox Video auf VHS erschienen.
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Weitere Kommentare zum Film
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| erik, 12.09.11 |
| Oh man, aus dem Film hätte echt was werden können. Es ist schon ein, zwei (oder drei) Jahre her dass ich den gesehen habe aber so ein paar Sachen sind mir noch gut in Erinnerung geblieben. So war mir der junge Hauptdarsteller eindeutig zu jung. Dank ihm wirkte dieser als Teenhorror angelegte Streifen wie ein Kinderfilm mit einigen Horrorszenen. Diese sind aber allesamt gut gelungen und stellen die Höhepunkte des sonst sehr lauen Streifens da. Leider sind die CGI Effekte so grottig geraten dass sie den Film in den starken Momenten ein wenig ausbremsen und in den ohnehin schon schwachen Momenten komplett versagen lassen („Cyberspace-Ballerspiel“). Gut kann ich mich auch noch an die Musikuntermalung erinnern, diese war nämlich unter aller Kanone, mehr als nur einmal wird dem Zuschauer eine extrem nervige und unpassende Hiphop-mucke zugemutet, die eigentlich nicht zu unterbieten ist. Langeweile kommt aber nie auf was den Film zusammen mit ein paar guten Szenen vor einer Zwei Schädelwertung rettet. Den Namen der Regisseurin sollte ich mir aber einprägen um mich vor weiteren Filmchen dieser Machart zu schützen, denn Nightmare 6 war auch schon ein Fehlgriff. Grade noch so 3 Schädel, aber ganz knapp. |
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