The Gift - Die dunkle Gabe
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Inhalt
Nach dem Tod ihres Ehemannes muss Annie Wilson ihre drei Söhne und sich mit Karten lesen über die Runden bringen. Ob ihre guten Ratschläge immer nur aus den Karten stammen, ist nicht ganz klar, doch ihre furchteinflößenden Visionen sind Wirklichkeit. Der Rektor der Schule ihres ältesten Sohnes wendet sich daher an Annabelle, als seine Verlobte in einer Nacht plötzlich spurlos verschwindet. Ein furchterregender Traum verrät der Hellseherin tatsächlich deren Aufenthaltsort, und die Polizei stößt in einem Tümpel auf die Wasserleiche... Doch ist der gewalttätige Donnie Barksdale, mit dem Annie schon aneinander geraten war, wirklich der Mörder? Und wieso fühlt sich Annie seit seiner Verhaftung nicht sicherer, sondern im Gegenteil immer mehr Angriffen ausgesetzt?
Kommentar
Cate Blanchett versprüht in "The Gift" eine geradezu elbisch-ätherische Aura, aufgrund derer man ihr die hellseherische Ader vollkommen abkauft. Auch sonst ist man überrascht, wie viele bekannte Schauspieler sich hier ein Stelldichein geben: Sei es Keanu Reeves (Matrix), Hilary Swank (Million Dollar Babe) oder Katie Holmes (Batman Begins). Dennoch hatte ich das Gefühl, dass keiner dieser Stars so richtig zur Höchstform auflief und sie - mit Ausnahme der schon erwähnten Cate Blanchett - auch nicht wirklich perfekt in ihre Rolle passten.Überhaupt hat mich der Film nicht so richtig mitgerissen. Es wäre auch falsch, ihn als langweilig zu bezeichnen, denn die Atmosphäre ist sehr schön inszeniert, wenn man durch nebelverhangene Sümpfe schleicht oder sich die Baumkronen im fahlen Licht wiegen, und die ein oder andere Gruselszene gibt es auch. Bei mir kam trotzdem keine allzu große Spannung auf, dafür blieben die Visionen zu harmlos und der Plot zu vorhersehbar. Auch das Finale kam für mich nicht wirklich überraschend.
Positiv zu erwähnen ist die stark ausgeprägte Charakterzeichnung, bei der jeder Figur ambivalente Facetten und den Beziehungen zur Hauptperson Annie genug Raum gegeben wird. Hier ist mir besonders Giovanni Ribisi angenehm aufgefallen, bei dessen Rolle als einsamer Mechaniker man sich nicht ganz sicher ist, ob er nun sympathisch und mitleidenswürdig oder gefährlich und unberechenbar ist. Lediglich der gewalttätige Mordverdächtige wirkte auf mich nicht so überzeugend.
Die sich zwischendurch abzeichnende "Hexenjagd" auf die übersinnlich begabte Protagonistin bringt zwar etwas Tiefe in den Film, allerdings nicht genug, um glaubhaft sozialkritisch zu wirken. Insgesamt scheint sich "The Gift" einfach nicht entscheiden zu können, ob der Fokus nun auf Mystery, Thriller oder Drama liegen sollte, und das bestärkt in dem Gefühl, dass hier einfach irgendwie das gewisse Etwas fehlt.
Dank der soliden Schauspieler, der ausgiebig geschilderten Atmosphäre und Figurenkonstellation und des gelungenen Settings bleibt es trotzdem bei ordentlichem Durchschnitt, den man sich durchaus ohne Reue ansehen kann, weshalb es gute drei Schädel gibt - für einen vierten hat es aber bei mir aufgrund der erwähnten Schwächen einfach nicht gereicht.
Filmreview von: Gruselmonster / Alle Reviews von Gruselmonster
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Sony Pictures Home Entertainment und in einer neueren Ausgabe (auch auf Blu-ray) bei Ascot Elite Home Entertainment erschienen.
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