Tom, Crosby und die Mäusebrigade

Originaltitel: Jack to Mame no Ki
Alternativtitel: Jack and the Beanstalk
Herstellungsland: JapanJapan
Erscheinungsjahr:  1974
Regie: Gisaburô Sugii

Darsteller

Figur

Matthias Nicolai  Tom
Hartmut Neugebauer  Crosby
Susanne Doucet  Prinzessin Margareta
Emily Reuer  Madame Noir
Wolfgang Hess  Tulpe
Walter Reichelt  Zauberer
  
Genre: Fantasy, Abenteuer, Animation
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Inhalt

Tom ist ein lustiger, fröhlicher, doch recht naiver Bauernlümmel dem es ziemlich egal ist, dass sie nicht all zu viel Geld besitzen. Als eines Tages die Kuh aufhört, Milch zu geben, schickt ihn seine Mutter auf den Markt um sie zu verkaufen. Auf dem Weg dorthin begegnet er aber einem mysteriösen Mann, der es schafft, ihm das Tier für eine Handvoll Zauber-Bohnen ab zu schwatzen. Weil seine Mutter alles andere als erfreut darüber ist, und auch nicht an Zauberei glaubt, wirft sie die Bohnen achtlos aus dem Fenster.
In der Nacht aber beginnen sie tatsächlich zu wachsen und eine gigantische Bohnenranke schießt rauf bis in den Himmel. Eine sprechende Maus rutscht herunter und bittet Tom um Hilfe. Eine böse Hexe hat sie und den gesamten Hofstab in Mäuse verwandelt, das Königspaar vergiftet und die Hochzeit zwischen ihrem grauenvollen Sohn, einem Monster, und der verzauberten Prinzessin eingefädelt um die Macht über das gesamte Wolkenreich an sich reißen.
Neugierig klettern Tom und sein treuer, sprechender Hund Crosby rauf, um die wunderschöne Prinzessin von dem Albtraum zu befreien. Leider frisst Madam Noir mit Vorliebe kleine Kinder und kann Tom sofort riechen. Höchst erfreut möchte sie den Jungen gleich in einen Kochtopf stecken, um ihn als Hochzeitsmahl zu kochen…

Kommentar

Mein Gott wie habe ich diesen wunderbaren, musicalartigen Zeichentrick als Kind geliebt und sehe ihn auch heute noch, immer wieder gern.
Bis vor Kurzem wusste ich gar nicht, dass dieser fantastisch-nostalgische Anime-Film aus den 70iger Jahren, die japanische Variante des berühmten englischen Klassikers „Jack und die Zauberbohnen“ oder „Hans und die Bohnenranke“ ist.
Für Regisseur Gisaburō Sugii, der gemeinsam mit Hirami Shuji auch das Drehbuch schrieb, war dieses Gruselmärchen eines seiner bekanntesten und erfolgreichsten Filme. Jedes einzelne der japanischen Lieder wurde derart professionell synchronisiert, dass man gar nicht auf die Idee kommt, dass dies ein japanischer Film ist.
Im Gegensatz zu manch anderen Zeichentrickfilmen bei denen ja auch immer gesungen wird, die Lieder aber leider oft zu schmalzig sind, gibt’s hier nur absolute Ohrwürmer, bei denen man auch als Erwachsener automatisch mit singt. „Wir sind die Zauberbohnen, das größte Wunder dieser Welt…“ oder „Freu dich…endlich sind wir reich“ sind nur zwei davon die einem auch lange nach dem Film nicht mehr aus dem Kopf gehen. Witzig ist auch, als Crosby der Hund, den Vollmond ansingt und Tom dann ganz verwundert „Crosby mein lieber Mann, das war ja Opernreif kannst du das noch mal?“ ruft, und er dann antwortet: „Ich bin doch nicht Caruso“. Echt süß.

Weitere Highlights außer der Musik, sind die schreiende Harfe, das goldene Huhn das Gold-Eier legt, die böse Hexe und der hässliche Prinz Tulpe, vor dem ich mich als Kind immer besonders gefürchtet hab, weil er so eine schauderhaft, tiefe Stimme hatte. Heute weiß ich, dass es sich um die legendäre Reibeisenstimme von Wolfgang Hess, dem Synchronsprecher von Bud Spencer handelt und schmunzle nur noch darüber.
Überhaupt habe ich mich als Kind irgendwie total gegruselt, weshalb die Altersfreigabe von 6 Jahren vielleicht nur für Kinder gelten sollte, die mit bösen, Menschenfressenden Hexen und bösen Riesen auch umgehen können. Auch wenn es sonst keine Gewalt oder wirklichen Horror gibt und alles sehr kindgerecht gehalten ist, so gibt’s eben doch ein paar sehr spannende und leicht düstere Szenen bei denen die Kleinen wohl wie gebannt vor dem Fernseher sitzen werden. Etwa wenn sich Tom in der Schatzkammer und dem Brunnen vor dem Monster versteckt, oder im Speisesaal vor der Zauberin, weil ihn beide kochen und verspeisen möchten!
Einer der Unterschiede zu der alten Märchenvorlage ist, dass die Tiere hier alle sprechen können was den ganzen Spaß noch etwas witziger und charmanter macht.

Interessant ist auch, dass es diesen Film vor ein paar Jahren schon auf DVD gab, allerdings war dieser dann nicht nur in der gekürzten Version >(ja auch bei Kinderfilmen ist so was durchaus üblich!!), erhältlich, sondern recht bald dann gar nicht mehr und war out of Print. Für Liebhaber schossen die Preise deshalb in astronomische Höhen weshalb die DVD nur noch zwischen 70,- und 100,- zu haben war.
Erfreulicher Weise erschien Ende 2010 der Film wieder neu und diesmal sogar in der ungekürzten Originalfassung! Die ca. 10 fehlenden, vermutlich recht gruseligen Minuten, die auch im Kinderfernsehen im TV nie gezeigt wurden, sind hier zwar angeblich nur in japanischer Sprache eingefügt worden, dafür aber mit deutschen Untertiteln, was aber sicherlich nicht stört, sondern bestimmt nur positiv sein kann. Vor allem da auch der Preis nun wieder für Jedermann erschwinglich ist.

Fazit: Wer noch auf die alten, nostalgischen Märchen von Früher steht mit Tanz, Spaß und Musik, der sollte auch diesen Film kennen, bzw. mal wieder in alten Kindheitserinnerungen schwelgen…

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Euro Video / Mawa Film & Medien auf DVD erschienen.

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