A Serbian Film

Originaltitel: Srpski film
Herstellungsland: SerbienSerbien
Erscheinungsjahr:  2010
Regie: Srdjan Spasojevic

Darsteller

Figur

Srdjan Todorovic  Milos
Sergej Trifunovic  Vukmir
Jelena Gavrilovic  Marija
Katarina Zutic  Lejla
Slobodan Bestic  Marko
Ana Sakic  Jecina Majka
Lena Bogdanovic  Doktorka
Luka Mijatovic  Stefan
Andjela Nenadovic  Jeca
  
Genre: Erotik, Thriller
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Inhalt

Eigentlich wollte der männliche Ex-Pornostar Milos keine weiteren Hardcore-Filme mehr drehen, er führt nun mit seiner Familie ein ansehnliches Leben. Doch Pornoproduzent Vukmir lockt ihn mit einer enormen Gage, bei einem kunstvollen Porno mitzumachen. Milos stört nur, dass er als Einziger nicht weiß, was auf ihn zukommt. Schon bald entwickel sich das in eine Richtung, die er strikt ablehnt. Als er Vukmir sagt, dass er sofort aus dem Projekt aussteigt, wird er mit Sex-Drogen willenlos gemacht. Als er in seiner Wohnung erwacht, kann er sich an fast nichts erinnern. Seine Frau und sein Sohn sind verschwunden. Auf der Suche nach Antworten kommt langsam seine Erinnerung wieder und er erkennt, zu welch abscheulichen und gewaltvollen Taten er gezwungen wurde. Er ...

Kommentar

Mein lieber Scholli, das war ja mal wirklich eine ultraharte Nuss, die uns Regisseur Srdjan Spasojevic in seinem Regiedebüt hier vorsetzt. Der Film ist als harter Erotik-Thriller angelegt und funktioniert auf dieser Ebene auch sehr gut. Milos, ein Ex-Pornostar, der Mann, der immer kann, wird unter Drogen und gegen seinen Willen zu einem Snuff-Porno und anderen Extremperversitäten gezwungen. Erst als die Wirkung der Rauschmittel nachlässt, erkennt er, in welche Hölle er geschickt wurde.

Der Film ist handwerklich solide umgesetzt, tolle Kameraarbeiten und hochwertiger Look und auch die Spannung und Intensität wird kontinuierlich gesteigert. Die Darsteller agieren alle absolut glaubhaft, die Kulissen sind gut gewählt und auch die Frauen sind allesamt sexy. Er liefert also die besten Voraussetzungen für einen klasse Film. Doch leider hat sich der Regisseur wohl das Ziel gesetzt, mit zu den härtesten Filmen aller Zeiten zu zählen. Ich will hier jetzt nichts verraten, das will ich keinem zumuten. Stell dir einfach das Extremste vor, was du dir an Gewalt- und Snuffpornos vorstellen kannst und leg sie noch eine Schippe drauf - noch Fragen? Ungekürzt wäre der Film in Deutschland ein klarer Fall für den Staatsanwalt, so dass die deutsche Fassung ordentlich Federn lassen musste. Es wurden gut 13 Minuten rausgeschnitten, was ich bei den meisten Filmen als Frevel und Zensur ansehen würde. Hier sollte man im eigenen Interesse jedoch froh drum sein, auch wenn so manche Handlungsstränge krass unterbrochen werden und einem teils notwendige Informationen fehlen. Die deutsche Fassung ist immer noch hart genug.

Was mir gut gefallen hat, ist der menschliche Aspekt von Milos. Er agiert hier gezwungener Maßen als Täter, ist jedoch das Opfer. Er lehnt Gewalt an Frauen und Kindern bereits im Vorfeld ab und hätte sich nie darauf eingelassen, wenn er das vorher gewusst hätte. Und als es zu spät ist und er aus diesem realen Alptraum aufwacht, zerbricht seine Welt.

Der Film lässt den Zuschauer mit einem flauen Gefühl im Magen und ziemlich ratlos zurück. Zu extrem waren die Eindrücke, um sie in der Zeit wirklich verarbeiten zu können, man kommt sich selbst fast vergewaltigt vor.

Fazit: An sich ein toller Film, der mit seiner übertriebenen Mischung aus Sex und Gewalt jedoch mehr kaputtmacht, als zu helfen. Dafür wurde er schnell als grenzüberschreitender Film der neuen Generation berühmt-berüchtigt. Der Film ist nur was für Leute, die mit diesem Thema auch wirklich umgehen können.

PS: "A Serbian Film" ist übrigens ein serbischer Film, haha.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Veröffentlichungen

Der Film ist in Deutschland ca. 13 Minuten gekürzt bei Starlight auf DVD und Blu-ray erschienen.

Filmbewertung

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Weitere Kommentare zum Film

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BadMoon, 21.08.11
Huih, das sind ja mal Einfälle von der ganz üblen Sorte; wem Hostel und Konsorten zu harmlos waren, der ist hier richtig bedient. Der Zuschauer wird langsam auf das Grauen vorbereitet, um dann mit immer expliziteren und perverseren Details konfrontiert zu werden. Da ich vorgewarnt wurde, bin ich vielleicht zu distanziert an den Film rangegangen, so dass die große Schockwirkung ausgeblieben ist. Trotzdem ein verstörender Film, der es mit seinen übertrieben brutalen, sexuell motivierten Gewaltdarstellungen etwas zu gut meint, hier wäre weniger mehr gewesen.
 
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