Im Zeichen der Libelle

Originaltitel: Dragonfly
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2002
Regie: Tom Shadyac

Darsteller

Figur

Kevin Costner  Joe Darrow
Susanna Thompson  Emily Darrow
Joe Morton  Hugh Campbell
Ron Rifkin  Charlie Dickinson
Kathy Bates  Mrs. Belmont
Robert Bailey Jr.  Jeffrey Reardon
Jacob Smith  Ben
Jay Thomas  Hal
Lisa Banes  Flora
  
Genre: Okkult, Fantasy, Thriller
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Inhalt

Dr. Joe Darrow fällt es schwer, über den Tod seiner Frau Emily hinweg zu kommen. Die Ärztin starb bei einem Busunglück im Dschungel Venezuelas, ihr Leichnam aber wurde nie geborgen. Zurückgezogen und depressiv erlebt Joe immer häufiger eigenartige Phänomene, die meist mit Libellen in Zusammenhang stehen - dem Lieblings- und Totemtier seiner Frau.

Als Kinder des Krankenhauses, in dem das Ehepaar arbeitete, in Nahtoderlebnissen plötzlich Botschaften der toten Emily zu überbringen scheinen und sich die beängstigenden Visionen häufen, beschleicht Dr. Darrow der Verdacht, dass seine tote Frau ihm etwas mitzuteilen versucht. Oder verliert er nur langsam den Verstand...?

Kommentar

"Im Zeichen der Libelle" handelt zwar von Botschaften aus dem Jenseits, als einen Myster-Thriller oder Gruselfilm im klassischen Sinne kann man den Film allerdings nicht bezeichnen. Es gibt zwar einige durchaus unheimliche Szenen und Momente, in denen man zusammenzuckt, doch schon die Altersfreigabe ab 12 lässt erahnen, dass man sich hier nicht allzusehr fürchten muss.
Der Fokus liegt klar auf dem Hauptcharakter, dem tief um seine Frau trauernden, zwischen Zweifel und Verzweiflung schwankenden Dr. Darrow. Als nüchterner, naturwissenschaftlich ausgerichteter Mensch ist er durch den Verlust seiner Gattin zutiefst erschüttert und ist keinesfalls sicher, ob er den scheinbaren Botschaften aus der Zwischenwelt Glauben schenken kann oder ob er lieber an seinem Verstand zweifeln sollte. Obwohl Kevin Costner mich als Arzt nicht ganz überzeugen kann, spielt er seine Rolle gut und angenehm unaufdringlich.

Wesentliches Leitmotiv ist dabei die Frage, die die Menschheit seit Urzeiten quält: Was erwartet uns nach dem Tod? Hier wird, machen wir uns nichts vor, schon das ein oder andere Klischee bedient, sei es nun das strahlende Licht am Ende des Tunnels oder sei es die verwirrende Tatsache, dass Geister sich immer nur in kryptischen Rätseln ausdrücken können anstatt ihren Hinterbliebenen die Sache durch klare Anweisungen zu erleichtern...
Vom nüchternen Mediziner, der anatomische Erklärungen zum Besten gibt, bis zur weisen alten Nonne, die der Ansicht ist, "dass, wenn wir uns diese Welt erschaffen, wir uns auch die nächste erschaffen können", kommen alle Ansichten mal zu Wort. Tatsächlich wird für meinen Geschmack vielleicht sogar ein bisschen zu viel erklärt und analysiert, hier hätte man meiner Meinung nach ruhig noch ein bisschen mehr auf Fantasie und Interpretation des Publikums bauen dürfen.
Dennoch wird die Auseinandersetzung mit dem Jenseits insgesamt sensibel und stimmig geführt, sodass die Geschichte zwar etwas rührselig, aber nicht zu seicht wirkt.
Positiv hervorzuheben ist auch das Ende, das berührend und - hoffentlich - überraschend kommt und sich von der 08/15-Standardauflösung des Okkultkinos abhebt.

Was mich in diesem Film gestört hat, ist der runtergekommene Papagei, der den ganzen Tag einsam sein Dasein auf einer Sitzstange in der dunklen Wohnung fristet. Klar, es ist nur ein Film, aber als stolze Besitzerin eines frechen kleinen Sittichschwarms nervt mich sowas. Wenn man schon (für die Handlung ziemlich unwichtiger Weise) Papageien zeigen muss, dann doch bitte als Pärchen in einer vernünftigen Voliere, liebes Hollywoodteam! Was in vielen Haushalten trauriger Alltag ist, muss ja nicht auch noch als schlechtes Vorbild auf die Leinwand gebannt werden.

Davon abgesehen ein schöner Mystery-Film, den wenig Grusel und viel Gefühl eindeutig Pärchenabend-tauglich machen.

Filmreview von: Gruselmonster / Alle Reviews von Gruselmonster

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Buena Vista Home Entertainment auf DVD erschienen.

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