Prestige - Die Meister der Magie
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Inhalt
London, Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Zauberkünstler Robert Angier und Alfred Borden lernen sich kennen und beginnen einen freundschaftlichen Wettstreit um den besten, verblüffendsten, magischsten Zaubertrick ihrer Zeit.
Doch bei einer Aufführung stirbt Angiers Ehefrau, weil sie sich bei einem von Bordens spektakulären Entfesslungstricks nicht rechtzeitig befreien kann - was aus den ehemaligen Freunden erbitterte Rivalen macht.
Als Borden mit seinem Trick "Der transportierte Mann" zu Ruhm gelangt, indem er sich scheinbar von einem Ende der Bühe zum anderen teleportieren lässt, kennt Angiers Eifersucht keine Grenzen mehr. Von Rachegefühlen zerfressen und besessen davon, hinter das Geheimnis der Illusion zu kommen, versucht er alles, um Bordens Trick zu kopieren - was sich als schwieriger herausstellt als gedacht.
Steckt am Ende gar echte Magie dahinter...?
Kommentar
Ein Zaubertrick besteht aus drei Akten. Der erste Akt ist: Die Ankündigung. Der Magier zeigt etwas Gewöhnliches. Aber natürlich ist es das gar nicht. Der zweite Akt ist: Die Wendung. Der Magier bringt das Gewöhnliche dazu, etwas ungewöhnliches zu tun. Nun sucht man das Geheimnis. Aber man findet es nicht. Deshalb gibt es noch einen dritten Akt: Das Prestige. Die perfekte Illusion. Der Teil, an dem sich alles dreht und wendet. Man sieht etwas, was man zuvor noch nie gesehen hat...... und das tut man auch in Christopher Nolans Werk. Der Regisseur, der zuvor bereits mit "Insomnia - Schlaflos" und "Batman Begins" erfolgreich war und mit "The Dark Knight" und zuletzt "Inception" in die Riege der ganz großen Regisseure Hollywoods aufstieg, hat mit "Prestige" einen raffinierten, spannenden und stimmungsvollen Historienthriller geschaffen.
Wie es sich für einen guten Zaubertrick gehört, wird auch hier eine verblüffende Wendung nach der anderen aus dem Hut gezaubert. Gespannt versucht man, das scheinbar undurchdringliche Verwirrspiel zu durchschauen und puzzelt sich die Wahrheit Stück für Stück zusammen.
Effekte werden sparsam, aber eindrucksvoll eingesetzt, der Film lebt zu einem großen Teil von der hochkarätigen Besetzung und der stimmigen, beklemmend-faszinierenden Atmosphäre.
Die Schauspieler leisten hervorragende Arbeit und sind hauptverantwortlich für die Überzeugungskraft des Films. Christian "Batman" Bale und Hugh Jackson (auch bekannt als Wolverine aus den X-Men-Filmen) spielen ihre Rollen beide tadellos und verkörpern glaubhaft ihre jeweiligen Charaktere.
Michael Caine stellt - charismatisch und sympathisch wie immer - den weisen und erfahrenen Zaubererausstatter dar, der den gnadenlosen Konkurrenzkampf, in den er hinein gezogen wird, kritisch betrachtet.
Gegen Ende entwickelt der Film dann doch noch echte Fantasyelemente, was mir persönlich nicht ganz so gut gefallen hat. Der serbische Physiker Nikola Tesla (dem wir eine Unmenge eindrucksvoller und nützlicher Erfindungen und Entdeckungen vor allem auf dem Gebiet der Elektrotechnik verdanken) wird von David Bowie verkörpert und hat hier einen etwas esoterischen Auftritt. Allerdings verfolgte Tesla tatsächlich Ideen, die zu seiner Zeit wie Magie anmuteten (beispielsweise die drahtlose Übertragung von Energie und Information, die heute in jedem Radio, Handy und jeder Mikrowelle steckt).
Glücklicherweise stört der Übergang zur Fantasy bzw. Science Fiction aber weder Atmosphäre noch Logik des Films, sodass die Auflösung unerwartet und verstörend bleibt.
In "Prestige" wurden übrigens zahlreiche historische Begebenheiten verarbeitet, nicht nur zu einem gewissen Grad in der Figur Teslas, sondern vor allem auch in Bezug auf zahlreiche berühmte Zauberkünstler wie Harry Houdini, David Copperfield oder den angeblich chinesischen Trickkünstler Chung Ling Soo (William E. Robinson).
Fazit: Für Fans historischer Thriller und düsterer Fantasy ebenso wie für alle, die sich verzaubern und verblüffen lassen wollen - Eine klare Empfehlung für einen hervorragend inszenierten und gespielten, eindrucksvollen Film!
Filmreview von: Gruselmonster / Alle Reviews von Gruselmonster
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Warner Home Video auf DVD, Blu-ray und HD DVD erschienen.
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Stand: 23.05.2012 14:06:32
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