Cube

Originaltitel: Cube
Herstellungsland: KanadaKanada
Erscheinungsjahr:  1997
Regie: Vincenzo Natali

Darsteller

Figur

Maurice Dean Wint  Quentin
David Hewlett  Worth
Nicole de Boer  Leaven
Nicky Guadagni  Holloway
Andrew Miller  Kazan
Julian Richings  Alderson
Wayne Robson  Rennes
  
Genre: Thriller, Splatter, Science-Fiction
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Inhalt

Sieben Menschen erwachen - zunächst unabhängig von einander - in einem seltsamen würfelförmigen Raum, ohne zu wissen, was sie dort sollen und wie sie dort hingelangt sind. In allen Wänden, ebenso in Boden und Decke, befinden sich tresorartige Türen, die in angrenzende, baugleiche Räume führen.
Der erste Protagonist verschwindet ebenso rasch wieder von der Bühne, wie er aufgetaucht ist, nur um zu demonstrieren, dass sich in diesem futuristisch anmutenden Gebilde perfide Fallen verbergen. Die übrigen Personen treffen hingegen bald auf einander und stellen fest, dass sie einander nicht kennen, aber offensichtlich zusammen arbeiten müssen, um einen Weg aus dem kubischen Labyrinth zu finden, ohne einer tödlichen Falle zum Opfer zu fallen.

Die clevere Mathematikstudentin Joan Leaven meint bald, in den an den Durchgängen eingravierten Zahlentripeln ein System zu erkennen, das sie vor Gefahren warnen und aus dem Cube herausführen wird. Doch nicht nur die Furcht vor hinterhältigen Mechanismen und schwindenden Kräften macht den Protagonisten zu schaffen, die Gruppe bleibt auch von zwischenmenschlichen Konflikten nicht verschont...

Kommentar

Der Anfang von "Cube" zeigt Parallelen zum (allerdings sieben Jahre jüngeren) Saw: Ebenso wie im berühmten Horrorstreifen um den 'Puzzlemörder' Jigsaw erwachen die Protagonisten ohne Erinnerung an einem verstörenden Ort, ohne zu wissen, aus welchem Grund sie dort hin gebracht wurden oder wie sie sich befreien sollen. Und ebenso wie in "Saw" erwarten die bedauernswerten Gefangenen auch hier ebenso tödliche wie kreative Fallen, die ihr Selbstbild und ihre Ethik auf eine Zerreißprobe stellen.

Die schauspielerischen Leistungen hätten besser sein können, sind aber größtenteils noch akzeptabel, auch wenn einige der Figuren - wie in den meisten Horrorfilmen - gehörig die Nerven des Zuschauers strapazieren. Die Entführungsopfer sind sehr verschieden, wenngleich man meiner Meinung nach ruhig noch etwas mehr Sorgfalt in eine überzeugendere Charakterisierung hätte investieren können.
Obwohl der Film auf kleinstem Raum und mit einem geringen Budget von 365.000 Kanadischen Dollar (was nicht einmal 300.000 Euro entspricht) gedreht wurde, sind die Szenen und Spezialeffekte größtenteils überzeugend umgesetzt. Die Szenerie der gerade einmal 5 Fuß breiten Würfel-Räume, deren Wände mit bunten, künstlerisch gestalteten Leuchtpanelen ausgestattet sind, wirkt steril und erzeugt eine klaustrophobische, kammerspielartige Atmosphäre. Die Spannung bleibt konstant hoch und die Handlung bietet eine ausgewogene Mischung aus Thrillerelementen und Splattereinlagen.

Sehr enttäuschend finde ich hingegen, dass das Publikum praktisch völlig im Dunkeln gelassen wird über Sinn und Urheber des mysteriösen Riesenwürfels. Während sich die Protagonisten um Erklärungen bemühen und einige unausgegorene philosophische Betrachtungen über menschlichen Stumpfsinn, die Absurdität des Lebens und politische Verschwörungstheorien zum Besten geben, beschleicht den Zuschauer das Gefühl, dass man schlicht und ergreifend keine plausible Lösung parat hatte.
Es verleiht dem Film zwar etwas Surreales, dass die Außenwelt nicht real wirkt, sondern als abstrakte Schwärze oder blendend helles Weiß mehr wie ein Symbol erscheint, das für die Figuren nicht von konkreter Bedeutung ist. Ich persönlich aber bevorzuge ein Ende, das eine ebenso einleuchtende wie überraschende Auflösung präsentiert. In dieser Hinsicht versagt "Cube" kläglich und verlässt sich ganz auf die Fantasie des Zuschauers. Wie gesagt, das mag gewollt sein und einem Science-Fiktion-Streifen, als den man "Cube" durchaus bezeichnen könnte, verzeiht man auch schon mal den ein oder anderen logischen Bruch. Dass man sich hier aber völlig um eine auch nur halbwegs logische Erklärung drückt, empfinde ich persönlich als einen großen Mangel des Films.

Nichtsdestotrotz ist "Cube" ein packender Sci-Fi-Film, der mit fantasievollen Fallen und stylischem Setting unterhält, während die Charaktere von einer Theorie zur nächsten irren. Wer dem Streifen die mangelnde Plausibiltät verzeiht und sich auf die surreale Situation einlässt, sieht einen spannenden und originellen Horrorthriller.

Filmreview von: Gruselmonster / Alle Reviews von Gruselmonster

Veröffentlichungen

Der Film ist in mehreren Auflagen auf DVD erschienen, u.a. bei Constantin Film, bei Kinowelt Home Entertainment und bei MAWA / VCL.

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Weitere Kommentare zum Film

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Gruselmonster, 01.08.11
Ach übrigens... die Argumentation der Studentin mit den Primfaktoren habe ich trotzdem nicht kapiert. Wie schließt man denn bitte aus der Anzahl der Primfaktoren daraus, ob es die Potenz einer Primzahl ist oder nicht? Beispiel: 25 = 5 mal 5 ist die Potenz einer Primzahl, nämlich 5², und hat zwei Primfaktoren. 6 = 2 mal 3 hat auch zwei Primfaktoren, ist aber KEINE Potenz einer Primzahl. Oder meint die "wie viele VERSCHIEDENE Primfaktoren hat das Ding"? Falls da jemand mein Missverständnis aufklären kann, ich bitte darum. Aus reiner Neugierde ;)
 
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