The Grudge - Der Fluch
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Inhalt
Die Amerikanerin Karen (Sarah Michelle Gellar, auch bekannt als Vampirjägerin Buffy) zieht zu ihrem Freund, dem Austauschstudenten Doug, nach Tokio. Ihr Praktikum in einem Pflegezentrum verschafft ihr einen Job, die Betreuung einer alten, leicht dementen Dame - der schon am ersten Tag zum Alptraum gerät. Eine Spur von Essensresten und ein seltsames Jammern führt sie zu einer mit Paketband hastig verschlossenen Tür im Obergeschoss, die natürlich nicht ungeöffnet bleiben kann... und schon sehr bald muss Karen zu ihrem Entsetzen feststellen, dass in diesem Haus etwas Schreckliches zurückgeblieben ist und sich nicht mehr so leicht abschütteln lässt!
Kommentar
Ich muss gestehen: So habe ich mich lange nicht mehr bei einem Film gegruselt. Nicht zu glauben, dass ich "Der Fluch" jetzt erst gesehen habe, obwohl ich sonst gerade Mystery-Horror sehr mag und dieser zu den bekanntesten darunter zählt.Diese Version der Ju-on-Reihe (so lautet der japanische Originaltitel der Geschichte) reiht sich in eine längere Serie ein, die alle denselben Stoff verfilmen. Der Regisseur Takashi Shimizu produzierte im Jahr 2000 zunächst "Ju-on - The Curse" und dessen Fortsetzung "Ju-on 2" für den Videomarkt; aufgrund des großen Erfolges folgte 2003 eine Neuverfilmung fürs japanische Kino, die ebenfalls ein Sequel mit sich brachte.
Bei dem hier beschriebenen "Der Fluch - The Grudge" handelt es sich um das US-Remake desselben Regisseurs, das das Drehbuch leicht an den westlichen Markt anpasste. Damit steht der Film in einer Reihe erfolgreicher amerikanischer Versionen japanischer Horrorfilme wie auch Ring oder Dark Water - Dunkle Wasser. Da der Film trotz schlechter Kritiken in den USA ein echter Kassenschlager war, folgten sehr rasch zwei Fortsetzungen, sodass die Ju-on-Reihe mittlerweile aus sieben Filmen besteht.
'Grudge' heißt übrigens übersetzt eigentlich nicht 'Fluch' (das wäre bei dem Titel 'The Curse' der Fall gewesen), sondern 'Groll', was dem Titel meiner Meinung nach eine etwas andere, aggressivere Bedeutungsnuance verleiht.
Zugegeben: Zu Recht kann man an dem Film kritisieren, dass die Spukgeschichte nicht besonders innovativ ist und eigentlich auch nicht mal einen besonders runden Spannungsbogen enthält. Tatsächlich handelt es sich mehr um eine Aneinanderreihung einzelner Episoden (die zum großen Teil nicht chronologisch gezeigt werden) als um eine durchgängige, geradlinig konstruierte Geschichte.
Allerdings hat mich diese Tatsache nicht gestört, da ich der Handlung trotzdem problemlos und gefesselt folgen konnte. "The Grudge" ist wirklich Geistergrusel erster Klasse, der mich mit seinen gut platzierten Schreckmomenten zum Zusammenzucken gebracht hat. Die Atmosphäre ist stimmungsvoll und ich möchte nicht in der Haut der Fluchopfer stecken. Die Erscheinungen, von denen sie heimgesucht werden, verfehlen ihre Wirkung nicht und wirken umso bedrohlicher, als dass sie die Protagonisten in der vermeintlichen Sicherheit des eigenen Zuhauses umso perfider treffen. So wie es sich gehört will man manchmal kaum hinsehen, weil man genau weiß, dass der nächste Schocker nicht auf sich warten lässt, mag aber auch nicht wegsehen - und wird natürlich doch wieder aufgeschreckt. Auch wenn "Der Fluch" optisch nur in sehr wenigen Szenen blutig wird, erzeugt der Film eine spannende und unheimliche Stimmung, so dass man sich mehr oder weniger entspannt zu einem wohligen Gruseln zurücklehnen kann.
Als Kritikpunkt ist mir persönlich aufgefallen, dass für einen Film, der in Japan spielt, ein wenig zu viele amerikanische Schauspieler mitspielen, vor allem aber hätte man der Hintergrundgeschichte und der Figurencharakteristik etwas mehr Raum geben können. Das kostet den Film in meiner Gesamtwertung knapp den fünften Schädel, den "The Grudge" auf der Gruselskala zweifellos abgeräumt hätte. Möglicherweise hätte mich der Streifen weniger überzeugt, wenn ich einen der japanischen Vorgänger der Story oder den anscheinend recht ähnlichen The Ring gesehen hätte. So aber halte ich "The Grudge" für absolut gelungenen Spukhorror, der trotz einiger inhaltlicher Schwächen exzellent unterhält und sich perfekt für einen gruseligen Filmabend eignet!
Filmreview von: Gruselmonster / Alle Reviews von Gruselmonster
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Constantin Film / Highlight auf DVD erschienen.
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Weitere Kommentare zum Film
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| Berti, 18.06.11 |
| Mann oh Mann bei diesem Film hats mich auch gscheit gegruselt. Da braucht man echt gute Nerven. Ist schon komisch bei mir- blutige Splatter machen mir gar nichts, aber bei so Mysteriethriller könnt ich mir die Fingernägeln abkauen. Wie oben schon beschrieben gibts wirklich ein paar heftige Schockszenen, allein die Kindern sind echt der Hammer. So geil geschminkt kommen die echt horrormäßig rüber. Sarah Michelle Gellar spielt so überzeugend dass es nochmal doppelt wirkt. Diese kranke Frau machte mich auch ein wenig nervös. Für Fans von gepflegten Grusel auf jeden Fall zu empfehlen |
| Staudenmaier007, 22.06.11 |
| Ich kann mich Berti nur anschliessen ein Film der einem so manchen Schauer kalt den Rücken runterlaufen läßt. Dabei läßt er sich Zeit die Verflechtungen der Geschichte songsam aufzudecken bis sich das Grauen offenbart. Glanzleistung der Schauspieler und des Kameramannes. Eindrucksvolle Bilder und ein Schlusssequenz die unter die Haut geht. 5 von 5 leuchtende Augen-Ringe |
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