Signs - Zeichen
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Inhalt
Nach dem furchtbaren Unfalltod seiner Frau ist der ehemalige Pfarrer Graham Hess vom Glauben abgefallen und lebt nun als Farmer mit seinen beiden Kindern Morgan und Bo sowie seinem Bruder auf einer Farm und baut Mais an.
Eines Tages entdeckt die Familie in der Nähe des Hauses einen großen Kornkreis. Dieser stellt nur das erste Zeichen in einer langen Reihe beunruhigender Vorkommnisse, wie der plötzlichen Aggressivität des Familienhundes, schemenhaften Gestalten im Maisfeld und merkwürdigen Signalen aus dem Babyphon, dar. Immer deutlicher wird, dass sich eine fremde Bedrohung der Erde abzeichnet.
Als die ganze Wahrheit offenbar wird, scheint es fast schon zu spät für Graham, seine Familie zu beschützen...
Kommentar
Signs beweist endlich, was aufmerksame Menschen schon seit Jahrzehnten (Jahrhunderten?) argwöhnen: Kornkreise (oder in diesem Falle eher Corn-Kreise ;-) ) sind weder Ergebnis esoterischer Erdstrahlung noch durch kleinkriminelle Jugendliche geplättet, es sind Botschaften der Außerirdischen. Und die haben sich - wie sollte es auch anders sein - die friedliche Farm eines durch einen tragischen Verlust vom Glauben abgefallenen amerikanischen Pfarrers für den Beginn der globalen Erdinvasion ausgesucht.Diese zugegebenermaßen etwas sarkastische Zusammenfassung spiegelt wieder, was dem Film für mich einen etwas zu kitschigen Beigeschmack verpasst hat: Nämlich die ziemlich rührselige Konstellation der Hauptfiguren. Der Konflikt des Protagonisten zwischen Glauben und Enttäuschung hat mich persönlich nicht so sehr angesprochen, was aber Geschmackssache ist; die Charakterdarstellung ist liebevoll und sorgfältig umgesetzt, die schauspielerischen Leistungen sind nicht zu beanstanden.
Tatsächlich entwickelt der Film besonders in der Mitte zwei große Stärken: Zum einen wird die Spannung und die Bedrohung recht langsam gesteigert und auf zu offensichtliche Darstellung der Invasion aus dem All verzichtet. Der sich scheinbar ankündigenden Katastrophe wird lange mit gesundem Misstrauen begegnet, was überzeugender wirkt, als wenn nach zehn Minuten Vorgeplänkel gleich die Plasma-Strahler ausgepackt werden und New York in Schutt und Asche legen. Die angedeuteten, mehr auf Suggestion basierenden Drohungen, bei denen oft nicht ganz klar ist, ob sie nun wirklich außerirdischen Ursprungs oder überhaupt gefährlich sind, wirken wesentlich besser als explizit gezeigte Spezialeffekte.
Zum Anderen hat der Film einige humoristische Einlagen, bei denen ich mir nicht so sicher bin, ob sie gewollt oder unfreiwillig komisch sind. Jedenfalls ist der Anblick der Familie, die sich mit Alufolienhütchen vor schlechten Einflüssen schützt, erheiternd ;-)
Gegen Ende spitzt sich die lange nur unterschwellig bedrohliche Situation doch noch konkreter zu und man darf sich auf eine spannende Kellerszene freuen. Was mich sehr enttäuscht hat, ist dass am Ende dann doch noch eine Enthüllungsszene mit CGI-Einsatz folgt. Mir hätte der Film wesentlich besser gefallen, wenn er seiner Linie bis zum Schluss treu geblieben wäre und sich auf das Bild im Kopf der Zuschauer beschränkt hätte. So gerät das - zudem ziemlich schmalzige - Ende doch wieder ziemlich klischeehaft.
Fazit: Signs ist irgendwie anders als die meisten Alien-Filme. Auf Computereffekte wurde weitgehend verzichtet und die Kornkreise wurden nicht animiert, sondern in einem echten Feld erzeugt. Der Film protzt nicht mit epischen Infernos wie Independence Day, sondern steigert seine Spannung subtil und erfolgreich. Dadurch wird er auch tauglich für Leute, die eigentlich keine Horrorfilme mögen, sich aber trotzdem im undurchdringlichen Maisfeld gruseln wollen.
Abzüge gibt es von mir für den etwas zu deutlich mitschwingenden Pathos und die Tatsache, dass irgendwie kein Ansatz - weder der parodistische Anklang noch die rein implizite Darstellung der Bedrohung - ganz konsequent verfolgt worden zu sein scheint. Mancher wird "Signs" besser finden als ich, manchem wird er vielleicht auch weniger zusagen. Dennoch ein gelungener und nicht ganz alltäglicher Film, bei dem auch die zartbesaiteteren Gemüter auf ihre Science-Fiction-Gruselkosten kommen.
Filmreview von: Gruselmonster / Alle Reviews von Gruselmonster
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Buena Vista Home Entertainment / Touchstone Home Entertainment auf DVD und Blu-ray erschienen.
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