Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond
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Inhalt
Seit Jahren wird das kleine und abgelegene Dorf Daggerhorn, in dem Valerie aufgewachsen ist, von einem Werwolf tyrannisiert. Zu jedem Vollmond wird ihm das beste vieh geopfert, weshalb die Menschen verschont werden. Seit ihrer Kindheit ist Valerie in Peter verliebt, doch ihre Mutter hat sie mit dem wohlhabenden Henry heiraten. Gerade als Valerie und Peter das Dorf verlassen wollen, wird Valeries ältere Schwester tot aufgefunden. Sie wurde das Opfer des Werwolfs. Pater Solomon, der mit Werwölfen bereits Erfahrung hat, wird mit seinen Söldnern gerufen, um der Bestie den Garaus zu machen, doch bei seiner Ankunft präsentieren ihm die Dorfbewohner den Kopf eines frisch erlegten Wolfs. Mit der Annahme, dies sei der Werwolf, irren sie sich jedoch, denn diese nehmen nach ihrem Tod wieder ihre menschliche Gestalt an. Die Bestie lebt immer noch - wahrscheinlich sogar unerkannt im eigenen Dorf. Mit Inquisitionsmethoden versucht Pater Solomon der Lage Herr zu werden, doch ...
Kommentar
Wer kennt es nicht, das Märchen von Rotkäppchen der Gebrüder Grimm. Dieser Stoff wurde nun von der Twilight-Regisseurin Catherine Hardwicke neu adaptiert. Das Ganze wurde mit märchenhaften und stimmungsvollen Studiokulissen und einer verträumten Schneelandschaft durchaus stimmungsvoll in Szene gesetzt, hat aber mit der Grundstory der Vorlage nicht wirklich viel zu tun. Ich hatte fast schon den Eindruck, dass einige Kernelemente des Märchens wie der Spruch "Großmutter, warum hast du so große Augen? ..." krampfhaft versucht wurden, unterzubringen. Dafür wurde aus dem bösen Wolf ein Werwolf, der das Dorf schon seit vielen Jahren heimsucht. Das Ganze wurde dann noch um eine romantische Liebesgeschichte und Eifersucht sowie einem Inquisitionstrupp, der den Werwolf erlegen soll, angereichert.Die jugendlichen Darsteller sind alle smart und top gestylt, was nicht wirklich zu dem abgelegenen Dorf und der Zeitepoche passt. Die Hauptrolle wurde mit Amanda Seyfried (Mamma Mia!) durchaus ansprechend besetzt. Sie vermag mit ihren süßen Kulleraugen eine gewisse Naivität auszustrahlen. Mit Gary Oldman (The Unborn) konnte sogar ein namhafter Charakterdarsteller für den Werwolfexperten gewonnen werden, der hier wieder einmal überzeugen kann und alle anderen an die Wand spielt. Er veranstaltet nicht nur eine Wolfsjagd, sondern auch eine Hexenjagd.
Nachdem die Charaktere in der ersten Hälfte alle eingeführt wurden, ist die zweite Hälfte eher ein Krimispiel, bei dem die Identität des Werwolfs gesucht wird. Hier werden viele Andeutungen gemacht und falsche Fährten gelegt, wodurch etwas Spannung aufkommt. Die Angriffe des computeranimierten Werwolfs sind nett arrangiert, jedoch unblutig, wodurch der Märchencharakter nicht zerstört wird und eine FSK 12 Freigabe vergeben wurde.
Fazit: Weichgespülter Romantik-Horror-Kitsch für Teenager, der mit dem gleichnamigen Märchen nur noch wenig zu tun hat.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Deutscher Kinostart: 21. April 2011
DVD & Blu-ray: 2. September 2011 von Warner Home Video
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| Berti, 05.10.11 |
| Mir hat der Film sehr gut gefallen! Ich steh auf Mittelalter- und düstere Märchenfilme. Außerdem auf Werwölfe und Krimis. Zu Gary Oldman gabs für mich noch bekannte Gesichter wie Amanda Seyfried, Billy Burke (Twillight) und Virginia Madsen (Candymans Fluch). Die Frage wer denn jetzt das Monster ist, bleibt bis zum Schluss offen und man rätzelt genüsslich mit, Dank der vielen falschen Fährten. Der Wolf selbst ist super animiert und kommt echt gut. Dass man ihn sprechen hört, ist mal was Neues. Mich hat die dramatisch-traurige Liebesbeziehung auch nicht gestört. Im Gegenteil. Ich hab das Ganze nicht wie das Rotkäppchen-Märchen gesehen. Sondern eher wie ein mittelalterliches "Twillight"- nur mit einem Werwolf statt einem Vapir... |
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