Elaan
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Inhalt
Der schwerreiche Firmenchef Kantilal Shah wird von Baba Sikandar um 2 Millionen Rupien Schutzgeld erpresst. Sinkadar ist ein gesuchter Gangsterboss, dessen Untergebene schon zahlreiche Terror- und Mordanschläge verübt haben.
Shahs Tochter Anjali will der Forderung nachgeben, doch sein Adoptivsohn Karan ist anderer Meinung. Er befürchtet, dass Nachahmungstäter auftauchen, wenn bekannt wird, dass sein Vater sich erpressen lässt.
Nachdem Kantilal sich Baba wiedersetzt hat, werden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, totzdem gelingt es einem Auftragskiller in das Firmengebäude der Shahs einzudringen und ihn zu erschießen.
Karan beschließt, Sikandars Schreckensherrschaft zu beenden und ihn an die Behörden auszuliefern, damit er vor Gericht gestellt werden kann. Das ist leichter gesagt als getan, da er aus dem Ausland operiert und nur seine engsten Vertrauten seinen jeweiligen Aufenthaltsort kennen.
Karan sucht zunächst Hilfe bei dem verwittweten Inspector Arjun Srivastav, der den Polizeidienst quittiert hat, um seine kleine Tochter aufzuziehen. Nach anfänglichem Zögern, lässt Arjun sich überzeugen bei Karans Vorhaben mitzumachen.
Um mehr über die Rangordnung und Abläufe innerhalb Sikandars Organisation zu erfahren, brauchen sie einen Insider. Es gelingt ihnen den Ganoven Abhimanyu aus dem Gefängnis zu befreien, der früher für Sikandar gearbeitet hat und von diesem hintergangen wurde.
Abhimanyu führt die kleine Gruppe nach Venedig, wo er seine Freundin Sonia treffen will, die als Tänzerin in einem Club arbeitet. Außerdem hat Sikandars rechte Hand Salim seinen Wohnsitz in der Lagunenstadt.
Nun stösst auch die Reporterin Priya zu ihnen. Sie hat Karan seit dem Mord an seinem Vater verfolgt, weil sie eine große Story witterte und ist heimlich in ihn verliebt.
Gemeinsam jagen die fünf ungleichen Helden ihr Ziel durch halb Europa, doch Baba Sikandar hat auch noch ein paar Asse im Ärmel...
Kommentar
Mit Elaan (lt. der deutschen Untertitel bedeutet der Titel wahlweise Kriegserklärung, Kampfansage oder Attacke) präsentiert uns Regisseur Vikram Bhatt (Raaz, 1920) einen technisch versierten Actionfilm, der aber leider auch einige Schwächen zeigt.Da ist zunächst die häufig vorhersehbare Story, die nur wenige Überraschungen bereithält. Wer von den Hauptpersonen den Märtyrertod sterben wird steht praktisch schon bei der Einführung der Charaktere fest und auch sonst können weder Handlungsverlauf noch die Auflösung durchgehende Spannung oder Suspense erzeugen.
Zudem wirkt sich die Laufzeit von über 2,5 Stunden negativ aus, scheint die Handlung doch eher mühsam gestreckt. Und womit kann man schön Zeit totschlagen? Richtig: mit Gesangs- & Tanzeinlagen! Kein Zweifel, dramaturgisch notwendig sind diese Nummern praktisch nie, aber es gab schon genug Beispiele, wo zumindest mitreißende, oder wenigstens unterhaltsame Songs präsentiert wurden. Hier sind die Lieder bestenfalls erträglich, schlimmstenfalls nervig und insgesamt ohne Ohrwurmqualität.
Die Action-Sequenzen sind gut gemacht, auch wenn natürlich nicht das Niveau von US-Blockbuster Produktionen erreicht wird. Etwas zu gut haben es die Pyrotechniker gemeint; wenn hier irgendwas explodiert, dann rummst es richtig.
Die Darsteller sind überwiegend in Ordnung, allerdings wird in ein paar Szenen auch mal zu stark übertrieben. Ausgerechnet John Abraham (Dhoom, Kaal, Zinda) fällt mit seinem Gebrüll bei dem Kampf im Gefängnishof und nach der Schießerei im Hotel negativ auf. Arjun Rampal (Om Shanti Om, Don) leistet, den Umständen entsprechend, gute Arbeit. Was soll der arme Mann denn auch machen, wenn das Drehbuch verlangt, dass er eine Fackel minutenlang an der brennenden Seite festhalten soll!? Rahul Khanna (Love Aaj Kal - Gestern, heute & für immer) hat, im Vergleich zu John und Arjun, deutlich weniger Actionszenen zu bewältigen und fällt daher etwas weniger auf. Trotzdem agiert er, auch und gerade in etwas emotionaleren Momenten, überzeugend. Der Charakter von Amisha Patel (Thoda Pyaar Thoda Magic, The Rising) schwankt ständig zwischen gewitzter Journalistin und naivem Dummchen hin & her; unglücklicherweise spielt sie letzteres wesentlich glaubwürdiger. Lara Dutta (Kaal, Zinda) bleibt (mal wieder) unterfordert. Die Frau sieht super aus und kann schauspielern, warum lässt man solches Potential unter Pudelmützen und lahmen Dialogen verkümmern?
Die guten Ansätze der Story und die gelungenen Actionszenen wiegen die zähen Momente nicht gänzlich auf; Elaan bräuchte ein bisschen mehr Elan! Obwohl keine totale Zeitverschwendung, reicht es doch nicht ganz für mehr als 2 Schädel.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film erschien bei Rapid Eye Movies auf DVD im Originalton mit optionalen deutschen Untertiteln.
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