Iron Doors

Originaltitel: Iron Doors
Alternativtitel: Iron Doors 3D
Herstellungsland: DeutschlandDeutschland
Erscheinungsjahr:  2010
Regie: Stephen Manuel

Darsteller

Figur

Axel Wedekind  Mark
Rungano Nyoni  
  
Genre: Thriller
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Inhalt

Ohne sich zu erinnern, was zuvor geschah, wacht Mark in einem verschlossenen Tresorraum auf. Zunächst glaubt er an einen bösen Streich seiner Freunde, doch schnell merkt er, dass dies kein Spiel ist. Im Raum sind lediglich ein verschlossener Schrank und eine tote Ratte, die bereits von Maden ausgeweidet wird. Nach einem Tag findet er in der Deckenlampe einen Schlüssel, mit dem er den Schrank öffnet. Hierin sind ein Schweißbrenner sowie Hammer und Meißel. Da die Tresortür zu massiv ist, schlägt er mit seinen letzten Kräften ein Loch durch die Betonwand. Doch anstatt der Freiheit erwarten ihn hier ein weiterer Tresorraum mit einem roten Sarg und eine weitere Prüfung, doch seine Kräfte schwinden rapide und ...

Kommentar

Das war mal eine echt positive Überraschung, die uns hier Regisseur Stephen Manuel (Der letzte Lude) beschert. Mit minimalen Mitteln und nur zwei Darstellern inszenierte er ein klaustrophobisches Inferno, wie man es nur selten gesehen hat.

Mark erwacht in einem verschlossenen Tresorraum, ohne zu wissen wie und wieso er hierher kam. Ist es ein Streich, Rache oder eine Prüfung. Schon bald ringt er ums Überleben und versucht mit letzten Kräften zu entrinnen, doch das ist erst der Anfang einer Odyssee. Produziert wurde dieser in 3D gedrehte Psycho-Thriller als deutscher Independentfilm, der ohne Fördergelder komplett privat finanziert wurde. Da er für den internationalen Markt konzipiert wurde, wurde er direkt auf Englisch gedreht und später deutsch synchronisiert. Als Location diente ein alter Kölner Bunker.

Der Film lebt vor allem durch den Hauptdarsteller Axel Wedekind (80 Minutes), der zunehmends zu wahren Höchstleistungen aufläuft. Er schafft es, seine Angst und Verzweiflung glaubwürdig zu vermitteln, so dass der Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes mit ihm leidet, wenn er vor Durst seinen eigenen Urin trinkt oder die Maden der verwesenden Ratte isst, um bei Kräften zu bleiben. Um seine Rolle nicht nur zu spielen, sondern mit ihr eins zu werden, hat sich Wedekind während der 10 Drehtage selbst in eine ähnliche Situation gebracht und fast nichts gegessen und getrunken, dafür zwischendurch immer wieder Liegestütz gemacht. So hat er im Verlauf 7 Kilo abgenommen und wirkt am Ende sichtlich erschöpft und abgemergelt, was sich auf seine darstellerische Leistung mehr als positiv auswirkt, so dass er beim Fantasporto International Filmfestival 2011 verdient als bester Darsteller gekürt wurde.

Im zweiten Tresorraum findet er anstatt der Freiheit eine hübsche Afrikanerin, die von Rungano Nyoni ebenfalls sehr glaubwürdig gespielt wird. Da diese jedoch kein Deutsch spricht, kommen auch jetzt keine Dialoge auf, der Film lebt somit von Monologen, in denen reichlich geflucht wird. Ein Umstand, wofür sich Wedekind bei der Premiere bei seinen Eltern vorsorglich entschuldigt hat.

Die Handlung hört sich augenscheinlich schlicht an, ist aber so fesselnd und mitfühlend vorgetragen und mit immer neuen Ideen untersetzt, dass an Langeweile nicht zu denken ist. Ganz im Gegenteil, ich empfand beim Zusehen selbst ein beklemmendes Gefühl, als wäre ich mit eingeschlossen. Vielleicht auch durch den 3D-Effekt, der hier nicht reißerisch in Szene gesetzt ist, sondern eher eine intime Atmosphäre schafft. Das Ende ist dann sehr überraschend (ich will jetzt nichts verraten) und lässt viel Spielraum für Interpretationen, vieles bleibt ungeklärt.

Fazit: Grandioses Psycho-Inferno und ein gelungenes Beispiel, dass man auch mit minimalsten Mitteln einen großen Film realisieren kann.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Deutscher Kinostart: 10. März 2011
DVD & 3D-Blu-ray: 16. August 2011 von New KSM

Filmbewertung

Unser Gesamteindruck:
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