Murder
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Inhalt
Nach einer Verfolgungsjagd im Auto und ihrem Versuch zu Fuß in Bangkoks Verkehrsgewimmel zu flüchten, wird Simran Saigal von der Polizei gestellt und wegen Mordverdachts aufs Revier gebracht.
Dort schildert sie Inspector Singh, wie es zu der Tat kommen konnte.
Von ihren Schulgefühlen wegen dem Tod ihrer älteren Schwester Sonia, der sie ihr eigenes Flugticket gab und deren Maschine verunglückte. Wie sie Sonias Mann Sudhir heiratete, um immer für den kleinen Sohn ihrer Schwester zu sorgen. Wie einsam sie sich fühlte in einem fremden Land, mit einem Mann der sich mehr für seine Arbeit als für seine Ehefrau interessierte. Wie sie unerwartet ihrem Jugendfreund Sunny begegnete, den sie seit über fünf Jahren nicht mehr gesehen hatte. Wie sie sich immer häufiger mit Sunny traf, wohl wissend, wie eifersüchtig und besitzergreifend er sein konnte. Wie sie sich auf eine Affäre mit ihm einließ, die sie immer schwieriger verbergen konnte. Wie sie die Beziehung zu Sunny endlich beenden wollte, nicht ahnend, dass Sudhir, der schon längst Verdacht geschöpft hatte, von einem Privatdetektiv Beweise für ihre Untreue bekommen hatte. Und wie sie Sunny, der selber noch andere Beziehungen neben ihr hatte, im Streit mit einem Küchenmesser erstochen hat.
Nun eröffnet Inspector Singh Simran, dass er ihre Geschichte so nicht glaubt, schließlich hat er im Nebenzimmer einen weiteren Verdächtigen, dessen Geständnis wesentlich plausibler klingt als ihres: es ist Sudhir, ihr betrogener Ehemann...
Kommentar
Adrian Lynes Untreu muß bei Indiens Filmemachern großen Eindruck gemacht haben, anders kann man wohl kaum drei Verfilmungen derselben Themathik innerhalb von zwei Jahren erklären (wobei "Untreu" selber auch schon ein Remake des französischen Films "Die untreue Frau" war). 2004 kam zunächst "Hawas" auf den Markt, eine Woche später startete "Murder" und 2005 folgte "Tezaab - The Acid of Love". "Murder" entfernt sich dabei am weitesten von der Vorlage und erntete den größten Erfolg an den Kinokassen, während die anderen beiden fürchterlich floppten.Der Film verzichtet auf einen linearen Handlungsverlauf ebenso wie auf eine klare Genreausrichtung.
Die erste Hälfte zeigt die Geschehnisse aus Simrans Sicht, wie sie sie bei der Polizei zu Protokoll bringt. Danach folgt Sudhirs Aussage, wobei es nur eine kurze Überschneidung der Ereignisse gibt. Der finale Showdown gibt dann der ganzen Geschichte eine neue Wendung. Dabei entwickelt sich der Film vom Ehedrama über leichte Liebesgeschichte mit noch leichterem Erotik-Einschlag, was zu einer Eine verhängnisvolle Affäre-Episode führt, um überraschend in eine mörderische Psychothriller-Auflösung zu gipfeln.
Schwächen zeigen sich vorrangig in der Charakterisierung der Protagonisten, was an ein paar Stellen dann auch die Schauspieler überfordert. Simran und Sudhir wirken nur selten wie ein Ehepaar (auch nicht wie eines mit Beziehungsproblemen) und wenn Mallika sich dann in den Streitsequenzen zu sehr ins Zeug legt, bleibt beim Zuschauer das Mitgefühl auf der Strecke. Unverständlich auch Simrans Zuneigung zu Sunny, hat er sich doch in der Vergangenheit schon als krankhaft eifersüchtig gezeigt. Und am Aussehen kann es auch nicht liegen, da Emraan Hashmi (Raaz 2, Tum Mile) doch eher durchschnittlich attraktiv ist, obwohl er, zugegebenermaßen, durchaus auch jugenhaften Charme versprühen kann. Ashmit Patel kannte ich vorher garnicht; auf die komplette Laufzeit betrachtet, bringt er eine insgesamt gute Darstellung zustande. Mallika Sherawat (Der Mythos, Hisss) hat mich angenehm überrascht; sie hat ein paar sehr gelunge Szenen, in denen sie die wiederstreitenden Gefühle von Simran nuanciert zum Ausdruck bringt und entschädigt damit für die, oben bereits erwähnten, übertriebenen Momente.
In Indien war der Streifen ein Riesenhit, sicherlich auch aufgrund der aggressiven Werbekampagne, in der besonders die Sexszenen zwischen Mallika und Emraan in den Vordergrund gerückt wurden (für Bollywoodverhältnisse sind die recht eindeutig, unsereins hat schon in Margarine-Werbespots mehr nackte Haut gesehen).
Natürlich hat der Film seine Schwächen und man kann ihn wohl auch kaum als anspruchsvoll bezeichnen, dafür bietet er aber technisch einwandfreie und über weite Strecken spannende Unterhaltung.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Rapid Eye Movies/ Al!ve veröffentlichte den Film auf DVD, allerdings gibt es keine deutsche Synchonisation, sondern nur Originalton mit optionalen, deutschen Untertiteln.
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Wir werden uns finden - Milenge Milenge
Stand: 23.05.2012 04:47:20
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