Splice - Das Genexperiment
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Inhalt
Als das ehrgeizige Gen-Wissenschaftler-Pärchen Clive und Elsa es schafft, aus der DNS verschiedener Tiere zwei völlig neue Lebensformen zu züchten, werden sie von ihrem Arbeitgeber, einem großen Pharmakonzern, zunächst einmal gestoppt. Klonen und Erbgutvermischung von Tieren für die medizinische Forschung ist ja gut und schön, doch der nächste von den beiden angestrebte Schritt, eine Kombination mit menschlicher DNS, geht zu weit und ist verboten. Aus dem Grund machen die Beiden heimlich weiter und erschaffen in ihrem Labor tatsächlich eine Hybriden-Kreuzung aus Mensch und Tier. Anfangs noch einem Nagetier ähnlich, verwandelt sich das Wesen immer mehr zu einem Menschen, sodass Elisa richtige Muttergefühle entwickelt, vor allem auch weil es zum Teil aus ihrer beigesteuerten DNS besteht. Doch auch Clive, der das Mutantenkind anfänglich noch töten wollte, hegt bald tiefe Gefühle für das neue Familienmitglied, das sie wegsperren und verstecken müssen. Dren, wie sie die Kleine nennen, entwickelt sich rasend schnell, ist super intelligent und wird immer rebellischer. Als der Klon geschlechtsreif wird, verlieren die beiden immer mehr die Kontrolle und können Dren kaum noch halten. So wird sie zur großen Gefahr, denn…
Kommentar
Dieses originell gemachte kanadisch-französische SciFi-(Horror)-Thriller-Drama von Regisseur Vincenzo Natali (Cube, Cypher, Nothing) gewann seinen Preis für die besten Effekte ganz zurecht denn die sind wirklich hervorragend in diesem überraschend guten B-Movie-Trash.Der spannende Wissenschafts-Thriller, produziert von Guillermo del Toro (Hellboy - Die goldene Armee, Pans Labyrinth), mit dem modernen "Frankenstein" Touch war seinerseits auf Platz sieben der Kinocharts und schafft es von Anfang an, mich dank der guten Atmosphäre, der interessanten Story und den tollen Schauspielern, zu fesseln. Gut, die Story rund ums Klonen, und auch die Kreuzung von Mensch und Tier ist nicht neu, wurde schon des Öfteren in diversen Filmen gebracht. Doch dieser Film ist kein Horrorfilm, hat nichts mit Aliens zu tun oder sonstigen Monstern wie man nach dem tollen Trailer vielleicht glauben könnte.
Die Vorschau zeigt nämlich nur die gruseligsten Szenen vom Film die nur die Hälfte ausmachen, die andere Hälfte nämlich geht es hauptsächlich um die Entstehung der „Familie“, von Mutter-Vater-Kind. Im Gegensatz zu „Species“ entwickelt sich das Wesen zwar auch zu einer schönen Frau, möchte sich ebenfalls paaren, will aber ansonsten leben wie ein „normaler“ Mensch in Freiheit und mit allen anderen Schönheiten die das Leben so bietet. Sie möchte nicht eingesperrt und unterdrückt sein, will lernen und unterhalten werden und ist nicht generell böse, sodass man sich aber denken kann was passiert. Alles läuft auf das im Prinzip vorausschaubare Finale hin, das aber dann doch etwas anders ausfällt als gedacht.
Der Film teilt sich in drei Schritte auf. Das erste Drittel ist am Besten und Interessantesten, der Mittelteil hat viele Längen weil es hier um die Mutter-Kind Probleme und generell um die Familien-Beziehung geht was viele zum Gähnen bringen wird und auch kürzer gehalten hätte werden können. Das Mädchen wird geschminkt, lernt tanzen (super kitschig!), ist einsam und kuschelt mit der Katze. Darf man das „Experiment“ da noch töten? Dieselbe moralische Frage wie bei „Die Insel“: Hat ein gezüchtetes Wesen nicht auch ein Recht auf Leben?
Bei dem super dramatischen Showdown geht es dann Schlag auf Schlag, und der Schluss ist nur noch ein einziges Klischee. Was mich auch etwas gestört hat, sind die Laute der Mutantenfrau weil sie den ganzen Film über nicht sprechen kann sondern immer nur dieses ständige Meerschweinchen-Fiepen von sich gibt.
Auch die Sexszenen sind sehr skurril als Oscarpreisträger Adrien Brody (King Kong, Predators, The Village - Das Dorf) Sex mit Delphine Chanéac (hervorragend!) hat und sie dann die Flügel dabei ausbreitet, was ihn wie einen richtigen Freak erscheinen lässt weil er da mitmacht. Generell wird’s ab dem Zeitpunkt als sie die Flügel zum ersten Mal ausbreitet, so richtig trashig.
Die kanadische Sarah Polley (Dawn of the Dead) erinnert mich irgendwie immer an Julian Moore, und spielt wie auch alle anderen Darsteller, sehr überzeugend.
Fazit: Ein interessanter SFI Thriller für alle die sich für das Thema menschliche (Hybriden)- Klone interessieren und nicht nur auf Horror, sondern auch ein klein wenig Tiefgang aus sind.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universum Film auf DVD und Blu-ray erschienen.
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Weitere Kommentare zum Film
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| Staudenmaier007, 04.05.11 |
| Mir hat der Streifen nicht gefallen - ein Indiz ist für mich wenn der Abspann läuft und ich inzwischen vergessen habe um was es eigentlich bei der Geschichte gegangen ist. Spannung Fehlanzeige - Horror ebenfalls höchtens kurze herbeigesehnte Schreckmomente welche die Aufmerksamkeit der Zuschauers wieder zu reanimieren versuchten. Selbst der üblich erhobene Zeigefinger kam nur knapp auf Halbmast-Stellung. Was also ist eigentlich die Quint-Essenz der Filmes ? 2 von 5 kramphafte Versuch die Augen offen zu halten. |
| Gruselmonster, 26.05.11 |
| Mein Ding war es auch nicht so ganz. Der Anfang war noch etwa nach meinen Erwartungen, die Mitte war mir zum Einen etwas langatmig und zum anderen etwas zu befremdlich. Das Ende war dann... naja... autsch. Insgesamt hatte ich das Gefühl, man konnte sich hier nicht so ganz entscheiden, was man nun damit sagen wollte. Kein totaler Reinfall, aber nicht mein Geschmack. |
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