Der Feind in meinem Bett
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Inhalt
Laura und Martin Burney sind nach Außen hin ein harmonisches und glückliches Paar, doch der Schein trügt, denn Martin ist nicht nur ein pedanter Perfektionist, sondern vor allem auch ein unberechenbarer Psychopath. Bei jedem kleinsten Vergehen das dem krankhaft eifersüchtigen Sadisten missbilligt, demütigt und schlägt er seine völlig eingeschüchterte Frau. Er kontrolliert jedes Detail, gibt sogar Vorschriften wie die Handtücher aufgehängt werden müssen und Konserven im Küchenschrank zu stehen haben. Kalt, roh und brutal nimmt er sie rücksichtslos wann immer es ihm danach ist sodass das Leben in dem schönen Traumhaus am Strand, nur noch die Hölle für Laura ist. Doch sie hat warten gelernt und sich schon lange vorbereitet für den Tag an dem sie ihn endlich verlässt. Als ein Nachbar sie zu einer Segelpartie einlädt, nutzt sie die Chance, und geht in einem unbeobachteten Augenblick über Bord. Während Laura offiziell für tot erklärt wird, macht sich diese per Bus auf in ein neues Leben und flieht in eine weit entfernte Kleinstadt. Mit neuem Namen verliebt sie sich sogar in ihren Nachbarn Ben und beginnt sich langsam wieder sicher zu fühlen. Leider erfährt Martin durch Zufall, dass seine Frau heimlich ohne sein Wissen schwimmen gelernt hatte, und findet auch ihren Ehering den sie in der Toilette entsorgen wollte. Wie von Sinnen durchwühlt er alarmiert und Böses ahnend ihre Sachen und beauftragt schließlich einen Privatdetektiv. Dieser macht zunächst die tot geglaubte Schwiegermutter ausfindig, die Laura ebenfalls heimlich vor ihm in Sicherheit gebracht hatte…
Kommentar
Dieser super spannende und packende Psychothriller von Regisseur Joseph Ruben (Das zweite Gesicht, Die Vergessenen, Money Train) basiert auf dem Roman „Schreie in der Nacht“ von Nancy Price.Allein an der fantastischen Filmmusik erkennbar, was kein Wunder ist, stammt sie doch von einem der besten Filmmusik-Komponisten der Welt. Jerry Goldsmith (Poltergeist, Der Geist und die Dunkelheit, Rambo) gewann für diese Arbeit den BMI Film Music Award und wurde auch wieder mal für den Saturn Award nominiert.
Da der Film mehr oder weniger aus zwei Teilen besteht, kritisieren viele dass die Story in der ersten Hälfte besser und düsterer wäre und nachher nur noch kitschig. Das mag zwar stimmen, störte mich aber nicht im Geringsten.
Ich finde den ganzen Film großartig da ich die Oscar-Preisträgerin Julia Roberts (Flatliners - Heute ist ein schöner Tag zum Sterben, Erin Brockovich, Pretty Woman) einfach liebe und fast alle Filme mit der jüngeren Schwester von Eric Roberts (The Expendables) kenne. Als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods, verdiente sie meiner Meinung nach die Saturn Award Nominierung für die Darstellung der verängstigten und geschundenen Ehefrau, völlig zu Recht.
Sie wirkt glaubwürdig, genau wie der absolut perfekt besetzte Psycho, Patrick Bergin (The Eye, Played – Abgezockt). Der irische Schauspieler kommt derart dämonisch, böse und unberechenbar rüber, was ausnahmsweise mal in der deutsche Synchronstimme sogar noch besser wirkt als im Original, da diese klingt wie die eines richtigen Psychos mit diesem besonderen, gefährlichen Klang in der Stimme bei der einem eiskalt über den Rücken läuft.
Allein durch diese beiden großartigen Schauspieler und der ansich zwar ausgelutschten, aber dennoch sehr gut dargestellten Story, kann ich nicht nach vollziehen dass viele den Film als schwach bezeichnen. Vielleicht muss einem aber auch die Thematik der gequälten Frau gefallen die sich zuerst schinden lässt und dann endlich ausbricht und sich wehrt. Ich steh auf solche Frauenpower, finde auch alle anderen Filme die es mit dem Thema gibt, sehr gut.
Was viele kitschig und unnötig fanden war die Szene im Theater als sie Hüte anprobiert, und auch die nette Musik dazwischen zum aufheitern. Man sieht wie sie aufblüht, sieht sie lachen wie nie zuvor. Vorher war alles düster, streng darauf bedacht alles nur bloß so zu machen wie er es gerne hat sonst setzte es Schläge. Mir hat dieser generelle Übergang in die Kleinstadtidylle ganz gut gefallen, vor allem weil man ja immer wieder den Ehemann dazwischen sieht wie er nach ihr sucht.
Eine besonders spannende Szene ist die als er vor seiner verkleideten Frau am Wasserspender wartet ohne es zu wissen oder als er mit dem Kissen vor der alten Frau steht um sie zu ersticken. Auch ein einfacher Küchenschrank kann den puren Horror bedeuten… Das Beste aber ist doch der Schluss-Satz als sie im (vorhersehbaren) Finale die Polizei ruft, und sein überraschter Gesichtsausdruck hinterher. So einem Ungeheuer kann man nur so entkommen weil er immer und ewig hinter ihr her sein würde, so wie er es auch sagt zum Schluss.
Fazit: Wer auf Miss Roberts und Psychothriller mit Gewalt an Frauen steht, sollte sich diesen Film auf jeden Fall mal anschauen.
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei 20th Century Fox Home Entertainment auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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Genug - Jeder hat eine Grenze [Special Edition]
Stand: 23.05.2012 13:06:04
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