Ek Khiladi Ek Haseena - Ein tödliches Spiel
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Inhalt
Der Kleinkriminelle Arjun ergaunert mit seinem Kumpel Rohit 300.000,- Rupien. Unglücklicherweise gehört das Geld dem Gangsterboss Sikandar, der Rohit umbringen lässt und von Arjun die Rückzahlung der Beute, inklusive Zinsen verlangt. Da Arjun das Geld nicht mehr hat, muß er den Betrag möglichst schnell durch Betrügereien zusammenbekommen. Sikandar hat seinen Untergebenen Kaif abgestellt, um Arjun im Auge zu behalten, damit dieser nicht versucht unterzutauchen.
Ausgerechnet jetzt lernt Arjun die Psychologin Natasha kennen, die ihn wegen eines ihrer spielsüchtigen Patienten aufsucht. Natasha ist von seiner scheinbar sorglosen, durch Gaunereien finanzierten Lebensweise fasziniert und auch Arjun fühlt sich von der schönen Frau angezogen.
Gerade als Arjun mithilfe seiner beiden Freunde Bhatia und Jack das Geld beisammen hat, wird die Gruppe von einem Undercover Polizisten entlarvt. Im Kampf wird der Polizist versehentlich von Natasha erschossen und das Geld geht verloren. Um den angerichteten Schaden auszugleichen, ersetzt Natasha den Betrag aus eigener Tasche.
Durch einen Zufall findet Natasha heraus, dass Arjun und seine Helfer sie betrogen haben, die verpatzte Geldübergabe war nur abgesprochen, sie selber war von Anfang an als Opferlamm vorgesehen. Rasend vor Wut und Enttäuschung wendet sie sich an Sikandar, um ihn gegen Arjun aufzuhetzen...
Kommentar
Ek Khiladi Ek Haseena (dt.: Der Spieler & die Schöne) ist ein verschachtelter Gangsterkrimi, der seine Story mit immer neuen, überraschenden Wendungen ausschmückt. Leider wird die Handlung, nach dem gelungenen Anfang, mit vorschreitender Laufzeit immer unglaubwürdiger und unlogischer, da kaum mehr nachvollzogen werden kann, wer jetzt wen, wann & warum reingelegt hat.Auf technischer Seite gibt es nichts zu bemängeln, der Streifen ist optisch ansprechend und stylisch gefilmt; in dieser Hinsicht ist kein Unterschied zu westlichen Produktionen zu verzeichnen.
Die Darsteller sind recht gut ausgewählt. Fardeen Khan (Darling) gibt den Gauner mit Herz und bildet einen netten Gegensatz zu den glattgebügelten Schönlingen, die üblicherweise in den Bollywoodstreifen die Hauptrollen besetzen. Ex-Model Koena Mitra bietet dagegen mit ihrem wohlgeformten Körper eher was fürs Auge, allerdings wird sie hier meistens zu stark geschminkt. Enttäuschend bleibt der uncharismatische Auftritt von Altstar Feroz Khan (im wirklichen Leben Fardeens Vater), der mit seiner Glatze und den Ohrringen wie die Werbefigur "Meister Proper" aussieht.
Kommen wir nun zu den beliebten Gesangs- & Tanzeinlagen. Die Songs sind an westlicher Pop- & Dance-Musik angelehnt, zeigen sich aber zum Teil völlig zusammenhanglos zum Film.
Beim Vorspann präsentiert Koena mit zwei Tänzern "Jhoom" (Tanze), Musik, Chorgraphie und der Goldglitzer-BH wecken Erinnerungen an Britney Spears.
Zu "Yaaron" (Freunde) feiern Arjun und Rohit ihren gelungenen Coup; trotz einigen englischen Rap-Einlagen wirkt der Titel austauschbar und unbedeutend.
"Ankhiyan Na Maar" (Nicht zuzwinkern) ist als Liveauftritt a'la Pussycat Dolls in einem Club inszeniert, läuft aber mehr im Hintergrund.
"Jal Jal Ke Dhuan" (Brennen brennen zu Asche) ist ein romantischer Schmusesong mit spanischen Gitarrenklängen unterlegt. Der Titel untermalt eine Liebesszene zwischen Fardeen und Koena, die für indische Verhältnisse sehr direkt und freizügig ist. Hierzulande ist man natürlich deutlich stärkeren Tobak gewöhnt, ich persönlich empfand die Sequenz aber, nicht zuletzt auch wegen der Musik, als sehr sexy & erotisch obwohl (oder weil?) keine nackten Tatsachen zu sehen sind.
Mitten in die Handlung geworfen präsentiert sich "Ishq Hai Jhootha" (Liebe ist eine Lüge). Eindeutig dem Videoclip von Christina Aguileras "Dirrty" nachempfunden, liefern sich Koena und Fardeen einen zwischen Boxkampf & Tanzduell angesiedelten Fight.
Ähnlich unpassend wirkt der Abspann-Titel "Nasha" bei dem Fardeen mit einer Gruppe Tänzern auf einem Fabrikgelände abrockt. Die Kostüme und Kulissen sind auf postapokalyptisch Mad Max-mäßig getrimmt, was absolut keine Verbindung zum Film mit sich bringt.
Wenn etwas mehr Wert auf eine logische Handlung und einen spannenderen Ablauf gelegt worden wäre, hätte ich diesen Film allen Krimi- & Thrillerfreunden uneingeschränkt empfehlen können; so wie er jetzt ist, kann ich zwar die flotte Musik, die schicke Inszenierung und den Verzicht auf schmalzige Romantikszenen loben und noch hervorheben, dass die Darsteller zum größten Teil ohne nerviges Overacting auskommen, aber mehr als Durchschittsware ist am Ende doch nicht rausgekommen.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film erschien auf DVD bei EuroVideo. Obwohl neben der deutschen Synchronisation auch der Originalton zur Auswahl steht, gibt es auf der Disc leider keine Untertitel, abgesehen von optionalen Untertiteln bei den Songs, wobei auch hier 2 Titel (Jal Jal Ke Dhuan & Nasha) ausgespart werden.
Filmbewertung
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