Prinzessin Mononoke
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Inhalt
Vor langer Zeit als Japan im Einklang mit Natur und Göttern lebte, verteidigt der junge Ashitaka, Prinz eines kleinen Emishi-Stammes, sein Dorf und wird dabei von einem Gott attackiert und schwer verletzt. Die Urältesten prophezeien ihm sein Tod, doch so leicht nimmt er sein Schicksal nicht hin. Laut einigen Volksgeschichten lebe im Wald, weit über den Bergen am Ende des Horizonts, ein Gott der die Kraft besitze, über Leben und Tod zu entscheiden. So macht er sich zusammen mit seinem treuen Reittier Jakkul auf eine wochenlange Reise. Dabei gerät er in die Front eines langjährigen Völkerkrieges zwischen Mensch und Natur. Madame Eboshi und ihre Einheiten setzen alles daran, den Wald zu schwächen, rotten Fauna und Grünland gnadenlos aus, bis sie den Waldgott finden und schließlich auslöschen können.
Der Krieg findet seinen alles entscheidenden Höhepunkt, als Ashitaka eine Eindringling verteidigt und mit ihr aus der Völkerschaft flieht. Später gibt sie sich als San bekannt, die bei den Göttern und Wölfen aufgewachsen ist und mit allen Mittel eine Ausrottung verhindern möchte. Jetzt liegt es an den beiden, das Schicksal auf den richtigen Weg zu lenken und in einer letzten Schlacht, Mensch gegen Natur, zu gewinnen...
Kommentar
Wow, jetzt sind schon einige Tage vergangen seit ich diesen Film gesehen habe und bin immer noch ganz aus dem Häuschen vor Enthusiasmus! Das einzige und wahrlich treffende Statement dass diesen Film am Besten beschriebt ist AWESOME!, was wir im deutschen Sprachraum als atemberaubend, großartig, toll, fantastisch, mitreißend und fesselnd bezeichnen. Yeah, und alles trifft für mich volle Kanne zu!Und wenn wir augenscheinlich beurteilen wollen, lässt sich kaum abstreiten, dass es sich bei „Prinzessin Mononoke“ um eines der bildgewaltigsten Fantasymärchen aller Zeiten handelt, dass es jemals im Zeichentrickformat gegeben hat.
Aber wie lässt sich das dem interessierten Leser, der den Film (nicht?) kennt alles erzählen, wie kann ich ihn davon überzeugen oder (wer ihn doch kennt) auf ein Neues auftischen, dass man sich diesen Film zulegen soll? Nun, ich könnte hier einige Fakten nennen, unter anderem dass Miyazaki mehr als vierzig Oscars, Preise und Auszeichnungen gewann, darunter mehrfach international als bester Film des Jahres, Preise für die Regiearbeit, sowohl auch als für das Titellied und weitere, internationale Publikumspreise und war bis dahin die erfolgreichste nationale Filmarbeit mit etwa 160 Millionen US Dollar Umsatz, dem achtfachen an Kosten! So, dass nur mal obligatorisch um zu zeigen, was der Film drauf hat. Von Preisen und Summen jeglicher Art lässt sich spätestens seit Avatar - Aufbruch nach Pandora keiner mehr beeindrucken und Gold gibt’s bekanntlich auch für schlechte Leistungen, also komme ich lieber zum meinem Teil, nämlich der, wie mir der Film gefallen hat.
Auch wenn ich mich bislang eher dem Seriengebiet gewidmet habe, so kenne ich schon einige Ghibli-Produktionen wie „Mein Nachbar Totoro“, „Chihiros Reise ins Zauberland“ „Das wandelnde Schloss“ oder die letzte Produktionsarbeit „Ponyo“ die dieses Jahr auf DVD erscheint. Der Meister versteht sein Fach perfekt und hebt sich sicherlich, vor allem aber in seinen auf das jüngere Publikum zugeschnittene Filmen, deutlich von einem Durchschnitts-Zeichentrickfilm ab. Und es sind nicht nur seine fantastischen Stilmittel wie die Russmännchen aus den ersten beiden genannten, der “Glaube“ ans Übernatürliche, sondern auch sein Gespür fürs Fantastische, ja schon gar surrealistische gefällt mir sehr. Für die etwas Älteren unter uns ist „Die letzten Glühwürmchen“ (den ich zu allem Elend noch nicht einmal gesehen habe, aber sicherlich irgendwann hier vorstellen werde) sicherlich einer der Filme wie dieser eben, nix für Kleine! Dazu (und dass ist vom Meister so beabsichtigt) sind manche Szenen einfach zu heftig, zu detailgenau und wie er selbst mal gesagt hat: „Wenn Blut gezeigt werden sollte, dann sollten wir das auch tun“. Eine Philosophie, die ich zwar nicht ganz nachvollziehen kann, aber ok., darum soll es ja nicht gehen, der Film hat den 12 Stempel bekommen und dass ist auch gut so!
Und da ich den „Avatar“ vorhin angesprochen habe, tja, da gibt es einige Parallelen würde ich mal sagen, zwar nicht was den Film betrifft, aber ganz sicherlich von der Story, die der aus „Pocahontas“ sehr ähnelt (angeblich hat Cameron bereits 10 Jahre am Drehbuch gebastelt, wer weiß da schon, was geklaut ist und was nicht? Apropos Cameron, Titanic wurde mit „Prinzessin Mononoke“ ebenfalls von der Einspielkrone Japans geschlagen!). Die Hauptperson im Film, der Held quasi, ist bei weitem kein Klischeebolzen wie man's unter anderem von Disney gewohnt ist (Nichts gegen Disney!). Auch die anderen Charaktere sind so realitätsnah wie möglich und lassen nicht an einen Zeichentrick denken! Lieber führt Miyazaki einen Film stilvoll zu Ende anstatt auf ein Happy End hinaus zu wollen. Auch hier, nach einem zweistündigen Film, bleibt unterm Strich natürlich mehr als ein tolles Ende!
Bis jetzt wissen wir: Eigener (großartiger!) Stil, fein ausgearbeitete Charaktere; und was ist mit dem “Fantastischen“ ? Es ist halt einfach so. Weder im Zeichentrick noch vor der realen Kamera ist so ein Film je entstanden. Er ist in seiner Machart unnachahmlich und bildgewaltig dass es mich als eingefleischter Zeichentrick-Liebhaber einfach nochmal umgehauen hat. Die Szene, bzw. die letzten Kapiteln im Film, als sich der Gott wirklich zeigt, die vielen detailgenauen Einzelheiten in der Zeichnung, das grandiose Setting im guten alten Ezo-Stil Japans, die Liebe zum Film eben, wo der Inhalt doch gar nicht mal “so“ innovativ scheint. „Mononoke“ ist toll gezeichnet, und wenn ich mich schon wiederhole eben bildgewaltig wie ich es noch nie gesehen habe.
Und wenn dann noch der Soundtrack stimmt kann wirklich nichts mehr schief gehen. Dieser wurde von Joe Hisaishi produziert, der schon seit den 80er Jahren aktiv Musik für diverse Filme und seit geraumer Zeit auch für Ghiblianfertigt, der Regisseur selbst hat das Thema getextet. Auch wenn ich den Soundtrack nicht als überragend bewerte, sind ein paar echt geniale Tracks im Film zu hören, Gänsehaut-Garantie pur, vor allem beim separaten Anhören!
Fazit: So, Schluss-Aus-Ende, jetzt nochmal im Kurzen zusammengefasst. Der Film ist klasse, richtig klasse und nicht nur ein Musterbeispiel auf dem Zeichentricksektor, sondern auch fürs Fantasy-Genre. Nicht wegen der Story, ganz allein eben wegem Inhalt, die (zum letzten mal!) bildgewaltige Optik in einer noch nie dahergekommenen Manifestation! Dafür gilt meine absolute Höchstachtung, klasse!
Filmreview von: Preytor / Alle Reviews von Preytor
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Veröffentlichungen
Prinzessin Mononoke ist unter anderem bei Universum Film als Normalfassung in Dolby Digital, einer 2-Disc Edition und einer begehrenswerten Holzbox im Exklusivvertrieb bei Amazon.de erschienen. Letztere Fassungen sind in 5.1 Format abgemischt worden, eine Bereicherung fürs Heimkino. Die wohl beste Veröffentlichung dürfte für den Sammler die japanische Fassung von Studio Ghibli sein, auf der insgesamt acht verschiedene Tonspuren sowie ein paar anschauliche Extras enthalten sind.
Filmbewertung
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Das Schloss im Himmel (Einzel-DVD)
Stand: 23.05.2012 02:53:08
Chihiros Reise ins Zauberland
Stand: 23.05.2012 03:34:26
Chihiros Reise ins Zauberland (Special Edition) [2 DVDs]
Stand: 23.05.2012 02:43:23
Nausicaä - Prinzessin aus dem Tal der Winde (Studio Ghibli Collection) [2 DVDs]
Stand: 23.05.2012 13:19:58
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Das wandelnde Schloss
Mein Nachbar Totoro
Nausicaä aus dem Tal der Winde
Neuseeland, 
