The Hills Run Red - Drehbuch des Todes

Originaltitel: The Hills Run Red
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2008
Regie: Dave Parker

Darsteller

Figur

Tad Hilgenbrink  Tyler
Sophie Monk  Alexa
William Sadler  Concannon
Janet Montgomery  Serina
Alex Wyndham  Lalo
Ewan Bailey  Sonny
Danko Jordanov  Babyface
Mike Straub  Gabe
Hristo Mitzkov  Jimbo
Georgi Dimitrov-Bomba  Lance
Ekaterina Temelkova  Sherri
Petya Ivanova  Alexa (als Kleinkind)
Elene Mshvidobadze  Alexa (als Kind)
Itai Diakov  Teen Babyface
  
Genre: Thriller, Splatter
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Inhalt

In den frühen 80er Jahren wurde ein Film namens "The Hills Run Red" gedreht, ein angeblich schrecklicher und brutaler Horrorfilm, der kurze Zeit nach seiner Erstausstrahlung beschlagnahmt wurde. Mittlerweile sind gut 25 Jahre vergangen und der Film scheint wie vom Erdboden verschluckt worden zu sein. Tyler ist begeisterter Horrorfilmcineast und besessen danach, den Film zu finden. Außer einem verrauschten Trailer, einigen Snippets sowie wenigen Filmausschnitten gibt es kaum Infos über den Film. Tyler sucht weiter und findet heraus, dass die Tochter des Regisseurs irgendwo in der Umgebung leben soll. Zusammen mit ihr, seiner Freundin Serina und seinem besten Kumpel Lalo starten sie eine Dokumentationsarbeit und fahren zurück an die Schauplätze der vergangenen Zeit und stoßen dabei auf ein schreckliches Geheimnis ...

Kommentar

Der Film "The Hills Run Red" ist ein weiterer kleiner aber dennoch heftiger Slasher aus der heutigen Zeit, den ich mir vor einiger Zeit aus der Videothek geholt habe und nun hier vorstellen möchte. Vorneweg sollte man auch klarstellen, dass er mit dem titelverwandten The Hills Have Eyes - Hügel der Blutigen Augen nichts gemeinsam hat. Produziert wurde der Film von Warner, später beteiligte sich Joel Silvers Filmschmiede (Ghost Ship, Orphan - Das Waisenkind) bei der Finanzierung, was die bereits zwei Jahre lange Entwicklungsphase voranbrachte.

Wie üblich berichte ich erstmal das Positive, was mir bei diesem Film gefallen hat und da wären doch einige tolle Aspekte hervorzuheben. Die Story um den verschollenen Film ist sehr spannend gemacht und auch wenn der Anfang etwas schleppend ist (die ersten 40 Minuten sind etwas dialogbasiert), bietet die Einlaufphase gute Unterhaltung, so dass für mich keine Langeweile aufkam. Der Titel des Filmes ist übrigens Programm, sprich: Es geht um einen Film im Film. Die Story ist natürlich, oder besagt gesagt, bei den meisten Filmen des Genres nicht sehr innovativ, dass ein Film nach dem bekannten Schema F auch noch funktioniert, liegt einmal an der guten Umsetzung. Es werden keine offensichtlichen Klischees bedient, schreiende und hyper-angezogene Teens sucht man hier vergeblich, deswegen finde ich es gut, dass man beim Cast ältere Darsteller genommen hat, sodass dieser Film nicht in die Sparte Teenie-Horror hineinfällt. Außerdem darf man sich auf eine nette Wendung gefasst machen, die dem Film zugutekommt.

Ironischerweise (da es sich um den brutalsten Horrorfilm aller Zeiten handeln soll) war ich auch sehr gespannt darauf, was sich die Jungs von der Trickkiste haben einfallen lassen, ob der Film auch blutig ist, was genau diesen Film an Splatter auszeichnet. Unter anderem haben bei der Produktion Monster Effects für das Make-up sowie für den Entwurf der Maske von Babyface mitgewirkt, für die Spezialeffekte war Jim Cagle zuständig, der sein Können unter anderem auch schon bei Das Ding aus einer anderen Welt unter Beweis gestellt hat. Und ja, was soll ich sagen, die Effekte sind der Oberhammer, in der Intro-Sequenz sieht man schon was einen erwartet, da schneidet ein kleines Kind sich die Gesichtshaut vom Leib, nichts für schwache Nerven. Ab der zweiten Hälfte gehts erst richtig los. Von dem angeblich "schrecklichen" Horrorfilm wird einiges, aber auch nicht alles gezeigt, (weiter unten dazu mehr). An dieser Stelle möchte ich nichts verraten, es bleibt aber sehr blutig und auch diese Effekte sind sehr gelungen, mit Computertechnik wurde nur vereinzelt nachgeholfen, was einem beim Anschauen gar nicht so auffällt.

Die Schauspieler machen ihre Sache ebenfalls ordentlich (die englische O-Tonspur haut besonders rein!) und überzeugen sehr. Tad Hilgenbrink (als Tyler) spielt seine Rolle sehr gut, auch wenn er manchmal diesen emotionslosen Blick von Kristen Steward aus Twilight - Biss zum Morgengrauen drauf hat. Die Starrolle nimmt sicherlich William Saddler (Stirb langsam 2, Der Nebel) ein, der als machtbesessener Regisseur voll überzeugen kann.

Wie manche sicherlich wissen, hält es Warner nicht mehr für nötig, seine Filme in ungeschnittener Fassung zu veröffentlichen, soll heißen, dass die deutsche Fassung uncut ist, aber auch nur den Rest der US-Fassung enthält! Im Internet kursiert das Gerücht, dass bei diesem Film mehr als zehn Minuten an Gore-Szenen geschnitten wurden, die man auf keiner veröffentlichten Fassung zu Gesicht bekommt. Leider ist an dem Gerücht mehr dran, als man es wahr haben möchte. Damit Regisseur Dave Parker den Film veröffentlichen durfte, musste er selbst die Schere ansetzen, ein Schwachsinn, den ich nicht nachvollziehen kann. Noch viel schlimmer ist allerdings, dass man sich im Making-of ins eigene Fleisch schneidet. Da werden einige Szenen gezeigt, die man im Film gar nicht sieht oder bereits gekürzt sind (genau so lächerlich wie bei der 16er Fassung von House of Wax, dort sieht man im Making-of ebenfalls Szenen der 18er Fassung.) Ob es den Film jemals ungeschnitten zu kaufen gibt, bleibt ein Rätsel.

Fazit: Wenn man von diesem Ärgernis absieht und man den Film zu einem guten Preis bekommt, sollte man trotzdem zufrieden sein, da so schnell keine ungeschnittene Fassung erscheinen wird. Warum ich im Endeffekt aber trotzdem nur drei Punkte vergebe? Klar, der überwiegende Teil, den ich hier beschrieben habe, ist der, der mir gefallen hat. Vielmehr sind es aber die kleinen Dinge, die die Endwertung ausmachen; eine Auflistung solcher hätte sich nicht gelohnt, da ich nicht mal genau sagen kann, was mir jetzt nicht so gefallen hat (vielleicht kennt er ihr dass ja). Nichtsdestotrotz sind drei Punkte ja keinesfalls schlecht, sondern immer noch überdurchschnittlich gut. "The Hills Run Red" lädt zum gemeinsamen Horrorfilmabend mit Freunden ein, die sich auf harten Tobak gefasst machen sollten. Zum einmaligen Schauen gut geeignet, beim zweiten Mal ist die Luft allerdings raus, so empfand ich es zumindest. Für Fans des Genres trotzdem empfehlenswert.

Filmreview von: Preytor / Alle Reviews von Preytor

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist (ungeschnitten) bei Warner Home Video erschienen.

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