Stephen Kings The Stand - Das letzte Gefecht
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Inhalt
Es geschieht ebenso plötzlich wie schnell. Aus einem geheimen Forschungslabor irgendwo in den USA entweicht ein tödlicher Virus, der binnen kurzer Zeit einen Großteil der Menschheit ausrottet. Die wenigen Überlebenden, die nicht daran erkranken, versuchen sich neu zu orientieren, und geraten dabei in einen Kampf übernatürlicher Mächte. Es scheint, dass die endgültige Apokalypse ansteht, und die Parteien rüsten sich zur letzten Schlacht ...
Kommentar
Okay, nach den letzten beiden Stephen King Verfilmungen, Stephen King's Tommyknockers, den ich bestenfalls als bescheiden empfand, und Die Langoliers - Die andere Dimension, den ich einfach nur noch als schlecht empfand, dachte ich, es kann nur noch besser werden. Und ja, was diesen TV-Vierteiler nun betrifft, er hebt sich wesentlich positiver von den beiden letztgenannten Filmen ab, auch wenn es mir hier zunächst einmal schwerfällt, ihn überhaupt einem Genre zuzuordnen. Ich kann zuerst einmal sagen, was es nicht ist - Horror. Nicht einmal Grusel, dazu ist das einzig dämonische Wesen, die Verkörperung des Teufels, zu wenig in Aktion, womit ich mich eher der Zuordnung von IMDb anschließe und das Ganze dem Fantasy-Bereich zuordne. Etwas Action gibt es auch, ebenso Elemente des Katastrophenfilms durch den Virus und Science.Fiction durch die Endzeitkomponente. Also eine Mischung aus vielem, ein Genre-Mix, ob gelungen oder nicht, das möchte ich hier nun feststellen.Meine Erwartung war zunächst eigentlich hier einen Horrorfilm zu sehen. Aber es zeigte sich schnell, dass das Ganze doch eher eine Mischung aus Fantasie und Endzeitszenario ist, mit starken religiösen Motiven. Denn unverhohlen wird hier eine Art biblische Apokalypse heraufbeschworen, bei der die Menschen nur die Protagonisten auf zwei Seiten des heraufziehenden Krieges sind, ein Krieg, den himmlische und höllische Mächte gegeneinander führen. Randall Flagg steht hier für die Ausgeburt des Bösen, der gekommen ist, um mit einer Frau einen Nachkommen zu zeugen, während er gleichzeitig die Vernichtung derer vorbereitet, die dem Weg Gottes folgen. Und dieser "spricht" durch eine alte Frau, Mutter Abigail Freemantle, die seine Vision weiterträgt und die "guten Schafe" zur Schlacht gegen das Böse sammelt - nachdem der tödliche Virus die Endzeit eingeläutet hat. Das alles folgt schon sehr deutlich christlichen Motiven, wenn auch in einer ganz eigenen Interpretation.
Ob man damit kann oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden, sicherlich liegt diese Thematik nicht jedem. Auch der Patriotismus könnte nicht jedem gefallen, da hier wieder mal sehr stark amerikanisiert wird. Denn das Erste, was nach dem Untergang der Menschheit geschieht, ist, dass die Überlebenden sofort wieder ihre alten amerikanischen Werte "aufwärmen", einschließlich dem trällern der Nationalhymne Amerikas. Das wirkt dann doch ziemlich theatralisch.
Die Miniserie kann durchaus mit einigen Stars aufwarten. Zumindest aber sind es bekanntere Namen, die man auch aus Kinofilmen kennt, wie zum Beispiel Gary Sinise, Molly Ringwald oder Rob Lowe. Auch Stephen King selbst hat es sich wieder mal nicht nehmen lassen, in seiner eigenen Produktion mitzuwirken. Abgesehen, dass das Buch von ihm stammt, ist er hier einer der ausführenden Produzenten und spielt die Rolle des Teddy Weizak, der nicht nur einmal am Rande auftaucht, sondern sogar eine wiederkehrende Rolle innehat. Insgesamt sind die schauspielerischen Leistungen hier gut, bis auf einige Übertreibungen, die mir nicht behagt haben, wie die "Auserwählte" des Teufels, oder der verrückte Bombenleger auf Seiten der Bösen, der einfach nur nervt. Aber das hält sich in Grenzen.
Wer sich mit dieser Mischung anfreunden kann, wird auf jeden Fall gut unterhalten. Wir sprechen hier über eine Laufzeit von 345 Minuten, was schon einiges an Sitzfleisch für einen Film erfordert - für eine Miniserie eben. Aber langweilig wurde mir das Ganze zu keiner Zeit, und man kann festhalten, dass sich hier die Firma Warner auch bei der Umsetzung auf DVD noch einige Mühe gegeben hat. Anders als zumeist das aktuelle Backprogramm gibt es hier noch einiges an Sprachen und Untertiteln, wenn auch leider keinerlei Extras. Das Bild ist Vollbild im korrekten 1,33:1 Format, der Ton kommt in Stereo rüber, in allen Sprachen. So ist die Serie damals auch gedreht worden, wirkliche Räumlichkeit kann man daher nicht erwarten. Zumindest liegt ein guter Standard vor, Bild und Ton gehen hier auf diese Weise voll in Ordnung.
Fazit: Eine nette Miniserie von und mit Stephen King, die zu unterhalten weiß und zeitweise auch gute Spannung aufbauen kann. Gute Schauspieler, Action und für die Verhältnisse gute Effekte runden das Ganze ab. Nicht perfekt, aber eine der für mich persönlich ganz klar besseren King Verfilmungen.
Filmreview von: Gandalf01 / Alle Reviews von Gandalf01
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Warner Home Video auf VHS erschienen, und bei Paramount Home Video auf DVD.
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| BudtheCHUD, 30.01.11 |
| Ja, für mich einer der wenigen ultimativen King-Filme, die ich absolut gerne und immer wieder mir anschauen kann. Die Musik, die Atmosphäre, die Schauspieler...einfach alles ist an diesem Film grandios. Allerdings it das Buch, wie so oft bei King immer um einiges besser, aber der Film ist ebenso toll wie faszinierend. M.O-N-D... das bedeutet...super Film!^^ |
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