Suspect - Unter Verdacht
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Inhalt
Kathleen Riley, eine allein stehende, engagierte Pflichtverteidigerin, lebt für ihren Beruf. Da sie seit über einem Jahr aber nun schon keinen Urlaub mehr hatte, ist sie müde und ausgebrannt. Umso mehr schlägt es ihr aufs Gemüt, dass ihr Richter Helms einen Tag vor ihrem geplanten Urlaubsantritt noch schnell einen Fall zu teilt. Die Sekretärin eines Richters wurde am Flussufer ermordet aufgefunden nachdem sich dieser kurz zuvor das Leben nahm. Da man in der Nähe des Tatorts einen Obdachlosen mit einem Messer als vermeintlicher Tatwaffe und den Ausweis der Toten gefunden hatte, scheint der Fall klar zu sein und aufgrund der Indizien nicht allzu schwierig. Riley schafft es, das Vertrauen des völlig verstörten Verdächtigen zu gewinnen und findet nicht nur raus, dass Carl Wayne Anderson taubstumm ist, sondern vielleicht sogar zu Unrecht verhaftet wurde! Weil auch einem der Geschworenen bei dem Prozess, dem Möchtegern Politiker Eddie Sanger, ein paar Ungereimtheiten auffallen, kontaktiert er die Anwältin heimlich und lässt ihr seine Bedenken und Hinweise anonym zukommen. Schon bald ist auch sie von der Unschuld ihres Mandanten überzeugt und beginnt nun, weiterhin mit der Hilfe von Sanger, auf eigene Faust nach dem wirklichen Täter zu suchen. Als ihr klar wird, dass sie es mit Korruption bis in die höchsten Kreise zu tun hat, bringt sie sich mit diesem brisanten Wissen in allerhöchste Gefahr…
Kommentar
Herrlich, wieder ein Thriller wie ich ihn mag! Der vor kurzem erst verstorbene Peter Yates (Die Tiefe, Krull, Bullitt) schuf hier einen ruhigen, bedächtigen, und spannenden Polit-Gerichts- Thriller in bester Hitchcock Manier. Nach und nach werden von einer Anwältin die Hintergründe und Umstände eines Mordes samt eines voran gegangenen Selbstmordes geklärt, wobei sie sich ohne es anfangs zu wissen, in sehr tiefes Gewässer vorwagt.Die Hauptrolle in dem raffinierten Krimi spielt die brillante Oscar-, Emmy-, Grammy- und dreifache Golden-Globe-Preisträgerin Cherilyn Sarkisian, aller Welt besser bekannt als: Cher (Die Hexen von Eastwick, Burlesque, Mondsüchtig). Die Medienikone spielt ihre Rolle derart überzeugend dass es, mitsamt ihrer angenehmen Synchronstimme, eine Freude ist.
Ohne Action oder sonstigem großem Schnick-Schnack, wird der Film einfach nur von der großartigen Hintergrundmusik von Michael Kamen (Highlander - Es kann nur einen geben, Stirb langsam, Last Action Hero) und den hervorragenden Schauspielern getragen.
Sensationell wie der Ire Leam Neeson (Das Geisterschloss, 96 Hours, Kampf der Titanen) zu Beginn hergerichtet ist mit den roten Augen, den verfilzten, langen Haaren und dem Bart. Er sieht eben aus wie man aussieht in „einer Welt in der 9,- Dollar haben oder verhungern heißt“ und für den ein Paar Socken und Schuhe, purer Luxus bedeuten. Nachher sieht er im Vergleich dann richtig gut aus und ist kaum wieder zu erkennen. Da er ja einen Taubstummen spielt, kann er nur mit Mimik und Gestik ausdrücken, was er fühlt und liest, und das meistert er einfach, wie auch nicht anders erwartet, großartig.
Obwohl es teilweise etwas länger dauert bis man die Antwort von ihm bekommt weil er mit Kreide auf eine Tafel schreibt, und es in den ganzen Szenen keine Musik gibt, kommt das Ganze dennoch spannend rüber. Ganz besonders spannend ist die Szene in der Bibliothek als der Richter die Anwältin und den Geschwornen (was ja verboten ist!) schon gleich erwischt hätte. Völlig ohne Musik! Einfach fesselnd.
Gut finde ich, dass die Liebesbeziehung zwischen Cher und Dennis Quaid (Pandorum, 8 Blickwinkel, Die Reise ins Ich) nicht allzu ausgeschmückt wurde, denn das hätte nicht dazu gepasst.
Was mir am Besten gefallen hat, ist der mehr oder weniger überraschende Schluss. Wer denn letztendlich der wahre Mörder ist, kam mir schon länger in den Sinn, aber die Art und Weise wie er dann völlig überraschend, Knall auf Fall, Zack-Zack-Zack angeklagt wird, ist einfach nur geil.
Genau wie bei dem Finale von "Im Auftrag der Ehre" oder "Zwielicht", verrät sich der Täter ungewollt und ist vor allen anderen entlarvt, was mir Gänsehaut pur bescherte. Danach ist es dann, ziemlich schnell auch wieder vorbei, was für so manchen vielleicht eine Enttäuschung war.
Obwohl die Story um die Verschwörung und Korruption und so ganz interessant ist, störte und langweilte mich wie auch schon bei „Aus Mangel aus Beweisen“ der politische Hintergrund, vor allem die Sache mit Dennis Quaid als Möchte-Gern-Politiker der auch schon mal Sex als Druckmittel benutzt...was aber mit dem Rest der Geschichte hier absolut nichts zu tun hat und man sich besser hätte sparen können. Deshalb einen Punkt Abzug von dem ansonsten großartigen Thriller
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Columbia TriStar Home Entertainment und bei Sony Pictures Home Entertainment auf DVD erschienen.
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