The Game
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Inhalt
Nicolas van Orten ist ein knallharter Investmentbanker der, berufsbedingt im Laufe der Jahre, nicht nur schwer reich und mächtig, sondern vor allen Dingen kalt, rücksichtslos und völlig egoistisch wurde. Weil er nur für seine Arbeit lebt und ansonsten aber alles hat, ist es schwierig ihm etwas zum Geburtstag zu schenken, vor allem auch weil den Mann nicht mehr wirklich viel begeistert.
Aus diesem Grund möchte ihm sein jüngerer Bruder nun ein ganz besonderes Geschenk machen und überreicht ihm einen Gutschein für die Teilnahme zu einem „Spiel“. Eine Firma dessen Herkunft niemand genau kennt, soll angeblich so etwas wie einen individuell auf die jeweilige Person zugeschnittenen „Lebenstrip“ verkaufen in dem man bekommt was einem fehlt. Das Geschenk seines Lebens. Was auch immer das heißt.
Obwohl Nick das alles sehr mysteriös und verwirrend vorkommt, lässt er sich skeptisch aber dennoch auf das ominöse Abenteuer ein und erlebt daraufhin einen Albtraum, wie er es sich so niemals vorgestellt hatte...
Kommentar
Wow. Für mich als großer Fan von interessanten Psycho-Verschwörungs-Thrillern und als ganz großer Fan von Michael Douglas (Coma, Der Rosenkrieg), bin ich einfach nur begeistert.David Leo Fincher (Alien³, Sieben, Fight Club, Der seltsame Fall des Benjamin Button), der ja bekannt für seine Psycho-Filme der etwas anderen Art ist, schuf auch hier wieder ein Meisterwerk das wohl nicht jedermanns Geschmack treffen wird.
Der ganze Film ist verwirrend, absolut unvorhersehbar und scheinbar ein einziges Chaos. Die Atmosphäre die ganze Zeit über ist sehr düster was durch den großartigen Score, und vor allem die ganz eigenen Klaviertakte des dreifachen Oscargewinners Howard Leslie Shore (Die Fliege, Das Schweigen der Lämmer, Der Herr der Ringe: Die Gefährten) noch besser wirkt weil man dadurch ständig dieses ungute, unbehagliche Gefühl von Gefahr und Ungewissheit hat.
Da viele Aspekte in der Geschichte teilweise nicht nur unrealistisch und vor allen Dingen äußerst unglaubwürdig sind, kommt die ansonsten aber clever und raffiniert ausgedachte Story dennoch nicht bei jedem gut an.
Gut, ich muss schon zugeben, so manches ist schon wirklich arg an den Haaren herbei gezogen. Woher soll man wirklich wissen, an welcher Stelle der gute Mann tatsächlich vom Dach springen wird? Abgesehen davon, dass er überhaupt springt. Wer sagt, dass es der angebliche Taucher im Notfall wirklich geschafft hätte, den Mann aus dem Auto zu retten bevor er ertrunken wäre? Usw. Aber egal. Mich hat das überhaupt nicht gestört und ich hab auch nicht allzu viel darüber nach gedacht und alles hinterfragt. Ich hab mich einfach nur unterhalten lassen und das hat wirklich gut funktioniert, vor allen Dingen weil ich die Auflösung letztendlich zum Schluss so außergewöhnlich finde. Ich liebe Filme, mit so einem unerwarteten und überraschenden Showdown.
Und auch einem Ende das zum nachdenken anregt. Van Orten ist nach dem super dramatischen Ende garantiert nicht mehr dasselbe „Arschloch“, wie es sein Bruder so schön nennt. Werte wie Nächstenliebe, Rücksicht, Großmütigkeit usw. haben wieder eine Bedeutung für ihn.
Oscarpreisträger Michael Douglas ist für die Rolle ja die perfekte Besetzung. Wer könnte den knallharten Geschäftsmann besser spielen als er, wenn man ihn doch schon so oft als diesen gesehen hat. Weil er einer meiner ganz großen Lieblingsschauspieler ist, hatte ich ehrlich gesagt sehr große Angst um ihn seit bekannt wurde, dass er Kehlkopfkrebs im fortgeschrittenen Stadium hatte, wovon er aber nach neuesten Meldungen von ihm selbst angeblich wieder geheilt sein soll. Zu viele gute Schauspieler mussten in den letzten Jahren ihr Leben lassen. Bei ihm würde es mich ganz besonders treffen.
Eine der besten Sätze ist die Szene als er auf der Leiter einen Schuh verliert und er sagt: „Da verabschieden sich Tausend Dollar“. Und die Frau sagt: „Was, die Schuhe haben 1000,- Dollar gekostet??“ Und er: „Der Eine, Ja“.
Man weiß irgendwie nie was nun wirklich zum Spiel gehört oder nicht. Der große AHA Moment kommt dann als man erfährt, dass der Mann einer Schwindlerbande aufgesessen ist und alles nur eine üble Geld Abzocke ist, was sich aber dann auch wieder wendet. Man weiß nie was weiterhin geschehen wird, und das ist das faszinierende daran.
Deborah Kara Unger (Highlander 3 - Die Legende, Silent Hill - Willkommen in der Hölle, 88 Minutes) mit ihren Katzenaugen wirkt sehr geheimnisvoll, aber extrem authentisch und überzeugend, man nimmt ihr einfach alles ab.
Oscarpreisträger Sean Penn (Dead Man Walking, Auf kurze Distanz) ist sehr gut wie immer und James Rebhorn (Independence Day, Der talentierte Mr. Ripley) kenne ich sowieso nicht anders.
Fazit: Wer auf Thriller mit überraschenden Wendungen steht und schon mal das eine oder andere Auge bezüglich Glaubwürdigkeit zudrücken kann, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.
Ich persönlich würde mir, genau wie Arnold Schwarzenegger schon damals in „Total Recall“, auch so ein fantastisches Spiel wünschen, damit ich auch bekomme was mir fehlt… ^^
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universal auf DVD, Blu-ray und HD DVD erschienen.
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Stand: 23.05.2012 02:57:45
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Stand: 23.05.2012 13:03:50
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Weitere Kommentare zum Film
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| Staudenmaier007, 17.01.11 |
| Unglaublich spannender und logisch aufgebauter Thiller der bis zum Schluss auf hohem Niveau unterhält........... 5/5 Schweißperlen auf der Stirnfalte |
| Gruselmonster, 16.10.11 |
| Im Grunde ein sehr guter Thriller und ich mag auch Micheal Douglas als Schauspieler, mir war er allerdings etwas zu lang. Ein paar Szenen hätte man auch weglassen bzw. kürzen können, ohne dass der Film an Qualität verloren hätte! |
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