Das Mercury Puzzle

Originaltitel: Mercury Rising
Alternativtitel: Code Mercury
Codice Mercury
Mercury Falling
Simon
Simon Says
Simple Simon
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1998
Regie: Harold Becker

Darsteller

Figur

Bruce Willis  Art Jeffries
Alec Baldwin  Nick Kudrow
Miko Hughes  Simon Lynch
Chi McBride  Tommy B. Jordan
Kim Dickens  Stacey
Robert Stanton  Dean Crandell
Bodhi Elfman  Leo Pedranski
Carrie Preston  Emily Lang
Lindsey Ginter  Peter Burrell
  
Genre: Thriller
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Inhalt

Der neunjährige, autistisch behinderte Simon lebt zwar in seiner eigenen Welt, ist aber ein Genie wenn es um Zahlen geht. Als er eines Tages per Zufall ein Zahlenspiel in irgendeinem Rätselheft löst, knackt der hilflose Junge unwissentlich einen hochmodernen, verschlüsselten Regierungscode der zu Testzwecken in dieser Zeitschrift versteckt wurde. Weil es niemandem bisher gelang, das geheime „Mercury-Puzzle" zu lesen, stellt der kleine Junge für den höchsten NSA Sicherheitschef Koudrow ein Risiko dar weshalb er einen Killer ausschickt, der Simon aus dem Weg räumen soll. Dieser findet im Haus aber vorerst nur die Eltern vor, und erschießt die beiden. Zeitgleich wird der FBI- Undercover Agent Art Jeffries in den Innendienst versetzt weil er seinem Vorgesetzten ein blaues Auge verpasste. Auf den Fall des ermordeten Ehepaares angesetzt, findet er durch Zufall auch Simon, der sich vor dem bösen Mann nur versteckt hatte. Weil der Killer aber nach wie vor hinter dem Jungen her ist, und nun auch Jeffries im Visier hat, weil er sich um den Jungen kümmert, beginnt für die beiden ein gefährliches Katz und Maus Spiel, was durch die Behinderung des Kindes das Ganze noch zusätzlich erschwert.

Kommentar

Oh Mann, wie steh ich auf Bruce Willis (Stirb langsam, Last Boy Scout - Das Ziel ist Überleben, Pulp Fiction)! Als einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler, gibt’s glaub ich fast keinen Film den ich nicht mit dem super coolen Actionstar mag.
Dieser hier ist ein Thriller der etwas anderen Art da es hier hauptsächlich mehr um die schwierige und besondere Beziehung zu dem behinderten Jungen, als um die üblichen Schurken geht. Nicht dass Willis mal nicht wieder ganz alleine gegen die bösen Jungs kämpfen muss, das ist gleich wie in fast jedem anderen Film von ihm auch.
Der Unterschied wie gesagt, ist der kleine Junge, um den sich hier alles dreht. Darum geht’s vor allen Dingen und das muss man vorher wissen damit man sich darauf einstellen kann. Der Film lebt von kleinen, für andere kaum nachvollziehbare, und deshalb für die meisten als langweilig empfundenen Momente, wie etwa der als sich der Kleine Kakao selber macht, wie er zögernd in seinem Ritual über Türschwellen tritt, usw. „Simon fährt nach Hause“ fand ich z.B. total berührend weil er nicht weiß dass seine Eltern tot sind. Für ihn ist alles wie immer, nur seinem Beschützer bricht es fast das Herz weil er weiß was los ist. „Mami, Simon ist zu Hause“. Arm.

Basierend auf der literarischen Vorlage „Der rote Schaukelstuhl“ (Originaltitel: Simple Simon) von Ryne Douglas Pearson, musste aber nicht nur Regisseur Harold Becker (Sea of Love - Melodie des Todes, Malice – Eine Intrige) viel negative Kritik einstecken, sondern vor allem auch Bruce Willis selbst, der für diesen Film die zweite Goldene Himbeere in seiner Karriere (die erste für Armageddon - Das jüngste Gericht, eine dritte noch für Ausnahmezustand) als Schlechtester Schauspieler kassierte!
Am meisten wurde ihm übel genommen, dass er sich für so eine „dumme und langweilige“ Story hergab, doch er selbst findet die Geschichte mit dem Jungen klasse wie man im Making Of in den Extras hört. Ihm gefällt die Rolle denn für ihn hat sie richtig Tiefgang und hat ihn schauspielerisch stark gefordert. Er wollte mal was anderes machen außer reiner Action weil er bis dato schon alles erreicht hatte in dem Genre. Weil er also so hinter seiner Rolle steht, gefällt sie mir noch umso besser.
Für mich ist das Ganze sehr wohl spannend umgesetzt und mich stören auch die vielen Logikfehler nicht, die für die meisten kaum erträglich sind. Gut, teilweise ist die Story tatsächlich mehr als unglaubwürdig, aber muss man so was denn immer alles hinterfragen? Müssen alle Filme immer logisch sein? Für mich ist er total unterhaltsam, interessant, spannend und zu keiner Minute langweilig. Ich mag Thriller mit ruhigen Momenten und brauche nicht immer Action oder Krach Bumm Bang.

Das (angeblich) einzig wirklich positive an dem ganzen Film, da sind sich alle einig, ist die brillante schauspielerische Leistung des damals total gefragten Kinderdarstellers Miko Hughes (Friedhof der Kuscheltiere, Freddy's New Nightmare, Apollo 13). Der Junge spielt dermaßen überzeugend, dass der Regisseur am Set von fremden Leuten die selbst autistische Kinder haben, gefragt wurde, wie sie es geschafft hatten, dass das geistig behinderte Kind in diesem Film mitwirken konnte, weil sie nicht glaubten, dass dies nur gespielt sei.
Miko musste für seine schwierige Rolle auch lange trainieren und ging dafür sogar in eine Schule für autistische Kinder. Dort hat er sich die wichtigsten Merkmale verschiedener autistischer Personen wie Bewegung, Mimik, Gestik, Verhalten, usw. eingeprägt und dann alle zusammen vereint für sich verwendet.
Weil er sich als Simon nicht gerne anfassen lässt, läuft er nicht nur ständig davon, sondern brüllt und kreischt oft wie am Spieß. Diese Momente sind absolut mühsam und strapazieren die Nerven, weshalb ich mich deswegen letztendlich für einen Punkteabzug entschieden habe.
Was mir dafür ganz besonders gut gefallen hat, ist die spezielle Filmmusik von John Barry (Der mit dem Wolf tanzt, James-Bond- Goldfinger, Feuerball), einem der erfolgreichsten englischen Filmkomponisten. Die eigenen Töne, immer wenn der Junge ein Rätsel knackt, sind sehr gut in Szene gesetzt. Die Musik ist für mich, wie auch das Ende, total berührend und wunderschön, ohne kitschig zu wirken weil es gleichermaßen dann wieder etwas traurig ist. Der Schluss mit der Umarmung ging mir sehr nahe und hat mich zu Tränen gerührt.

Fazit: Menschen mit Herz die auch ruhige Thriller mit Tiefgang wie „Henry“ (Harrison Ford) oder „Rain Man“ (Dustin Hoffman als Autist) gerne sehen, sollten auch hier mal einen Blick riskieren. Wer Bruce Willis mag, sollte sich vorher aber nicht zu viel erwarten, weil die Action ist hier eher zweitrangig.

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Universal auf DVD, Blu-ray und HD DVD erschienen.

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Weitere Kommentare zum Film

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Staudenmaier007, 17.01.11
Einer der schwächeren Filme von Willis - was hauptsächlich auch an der ausgelutschten Thematik des Streifens liegt. Böse Geheimdienste deren Codes von Autisten/Elfen/Feen wie durch Zauberhand geknackt werden und die dann sofort alles abmurksen was deren dunkle Machenschaften aufdecken könnten.......... 3/5 unsinnige Zahlenreihen rückwärts gelesen
 
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