Die Mächte des Wahnsinns
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Inhalt
Der Versicherungsdetektiv John Trent sitzt dem Wahnsinn nahe vor Angst in einer Zelle der städtischen Nervenheilanstalt, sein ganzes Weltbild ist aus den Fugen geraten und er kann nicht mehr zwischen Fiktion und Realität entscheiden. Der Psychiater und Oberarzt der Anstalt Dr. Wrenn will unbedingt herausfinden, was diesen eigentlich sonst so unerschütterlichen Mann in seiner Obhut zu diesem Nervenwrack gemacht hat, dass er jetzt vor sich in der Ecke kauernd sieht. Nach für den Arzt unverständlichen Geplapper, dass alle Menschen nur erfunden seien und dass es die gewohnte Wirklichkeit gar nicht gibt, beginnt Trent ihm seine Geschichte zu erzählen, die damit beginnt, dass Trent, der als misstrauischster, hartnäckigster und unerschrockenster Realist in seiner Branche gilt, von einem Buchverlag angeheuert wird, den urplötzlich verschwundenen Horror-Autor Sutter Cane, dessen Bücher auf der Bestsellerliste ganz oben stehen, zu suchen. Trent glaubt an ein abgekapertes Spiel, an einen Promotiongag, um die Verkaufszahlen noch weiter in die Höhe zu treiben, auch weil man ihm die Assistentin des Verlagschefs Linda Styles zur Seite stellt. Trent denkt gar nicht daran, sich für die Werbung eines Autors einspannen zu lassen, den er selbst gar nicht ließt, geschweige eines Mannes, der Horrorgeschichten schreibt. Aber dennoch kauft er sich die Bücher von Cane, die bekannt dafür sind, dass sie beim Leser Angstzustände auslösen und sogar zu Halluzinationen führen können. Trent glaubt nicht daran und beginnt zu lesen und muss feststellen, dass die Geschichten auch auf ihn eine ziemlich drastische Wirkung haben. Kurz darauf erkennt er auf den Buchrücken aller Romane, wenn man diese richtig sortiert, eine Landkarte, eine Wegbeschreibung zu dem angeblich fiktiven Ort Hobbs End. Nachdem er noch in einem Kaffee nur knapp dem Axthieb eines Amokläufers entkommt, der sich als Sutter Cane-Leser zu erkennen gibt, ist er umso bereiter die Propagandamaschinerie des Verlages aufzudecken und fährt mit Styles los - immer so, wie es die Karte von den Buchrücken verlangt. Sie gelangen in eine kleine Ortschaft namens Hobbs End. Doch auch dies kann Trent nicht überzeugen, weder das in dem Hotel jede Einzelheit mit Canes Büchern übereinstimmt, wie zum Beispiel eine knarrende Holzdiele, noch das in einer Bar sich ein Bewohner vor ihm mit einer Schrotflinte das Licht auspustet. Dennoch, langsam aber sicher bemerkt Trent, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht, immer grausiger und intensiver werden seine Erfahrungen, die ihn in den Abgrund von Canes kranker Fantasie stürzen, aus denen es kein Entrinnen zu geben scheint ...
Kommentar
Oh ja, das ist ein unglaublich genialer Film! John Carpenter (Das Ding aus einer anderen Welt) bewies hier abermals, dass er nicht zu Unrecht einer der Großmeister des amerikanischen Horrorfilmes ist. Mit viel Feingefühl und Gespür für den Schrecken führt er den Zuschauer in diese düstere Welt der Fiktion. In die Welt eines Mannes, der stets glaubt, alles im Griff zu haben und letzten Endes entsetzt feststellen muss, dass er noch nicht einmal die Kontrolle über sein eigens Leben zu haben scheint bzw. je gehabt hat. Sam Neill verkörpert den Realisten John Trent unglaublich faszinierend, so dass man schon beinahe Mitleid mit diesem einst so kaltschnäuzigen Charakter bekommt. Es ist ein Film, den man sich immer wieder anschauen kann, da es so scheint, als entdecke man immer wieder diverse Kleinigkeiten, die einem beim vorherigen Male des Ansehens entgangen sind. Eine atemberaubend spannende Geschichte mit vielen Überraschungen, tollen Schauspielern, die merklich unter der Regie eines Genies agieren und ihr Bestes geben.In "Die Mächte des Wahnsinns" stimmt einfach alles und er ist auch noch nach mehrmaligem Anschauen genauso packend wie beim ersten Mal. Auch wenn der Film jetzt nicht so blutig ist, jedenfalls nicht die Fassung, die ich bisher gesehen habe, so hat der Filme eine fesselnde und vielleicht sogar eine etwas verstörende Atmosphäre, wie ich sie bisher nur sehr selten in Filmen erlebt habe. Es gibt weder unnötige Längen noch sonst wie einen Moment, den ich als langweilig oder langatmig bezeichnen könnte, hier folgt alles Schritt auf Schritt bis zum phänomenalen Ende, wo ich zumindest enttäuscht wurde, dass es so schnell kam. Aber auch so ein guter Film wie dieser muss schließlich einmal zu Ende gehen.
Filmreview von: BudtheCHUD / Alle Reviews von BudtheCHUD
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universum Film / UFA und bei BMG Video auf DVD erschienen.
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Das Ding aus einer anderen Welt (Uncut)
Stand: 23.05.2012 04:25:18
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