Riptide

Originaltitel: Masque of the Red Death
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  1990
Regie: Alan Birkinshaw

Darsteller

Figur

Michelle McBride  Rebecca
Herbert Lom  Ludwig
Frank Stallone  Duke
Brenda Vaccaro  Elaina
Christine Lunde  Colette
Simon Poland  Max
Godfrey Charles  Hans
Fozia Davidson  Kitra
  
Genre: Thriller, Grusel
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Inhalt

Die junge, attraktive Klatschreporterin Rebecca schleicht sich mit gefälschter Einladung auf das in den Bergen von Bayern liegende Schloss des Multimillionärs und Exzentrikers Ludwig ein, der für die Creme de la Creme der oberen 10.000 eine seiner exquisiten Partys gibt. Hier ist alles vertreten, was in der Showbranche Rang und Namen hat. Am Empfang wird die sich als Amour verkleidete Rebecca trotz erkannter Fälschung eingelassen und sie ist erstaunt, wer sich hier alles so auf dem Schloss tummelt. Noch so erstaunter ist sie, als sie ihren Ex-Freund und Kollegen Max hier wiedertrifft. Vorerst noch wütend wegen einer alten Geschichte auf ihn, versucht sie sich an Ludwig heranzumachen um ihn zu interviewen. Doch da dies unmöglich scheint, gibt sie sch mit einer Tonbandaufnahme zufrieden, die sie mit dem in ihrem Amour-Bogen integrierten Aufnahmegerät startet. Max, der sich an die diletantsiche Diva Elaina ranmachte, schafft es Rebecca an den Tisch von Ludwigs engsten Freunden zu platzieren, wo die übrigen Stars und Sternchen zu ihrer Verblüffung ihre Lebensgeschichte und ihre Erfahrung mit Ludwig ausplaudern. Diese sind jedoch ganz und gar nicht glanzvoll und schnell wird klar, dass sie alle von Ludwig abhängig sind und sie ihre Blütezeit alle schon hinter sich haben. So auch die junge, aufgedonnerte und naive Colette, ein silberblondes Model, das ihrem Abstieg nicht bemerkt und glaubt, in einer Kosmetikwerbung ihre Erfüllung gefunden zu haben. Die gefallenden Sternchen versuchen mühevoll, nett zueinander zu sein. Für Rebecca ist ihre Feindseligkeit zueinander nicht zu übersehen, aber alle sind gleichermaßen schockiert, als sie von Ludwig erfahren, dass dieser todkrank ist und dies somit ihre letzte Party sei. Auf Grund weiterer Sticheleien untereinander verlässt Elaina übertrieben schockiert die Tischrunde und zieht sich in die unzähligen labyrinthartigen Gänge des Schlosses zurück, um ein wenig später erstochen die pompöse Treppe inmitten der übrigen feiernden Gäste hinunterzustürzen. Ludwig will aber seine letzte Partie nicht von einem Mord versauen lassen und hält die Gäste an, sich nicht von dem Todesfall den Spaß verderben zu lassen und bläst zu seiner beliebten Fabergé-Eier-Suche. Wie ein wild gewordener Mob stürzen die Gäste begeistert und gierig durcheinander, um in dem Schloss nach den kostbaren Eiern zu suchen. Ludwig zieht sich zurück und merkt vorerst nicht, dass irgendjemand den Kreis seiner engsten Freunde auf einfallsreiche und blutige Art dezimiert. Auch Rebecca gerät auf die Todesliste des mysteriösen, in einem roten Umhang gehüllt durch die Gänge schleichenden Killers und kann nur knapp dem Tod durch die Weintraubenpresse entkommen. Erst jetzt bricht Panik aus und die Gäste fliehen von der Party, doch die engsten, letzten überlebenden Freunde Ludwigs werden von ihm im Schloss eingesperrt und die Tore öffnen sich mittels einer Schaltzeituhr erst am nächsten Morgen. Rebecca ist nun erst recht wild entschlossen, den unheimlichen Mörder zu finden. Zuerst verdächtigen sie Ludwig, den man die Exzentrik durchaus zutrauen könnte, seine letzte Partie zu einem dermaßen unvergleichbaren Erlebnis zu machen, um Unsterblichkeit zu erlangen, doch schnell wird klar, dass Ludwig gar nicht der Killer sein kann. Misstrauen macht sich unter den Eingeschlossenen breit und trotz aller Vorsicht sterben immer weitere der letzten Eingeschlossenen. Niemand scheint bis zum nächsten Morgen vom Killer verschont zu bleiben ...

Kommentar

Dieser Film basiert auf einer Geschichte von Edgar Allen Poe und ist für einen so gut wie unmöglich ebenbürtig verfilmbaren Stoff dennoch spannend und packend inszeniert worden. Die Geschichte ist zwar nicht besonders originell, denn es handelt sich eigentlich um ein herkömmliches Horrorfilm-Schema nach dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip. Aber die Schauspieler, darunter Urgestein Herbert Lom, den wir aus Hexen bis aufs Blut gequält kennen und sogar den Bruder von Sylvester Stallone, Frank, können durch ihr Talent für das Dramatische überzeugen und auch die sonstigen mir unbekannten Darsteller wie die der Rebecca, Michelle McBride, geben gerade durch ihre Unbekanntheit dem Film den richtigen Ausgleich.

Toll fand ich die Rolle des maskierten und vermummten Killers, obwohl man auf Grund der Synchronisation schnell irgendwie herausfindet, wer sich dahinter verbergen könnte. Besonders Augenmerk kann man aber auf den Einfallsreichtum der Morde lenken, die wie bei Poe es die Regel ist, immer ein wenig bizarr und vor allem nie zu schnell vonstatten gehen. Natürlich gibts auch in diesem Film jemand, der durch ein Rasiermesser scharfes Pendel gemeuchelt wird.

Ansonsten ist der Film eigentlich eher nur ein netter, vorhersehbarer, aber dennoch unterhaltsamer 08/15-Horrorfilm der 90er Jahre. Spannung kommt eigentlich eher gegen Ende auf, als die wenigen Überlebenden sich gegenseitig verdächtigen und man nur noch daran interessiert ist, die Identität des Killers endlich zu erfahren.

Auch bei diesem Film bin ich mir sehr unentschlossen mit meiner Meinung, schwenkt diese zwischen positiver und neutraler Bewertung. Sagen wir es mal so, Riptide ist ein Film, der beim erstmaligem Anschauen gut zu unterhalten weiß, aber es ist leider kein Film, den man sich immer wieder anschauen kann, weil dieser eben auch ein wenig von seinen Überrschungsmomenten lebt.

Filmreview von: BudtheCHUD / Alle Reviews von BudtheCHUD

Veröffentlichungen

Der Film ist bei 21st Century auf Video erschienen.

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