Der Tag, an dem die Erde Feuer fing
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Inhalt
Das Wetter auf der ganzen Erde spielt verrückt, Dauerregen, Überschwemmungen, Tornados und Hitzewellen setzen den Menschen überall zu. Währen alle nur rätseln und Vermutungen anstellen, kommen die beiden Reporter Bill Maguire und Peter Stenning der Ursache, die von den Regierungen geheim gehalten wird, auf der Spur. Die Amerikaner und die Sowjets haben an beiden Polen je eine gigantische Atombombe gleichzeitig gezündet, wodurch die Erdachse verschoben wurde. Während die Hitze in London immer unerträglicher wird, ruft die Regierung den Notstand aus. Wasser wird rationiert und die Polizei versucht die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Doch dann kommt die nächste Hiobsbotschaft. Nicht nur die Erdachse wurde verschoben, auch die Umlaufbahn wurde geändert, die Erde steuert immer weiter auf die Sonne zu, binnen weniger Wochen wird alles Leben auf der Erde ausgelöscht sein, sollte die Menschheit keine Lösung finden. Mittels vier weiterer Atombomben soll die Umlaufbahn korrigiert werden, doch keiner kann vorhersagen, ob dies gelingen wird.
Kommentar
Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg haben den Menschen die verheerende Macht dieser Waffen bildlich vor Augen geführt. Nach Ende des Krieges begann dann der Kalte Krieg wischen der USA und der Sowjetunion. Hiermit einhergehend auch das atomare Wettrüsten und weitere Atombombenversuche, die die Angst in der Bevölkerung weiter schürten.In diesem britischen Science-Fiction-Katastrophenfilm wird ein mögliches Szenario gezeigt, welches schlimmer kaum sein kann. Durch gleichzeitige Atombombenexplosionen am Nord- und Südpol wurde die Erdarche verändert und die Erde aus ihrer Umlaufbahn gerissen, so dass sie nun auf die Sonne zusteuert. Sämtliches Leben auf der Erde ist bedroht und die Regierungen setzen ihre letzten Hoffnungen auf weitere Atombombenendetornationen. Der Film stimmt auch heute noch sehr zum Nachdenken ein und bietet mit seinem ungewissen Ausgang über den letzten Versuch zur Rettung der Welt kein Happy End.
Regisseur Val Guest (Als Dinosaurier die Erde beherrschten) zeigt den Film aus der Perspektive des Reporters Bill Maguire, gespielt von Leo McKern (Das Omen), der hier etliche Informationen zu Tage fördert, die die Regierungen geheim halten wollen. Hierzu stellte die Daily Express ihre Büroräume in der Fleet Street in London zur Verfügung, so dass die Büroszenen an Originalschauplätzen gedreht wurden. Aufwendige Spezialeffekte kommen nur selten zum Einsatz und wirken aus heutiger Sicht schlicht, erfüllen aber ihren Zweck, zumal der Film in erster Linie auf emotionaler Ebene funktioniert. So leidet der Zuschauer mit dem Protagonisten mit, der trotz der Weltuntergangsstimmung noch Zeit für eine neue Liebe in Janet Munro (Die Teufelswolke von Monteville) findet.
Die Gesellschaftskritik kommt hier stark zum Ausdruck, zum einen gegen die Regierungen, die sich so lange bekämpfen, bis sie durch die komplette Zerstörung der Erde den endgültigen Weltfrieden errungen haben und die wichtige Informationen, die das Schicksal aller Menschen betreffen, geheim halten, sowie auch an den Menschen selbst, denen alles so lange egal ist und die so lange wegsehen, bis es sie selber betrifft. Tja, und genau hier hat der Film immer noch nicht an Gültigkeit verloren. Unser Planet wird, so wie es derzeit aussieht, nicht durch Atombomben vernichtet, sondern durch Treibhausgase, die jeder von uns durch seinen Lebensstiel und die Verbrennung fossiler Rohstoffe produziert. Denn obwohl das Problem längst erkannt ist, scheint es die meisten Staaten nicht zu interessieren. Noch immer sind wirtschaftliche und politische Interessen wichtiger als die Rettung der Erde. Aber klar, wer will schon auf all das verzichten, was er hat, und welche Regierung kann es sich leisten, die notwendigen Schritte durchzusetzen, das würde sicherlich viele Wählerstimmen kosten. Ich bin mir sicher, dass spätere Generationen uns als egoistisch, kurzsichtig und dumm bezeichnen werden, weil wir wider besseren Wissens nichts unternommen haben.
Fazit: Ein toller Film, der nicht nur zu unterhalten vermag, sondern auch eine Botschaft vermittelt.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Ostalgica auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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