DearS
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Inhalt
Mittlerweile ist schon ein Jahr vergangen, nachdem ein Raumschiff an der Küste Japans notgelandet ist. Die Insassen entpuppen sich als menschenähnliche Wesen. Aufgrund ihrer Intelligenz und ihrer guten Normen haben sie den Namen Dears bekommen. Zudem sind sie auch noch wunderschön und haben sich in kürzester Zeit in das menschliche Leben integriert. Eines Tages findet Takeya eine Dears am Straßenrand liegen und nimmt sie mit zu sich nach Hause und gibt ihr den Namen Ren. Im Gegensatz zu all den anderen Dears wirkt Ren wie ein unterentwickeltes Kleinkind, beherrscht weder die Sprache der Menschen noch kann sie sich an ihre Herkunft erinnern. Takeya nimmt sie bei sich auf und geht später mit ihr in dieselbe Klasse. Wie sich herausstellt, ist Ren eine Fehlproduktion und die Dears-Vorgesetzten setzen alles daran, sie wieder einzufangen. Während Takeya sich den halben Kopf darüber zerbricht, dass Ren nicht nackt durch die Gegend laufen soll, und bringt ihr allmählich die Sitten der Menschen bei ...
Kommentar
Zur Abwechselung mal wieder eine Besprechung zu einem deutschsprachigen Anime. „Dears“ nennt sich dieser Anime und er ist erste Wahl, wenn ich mich wieder mal totlachen möchte. Selten bietet eine (Anime-)Serie so viel Slapstick, so viel herrlich überzogene Situationskomik, dass man aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommt. Ein kurzer Charakterguide und dann geht's weiter!Takeya: Takeya Ikuhara ist 17 Jahre alt und die Hauptperson der Geschichte. Er besucht die Oberschule und ist im Gegensatz zu allen anderen Mitschülern überhaupt nicht von den Dears angetan. Er ist auch nicht der typische Mädchenheld und verbringt die Zeit lieber mit seinen Kumpels. Als er Ren bei sich aufnimmt, stellt sich sein Leben sowieso auf den Kopf. Zu erst ist er mit ihr total überfordert und bringt sich oft in peinliche Situationen. Sein Charakter entspricht einem typischen Jugendlichen. Nebenbei arbeitet er auch in einer Videothek um die Miete bei seiner Nachbarin Neneko, die Tochter der Vermieterin, zu bezahlen.
Ren: Ren ist die Dears, die Takeya bei sich aufnimmt. Sie ist ungefähr im selben Alter wie Takeya. Aufgrund ihres mangelnden Wissens bringt sie Takeya immer wieder in Schwierigkeiten. Ren sieht ihn als ihren Meister, da er sie bei sich aufgenommen hat. Ren ist ein gutmütiges Wesen und setzt höchste Priorität auf die Zufriedenheit ihres Meisters, sodass mit Zimmer aufräumen schon mal die ganze Inneneinrichtung rausfliegt. Später geht sie auch mit Takeya in eine Klasse und versucht sich in das menschliche Leben zu integrieren. Doch dann gibt es noch Miyu, eine Dears aus der Nebenklasse, die sich über Rens' Verhalten immer wieder aufregt, obwohl sie nicht mal bewusst etwas falsch macht. Dauerstress ist schon mal vorprogrammiert.
Schön und gut wird sich manch einer denken, viel mehr als ein halbklassiger Hentai wird diese Serie nicht sein, oder? Dem kann man überhaupt nicht zustimmen! Selten waren mir alle Charaktere einer Serie so sympathisch. Allein schon die Hauptfiguren Takeya (der des Öfteren immer wieder ausrastet und in solch doofe Situationen kommt, da kann man nur lachen) oder die gutmütige Ren, die sich nachts in Takeyas Bett kuschelt und der einen halben Herzstillstand erleidet. Absoluter Höhepunkt ist aber die Klassenlehrerin, das muss ich hier einfach nochmal betonen. Selten hat man so einen abgedrehten Charakter in einem Anime gesehen. Die sexgeile Lehrerin gibt ihren Schülerin Lernbücher die sie geschrieben hat, mit Nacktbilder (von ihr selbst!) und Tipps zum perfekten... ja, das könnt ihr euch jetzt denken. Oder während der Klassenarbeit wo Ruhe herrscht, kommen Kommentare wie „ja, ihr könnt zwischendurch auch mal auf mich schauen, dass macht mich total an“ - zu geil! Auf verschiedenen Videostreamseiten wie Youtube kann man sich Best-Of-Zusammenschnitte anschauen, die man einfach gesehen haben muss! Wenn man nicht gerade alleine im Haus ist, muss man des Öfteren auch die Lautstärke vermindern - andere können auf falsche Gedanken kommen....
Schon allein für den geilen Comedy-Anteil würde ich volle Punktzahl geben. Die Geschichte besitzt aber nicht nur eine Rahmenhandlung (jede Folge passiert dasselbe) sondern entwickelt sich Folge zu Folge weiter. Man erfährt mehr über die Herkunft der Dears, teilweise auch über ihre Vergangenheit und Geschichte. Kurze Nebenblöcke lassen die Geschichte auch nicht langweilig werden und der Humor gestaltet sich immer wieder neu.
Einziges Manko dass man hier nennen muss, ist die deutsche DVD-Veröffentlichung. Was sich das Label Tokyopop dabei gedacht hat, eine Serie mit dreizehn Folgen auf fünf DVDs zu veröffentlichen ist schlichtweg unverständlich. Vor allem, auf Vol. 1 befindet sich nur eine Folge und die restlichen DVDs haben dementsprechend ihre Preise (wie das auf dem deutschen Anime-Markt mal so ist). Da machen drei Poskarten und ein kleines Booklet auch nichts wett.
Technisch ist die Serie einwandfrei. Sie basiert auf dem gleichnamigen Manga und die Zeichungen sind im Anime bis auf kleine Charakterdetails wirklich gleich. Das Bild ist scharf und mit Liebe gezeichnet. Der Sound liegt leider nur im Stereoformat vor, was aber nicht schlimm ist. Die Synchronisation ist Top und selbst Fans haben die Chance, auf japanischer Tonspur mit deutschen Untertiteln zu schauen.
Fazit: Gut, fassen wir nochmal zusammen. Wenn man über die ärgerliche deutsche Veröffentlichung hinweg schaut, bekommt man eine saubere und liebevolle Geschichte serviert. Takeya und seine außerirdischen Freundinnen machen auch nach mehrfachem schauen immer wieder Laune, plus jeder Menge Fanservice und Ecchi-Momente (wenn man drauf steht). Ich betrachte die Serie als reinen Comedy. Wer schon immer mal solch eine Serie schauen wollte, sollte hier unbedingt zugreifen, den „Dears“ gehört definitiv zu den Besten.
Filmreview von: Preytor / Alle Reviews von Preytor
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Veröffentlichungen
Die Serie ist auf insgesamt fünf DVDs beim deutschsprachigen Label Tokyopop / Universum Film erschienen. Es gibt auch eine Collector's Edition, die neben der ersten Volume auch den ersten Manga enthält.
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