Akira

Originaltitel: Akira
Herstellungsland: JapanJapan
Erscheinungsjahr:  1988
Regie: Katsuhiro Ôtomo

Darsteller

Figur

Mitsuo Iwata  Shôtarô Kaneda
Nozomu Sasaki  Tetsuo Shima
Mami Koyama  Kei
Tesshô Genda  Ryûsaku
Hiroshi Ôtake  Nezu
Kôichi Kitamura  Priestess Miyako / Council A
Michihiro Ikemizu  Inspector / Council I
Yuriko Fuchizaki  Kaori
Masaaki Ôkura  Yamagata
  
Genre: Science-Fiction, Animation
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Inhalt

Tokyo 2019: Vor 30 Jahren wurde hier der dritte Weltkrieg ausgelöst. Als Andenken klafft hier immer noch ein riesiger Krater an der Stelle, wo einst eine Atombombe gezündet wurde. Der Grund hierfür scheint ein kleiner Junge Namens Akira zu sein. Doch kaum ein Mensch weis Genaueres über den Jungen bzw. um die Geschehnisse von damals. Doch in der Bevölkerung Neo-Tokyos kursiert immer noch der Name und Endzeitkulte kündigen seine Rückkehr an. Er wird als ein neuer Messias erwartet. Gleichzeitig gibt es in den Straßen der Stadt schwere Studentenunruhen und Attentate. Eine der Widerstandsgruppen versucht, die Machenschaften des Militärs aufzudecken. Schon vor 30 Jahren führte man Experimente mit Kindern durch, die nach Einnahme von bestimmten Drogen übersinnliche Kräfte erlangten. Durch die Drogen sind sie von Größe und Gemüt Kinder geblieben, sehen jedoch wie kleine Greise mit großen Augen aus. Eines dieser Kinder konnte die Widerstandsgruppe befreien, um die Machenschaften in die Öffentlichkeit zu bringen.

Doch auf der Flucht kollidiert der Junge mit Kaneda, einem jugendlichen Motorrad-Rocker. Kurz darauf bringt das Militär den jungen und Kaneda in seine Gewalt. Durch den Zusammenstoß scheint auch Kaneda über außergewöhnliche Kräfte zu verfügen. Die Wissenschaftler des Militärs führen auch mit ihm Versuche durch, da er über ein sehr großes Potential zu verfügen scheint. Währenddessen versucht Kanedas bester Freund Tetsuo zusammen mit seiner Gang mehr über den Verbleib ihres Kumpels herauszufinden. Dabei trifft Testuo immer wieder auf Kei, auf die er ein Auge geworfen hat. Sie ist bei der Widerstandsgruppe und so versuchen sie nun gemeinsam Kaneda zu retten. Doch dieser erhält immer schneller die Gewalt über seine Kräfte und gerät damit immer mehr außer Kontrolle. Er macht sich auf die Suche nach Akria, der in einer Kältekammer unter dem neu entstehenden Olympiastadion Neo-Tokyos liegen soll. Sein Weg dorthin ist geplastert mit Tod und Zerstörung. Kann er noch gestoppt werden oder löst Kaneda einen neuen Weltkrieg aus, wie einst Tetsuo? Und was ist das Geheimnis des kleinen Jungen?

Kommentar

Dieser Film ist ein Meilenstein in der Geschichte des animierten Films. Die atemberaubend tollen Bilder und die wirklich tolle Story haben nach seinem Erscheinen dem japanischen Zeichentrickfilm in Europa und den USA den Weg geebnet. Nun wurde japanischer Zeichentrick nicht mehr nur mit Heidi und Co. in Verbindung gebracht. Man merkte auf einmal, dass hier auch Filme und Serien für ein älteres Publikum entstehen.

Grundlage für den Film war der gleichnamige Manga, der schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich lief. Es war gleichzeitig auch die erste Manga-Comicreihe, die in Deutschland komplett veröffentlicht wurde. Erfinder und Autor der Story ist Katsuhiro Ôtomo, der auch Regie beim Film führte. Dies war meiner Meinung nach ein echter Geniestreich, denn so wurde die komplexe Story nicht unnötig verbogen (ein recht hohes Risiko, denn Akira war zur damaligen Zeit der teuerste animierte Film, der jemals in Japan produziert wurde).Trotzdem musste die Story stark gestrafft werden, denn das Gesamtwerk umfasst ca. 2000 Seiten. Es gibt auch einige inhaltliche Änderungen. Der Film spielt im Jahre 2019, während die Handlung im Manga im Jahre 2030 angesiedelt ist. Auch einige Figuren werden im Film in einem anderen Zusammenhang gezeigt (z.B. der Hohepreister des Akira-Kultes, der in der Vorlage eigentlich ein entlaufendes Versuchobjekt ist und ebenfalls über besondere Kräfte verfügt). Trotzdem ist die Story immer noch sehr komplex und verfügt über mehrere parrell verlaufende Handlungsstränge, erst zum Schluss ist das Publikum ein wenig schlauer. Aber auch für japanische Anime ist dieser Film recht untypisch. Kaneda verfügt plötzlich über gewaltige Kräfte. Doch er nutzt sie nicht für das Gute, wie in so vielen dieser Streifen, und versucht nebenbei ein ganz normaler Schuljunge zu bleiben - nein! Er kommt aus dem Heim, ist Mitglied einer Motorrad-Gang und hier ist er eigentlich auch nur ein kleines Licht. Der eigentliche Held ist sein Freund Kaneda, der Anführer der Gang. Er weiß immer, was zu tun ist, hat viel Mut und musste Kaneda früher oft aus der Patsche helfen, wofür dieser ihn zum einen bewundert, aber zum anderen auch hasst. Die Jugendlichen Straftäter gehen in eine Sonderschule, wo es für schlechtes Betragen schon mal eine Backpfeife vom Turnlehrer gibt, nach der man schon mal Blut kotzt. Gleichzeitig herrschen Unruhen in Neo- Tokyo. Untergrundkämpfer versuchen, die Machenschaften des Militärs und der Regierung ans Licht zu bringen. Dabei werden sie von einem Ratsmitglied gesteuert und merken nicht, dass auch sie nur benutzt werden. Nebenbei versucht das Militär die Kontrolle sowohl über Kaneda als auch über die ganze Stadt zu bekommen, da die Regierung nur noch aus einem Haufen alter und korrupter Säcke besteht. Oft wird der Film als die japanische Zeichentrick-Antwort auf Blade Runner tituliert. Dies finde ich nicht ganz passend, denn da viele mir spontan "Gost in the Shell" als passenderer Kandidat ein (zumal in diesem Film auch die künstliche Intelligenz eine Rolle spielt). Wenn man jedoch Blade Runner mag, dann ist man bei diesem Film auch goldrichtig.

Aber wenn wir mal von der Story absehen, dann hat der Film noch weitere Highlights zu bieten. Die Bilder sind auch heute noch einfach atemberaubend. Die Hintergründe sind teilweise fast fotorealistisch. Die Actionszenen sind ebenfalls grandios geworden, besonders die Motorrad-Duelle am Anfang des Films sind wirklich fulminant geworden. Blut fließt auch nicht gerade wenig, was für mich beim ersten Anschauen sehr gewundert hat, denn schließlich ist der Film in Deutschland ab 16 freigegeben. Abgerundet wird der Film von einem wirklich genialen Soundtrack, der wirklich seines Gleichen sucht. Für den Score ist Tsutomu Ōhashi mit seiner Gruppe Geinoh Yamashirogumi verantwortlich. Das Musik-Kollektiv besteht aus hunderten von Künstlern, die für den Film eine Mischung aus Progessive Rock, traditioneller Japanische Musik, indunesischen Percussion-Instrumenten und europäisch-klassischer Musik beisteuern und so nicht unerheblich an der düsteren Atmosphäre des Films beteiligt sind.

Einziges, kleines Manko bleibt immer noch die deutsche Synchronisation. Die Sprecher sind allesamt professionell, aber leider passt die Synchro an einigen Stellen überhaupt nicht. Ich denke, dass die Dialogregie damals mit einem Zeichentrickfilm dieser Art einfach überfordert war. Hier würde eine Neusynchronisation durchaus gut tun.

Fazit: Ein wahres Meisterwerk und Wegbereiter für viele Mangas und Animes, die es dadurch in die westliche Welt geschafft haben. Geniale Story, toller Score, und fantastische Bilder lassen einem die 2 Stunden Film wie im Fluge vergehen.

Filmreview von: schnuff / Alle Reviews von schnuff

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Panini Video und bei VCL / Laser Paradise auf DVD erschienen.

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Weitere Kommentare zum Film

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BudtheCHUD, 23.11.10
Akira ist für mich einer der besten Maga-Verfilmungen, die ich je gesehen habe, auch wenn der Film natürlich nur eine Kurzfassung im Gegensatz zu den Comicbüchern ist. Aber der Film, so herrlich neonbunt, so rasant und fantastisch... also ich kann mir den immer wieder anschauen, der wird mir nie langweilig. Der Film hat etwas überwältigendes... die ganze Storie ist so ... ich weiß nicht...faszinierend... Nur manchmal stören mich ein wenig die deutschen Synchronsprecher bei manchen Charakteren, aber das kann ich ja eh net ändern^^
 
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